Isaak Klein: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Isaak Klein''' war von 1897 bis 1919 zweiter Lehrer, danach von 1919 bis 1939 Hauptlehrer (Inhaber der ersten Lehrstelle) an der [[Jüdische Schule|jüdischen Schule]] im [[Synagogenweg]].<ref>[https://www.alemannia-judaica.de/norden_synagoge.htm Norden (Kreis Aurich, Ostfriesland): Jüdische Geschichte / Synagoge] auf Alemannia Judaica, abgerufen am 14. April 2021</ref> Nach der Reichspogromnacht 1938 wurde er von den Nationalsozialisten gezwungen, die religiösen Gegenstände, die noch kein Raub der Flammen geworden waren eigenhändig anzuzünden. Klein weigerte sich zunächst, doch tat er es, nachdem er mit der Erschießung bedroht worden war.<ref>Ökumenischer Arbeitskreis (2021): Kleiner Rundgang durch Norden, Norden, S. 27</ref> | '''Isaak Klein''' (* 5. April 1873 in Urspringen; † 11. März 1969 in Bnei Brak) war von 1897 bis 1919 zweiter Lehrer, danach von 1919 bis 1939 Hauptlehrer (Inhaber der ersten Lehrstelle) an der [[Jüdische Schule|jüdischen Schule]] im [[Synagogenweg]]. | ||
== Leben == | |||
Klein wurde 1873 in Urspringen bei Würzburg geboren. Er ließ sich zum Lehrer ausbilden und erhielt 1893 eine Anstellung als Elementar-und Religionslehrer sowie als Kantor und Schächter bei der Synagogengemeinde Lingen.<ref name=":0">[http://www.cahjp.nli.org.il/webfm_send/1016 Biographische Daten zu Isaak Klein], abgerufen am 28. April 2022</ref> Im Jahr 1897 nahm er eine Stelle als Lehrer, Vorbeter und Schächter bei der [[Jüdische Gemeinde Norden|Norder Synagogengemeinde]] an, die er bis zu seiner Flucht nach Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] bekleidete.<ref>[https://www.alemannia-judaica.de/norden_synagoge.htm Norden (Kreis Aurich, Ostfriesland): Jüdische Geschichte / Synagoge] auf Alemannia Judaica, abgerufen am 14. April 2021</ref><ref name=":0" /> Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] diente Klein von 1915 bis 1916 bei der Einheit ''Freiwillige Krankenpflege'' auf dem europäischen Kriegsschauplatz.<ref name=":0" /> | |||
Nach der Reichspogromnacht 1938 wurde er von den Nationalsozialisten gezwungen, die religiösen Gegenstände, die noch kein Raub der Flammen geworden waren eigenhändig anzuzünden. Klein weigerte sich zunächst, doch tat er es, nachdem er mit der Erschießung bedroht worden war.<ref>Ökumenischer Arbeitskreis (2021): Kleiner Rundgang durch Norden, Norden, S. 27</ref> Ein gutes Jahr später schaffte er es noch rechtzeitig, das Land zu verlassen und ging nach Israel. Auf seiner Flucht nahm er ein Schophar (Widderhorn), eine Torarolle und den Vorhang für den Toraschrein mit.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 69</ref> | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||