Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 28: Zeile 28:
==Geschichte==
==Geschichte==
Der Grundstein für Neustadt wurde 1950 gelegt, als die ersten 15 Häuser an der heutigen [[Nordseestraße]], die damals noch ''Am Armenplatzweg'' hieß, erbaut wurden. Die deutsche Niederlage im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] führte dazu, dass Deutschland seine gesamten Gebiete östlich der Oder und Neiße an Polen und die Sowjetunion und Polen abtreten musste und die dort lebenden Deutschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden.
Der Grundstein für Neustadt wurde 1950 gelegt, als die ersten 15 Häuser an der heutigen [[Nordseestraße]], die damals noch ''Am Armenplatzweg'' hieß, erbaut wurden. Die deutsche Niederlage im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] führte dazu, dass Deutschland seine gesamten Gebiete östlich der Oder und Neiße an Polen und die Sowjetunion und Polen abtreten musste und die dort lebenden Deutschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden.
[[Datei:Norden-Neustadt Luftbild um 1955 01.jpg|links|mini|Luftaufnahme aus der Gründungszeit.]]
 
Da die deutschen Großstädte in Schutt und Asche lagen, zog es viele Vertriebene auf das Land; für zehntausende von ihnen bot Ostfriesland eine neue Heimat. Bis auf Emden, das beinahe vollständig ausgebombt wurde, hatte Ostfriesland den Krieg vergleichsweise unbeschadet überstanden und die hier vorherrschende Landwirtschaft bot Aussicht auf ausreichend Nahrung und ein Auskommen als Landarbeiter. Zudem war es relativ dünn besiedelt und hatte daher - zumindest in der Theorie - ausreichend Platz für die Vertriebenen. Durch den Zustrom der Vertriebenen herrschte schon bald große Wohnungsnot in Norden und Umgebung. Die Vertriebenen wurden in Barackenlagern, wie dem [[Vertriebenenlager Tidofeld]] einquartiert oder - oftmals gegen den Willen der Bewohner - zwangsweise in Privathäusern und Bauernhöfen einquartiert. Teilweise lebten sie auch in anderweitigen provisorischen Behausungen, wie Geräteschuppen.
Da die deutschen Großstädte in Schutt und Asche lagen, zog es viele Vertriebene auf das Land; für zehntausende von ihnen bot Ostfriesland eine neue Heimat. Bis auf Emden, das beinahe vollständig ausgebombt wurde, hatte Ostfriesland den Krieg vergleichsweise unbeschadet überstanden und die hier vorherrschende Landwirtschaft bot Aussicht auf ausreichend Nahrung und ein Auskommen als Landarbeiter. Zudem war es relativ dünn besiedelt und hatte daher - zumindest in der Theorie - ausreichend Platz für die Vertriebenen. Durch den Zustrom der Vertriebenen herrschte schon bald große Wohnungsnot in Norden und Umgebung. Die Vertriebenen wurden in Barackenlagern, wie dem [[Vertriebenenlager Tidofeld]] einquartiert oder - oftmals gegen den Willen der Bewohner - zwangsweise in Privathäusern und Bauernhöfen einquartiert. Teilweise lebten sie auch in anderweitigen provisorischen Behausungen, wie Geräteschuppen.