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'''Bargebur''' ist ein Stadtteil von Norden und hat rund 450 Einwohner (Stand: 30.06.2020)<ref>[https://www.norden.de/index.php?ModID=7&FID=3170.8883.1&object=tx%7C3170.8883.1 Norden.de: Einwohnerzahl nach Ortsteilen]</ref>, die sich auf einer Fläche von 0,65 km² verteilen.<ref>[https://www.norden.de/Stadtleben/Die-Stadt/Ortsteile/ Norden.de: Ortsteile der Stadt Norden]</ref>
'''Bargebur''' ist ein Stadtteil von Norden und hat 442 Einwohner (Stand: 31.12.2020), die sich auf einer Fläche von rund 0,65 km² verteilen.
 
Im Norden grenzt Bargebur an [[Norden (Stadtteil)|Norden]], im Osten an [[Tidofeld]] sowie im Süden und Westen an [[Süderneuland II]].
 
__TOC__
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== Geografie ==
== Geografie ==
Bargebur wurde auf einem etwa 1,8 m über Meeresniveau (NN) liegenden Geestrücken gegründet und liegt damit wie die Norder Innenstadt weit genug über dem Meeresspiegel, um aus historischer Betrachtung weitestgehend vor Überflutungen geschützt zu sein. Der Ort ist von unterschiedlichen Bodenarten umgeben: Im Osten, Süden und Nordwesten findet sich Plaggenesch (unterlagert von Podsol-Gley) an. Im Norden und Südwesten tangiert Kleimarsch den Ort und im Westen ist Podsol-Grund zu finden.


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Im Norden grenzt Bargebur an [[Norden (Stadtteil)|Norden]], im Osten an [[Tidofeld]] sowie im Süden und Westen an [[Süderneuland II]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==
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Bis zur Gemeindereform im Jahr 1972 war Bargebur Teil der Nachbargemeinde Lütetsburg und damit mehr oder weniger eine Exklave dessen, da Tidofeld bereits seit 1952 zu Norden gehörte.
Bis zur Gemeindereform im Jahr 1972 war Bargebur Teil der Nachbargemeinde Lütetsburg und damit mehr oder weniger eine Exklave dessen, da Tidofeld bereits seit 1952 zu Norden gehörte.


Nachdem die Reformation im 16. und 17. Jahrhundert auch Einzug in Norden hielt, beabsichtigte die stetig wachsende evangelisch-reformierte Gemeinde eine Kirche innerhalb der Stadtgrenzen von Norden zu errichten. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch bereits von Anfang an am Widerstand der Norder Bürger, welche größtenteils evangelisch-lutherisch waren. Die reformierten Christen mussten ihre Gottesdienste außerhalb der Stadtgrenzen abhalten. Spätestens ab 1559 stellten ihnen die Herren von Lütetsburg ihre Kapelle zur Verfügung. Ab 1677 gestattete Dodo II. zu Innhausen und Knyphausen, Graf von Lütetsburg, den Reformierten, ihre Gottesdienste in Bargebur abzuhalten. Dafür stellte er ihnen den sogenannten "Olyschlag" neben der Bargeburer Mühle zur Verfügung. Was es mit dem "Olyschlag" auf sich hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.
Beachtung fand Bargebur unter anderem wegen einer der zahllosen "Glaubenskriege" im ausgehenden Mittelalter bzw. der Neuzeit. Nachdem die Reformation im 16. und 17. Jahrhundert auch Einzug in Norden hielt, beabsichtigte die stetig wachsende evangelisch-reformierte Gemeinde eine Kirche innerhalb der Stadtgrenzen von Norden zu errichten. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch bereits von Anfang an am Widerstand der Norder Bürger, welche größtenteils evangelisch-lutherisch waren. Die reformierten Christen mussten ihre Gottesdienste außerhalb der Stadtgrenzen abhalten. Spätestens ab 1559 stellten ihnen die Herren von Lütetsburg ihre Kapelle zur Verfügung. Ab 1677 gestattete Dodo II. zu Innhausen und Knyphausen, Graf von Lütetsburg, den Reformierten, ihre Gottesdienste in Bargebur abzuhalten. Dafür stellte er ihnen den sogenannten "Olyschlag" neben der Bargeburer Mühle zur Verfügung. Was es mit dem "Olyschlag" auf sich hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.


Der Graf gestattete den reformierten Christen letztlich im Jahr 1680, eine Kirche auf seiner Grundherrschaft zu errichten. Der Baubeginn wird auf den 12. Juli 1680 datiert. Das für den Bau notwendige Land schenkte der Graf der Gemeinde bereits 1679.
Der Graf gestattete den reformierten Christen letztlich im Jahr 1680, eine Kirche auf seiner Grundherrschaft zu errichten. Der Baubeginn wird auf den 12. Juli 1680 datiert. Das für den Bau notwendige Land schenkte der Graf der Gemeinde bereits 1679.