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Anfang 1882 kam er nach einem längeren Lazarettaufenthalt mit gutem Führungszeugnis seiner Vorgesetzten zurück in seine Heimatstadt. Kurzzeit überlegte er, nach Südamerika auszuwandern, verwarf den Plan jedoch aus Liebe zu seiner Heimat.<ref name=":4">Rast, Friedemann (1987): 100 Jahre Onno Behrends, Norden, S. 9</ref> Er bewarb sich auf einen Posten als Handelsvertreter für die [[Schokoladenmanufaktur Heddinga]] und reiste als solcher quer durch Deutschland.<ref name=":2" /><ref name=":4" /> Da Heddinga von seinen Angestellten jedoch sehr viel Mehrarbeit abverlangte und sie selbst an den Weihnachtstagen noch bis 21:00 Uhr arbeiten ließ, kam es im Januar 1885 zum Bruch zwischen ihm und Behrends.<ref name=":4" />
Anfang 1882 kam er nach einem längeren Lazarettaufenthalt mit gutem Führungszeugnis seiner Vorgesetzten zurück in seine Heimatstadt. Kurzzeit überlegte er, nach Südamerika auszuwandern, verwarf den Plan jedoch aus Liebe zu seiner Heimat.<ref name=":4">Rast, Friedemann (1987): 100 Jahre Onno Behrends, Norden, S. 9</ref> Er bewarb sich auf einen Posten als Handelsvertreter für die [[Schokoladenmanufaktur Heddinga]] und reiste als solcher quer durch Deutschland.<ref name=":2" /><ref name=":4" /> Da Heddinga von seinen Angestellten jedoch sehr viel Mehrarbeit abverlangte und sie selbst an den Weihnachtstagen noch bis 21:00 Uhr arbeiten ließ, kam es im Januar 1885 zum Bruch zwischen ihm und Behrends.<ref name=":4" />


Im Herbst 1885 fand er eine gut dotierte Anstellung bei der Kölner Süßwarenmanufaktur ''Barthel Mertens & Co.'' die er bis in das nördliche Schweden vertrat.<ref name=":2" /><ref name=":5">Rast, Friedemann (1987): 100 Jahre Onno Behrends, Norden, S. 10</ref> Am 18. Juni 1886, pünktlich zum Beginn der Badesaison, eröffnete Behrends auf Norderney an der Ecke Strandstraße/Damenpfad sein erstes, eigenes Ladengeschäft.<ref name=":5" /><ref name=":1" /> Dort verkaufte er ab 1887 erstmals auch selbstabgepackten Tee. Der Laden wurde später als ''Japan- und China-Waaren-Handlung beworben''. Am 25. Oktober 1888 eröffnete er an der [[Große Neustraße|Großen Neustraße]] 291 (alte [[Hausnummerierung]]; heute [[Große Neustraße 12]]) ein ''Special-Thee-Geschäft''.<ref name=":2" /><ref name=":1" /> Dort wohnte er auch zwei Jahre lang mit seiner Familie, ehe die Räumlichkeiten zu klein wurden.<ref>Rast, Friedemann (1987): 100 Jahre Onno Behrends, Norden, S. 16</ref> Später verlegte er den Firmensitz in die [[Synagogenweg|Judenlohne]], wo ihm das damals noch unbebaute [[Neuer Weg 109|Grundstück 109]]<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 65</ref> gehörte und schließlich an den heutigen Standort [[Am Fridericussiel]]. Noch war er jedoch auch Angestellter des Kölner Unternehmens.
Im Herbst 1885 fand er eine gut dotierte Anstellung bei der Kölner Süßwarenmanufaktur ''Barthel Mertens & Co.'' die er bis in das nördliche Schweden vertrat.<ref name=":2" /><ref name=":5">Rast, Friedemann (1987): 100 Jahre Onno Behrends, Norden, S. 10</ref> Am 18. Juni 1886, pünktlich zum Beginn der Badesaison, eröffnete Behrends auf Norderney an der Ecke Strandstraße/Damenpfad sein erstes, eigenes Ladengeschäft.<ref name=":5" /><ref name=":1" /> Dort verkaufte er ab 1887 erstmals auch selbstabgepackten Tee. Der Laden wurde später als ''Japan- und China-Waaren-Handlung beworben''. Am 25. Oktober 1888 eröffnete er an der [[Große Neustraße|Großen Neustraße]] 291 (alte [[Hausnummerierung]]; heute [[Große Neustraße 12]]) ein ''Special-Thee-Geschäft''.<ref name=":2" /><ref name=":1" /> Dort wohnte er auch zwei Jahre lang mit seiner Familie, ehe die Räumlichkeiten zu klein wurden.<ref>Rast, Friedemann (1987): 100 Jahre Onno Behrends, Norden, S. 16</ref> Später verlegte er den Firmensitz in die [[Synagogenweg|Judenlohne]], wo ihm ab 1890 das damals noch unbebaute [[Neuer Weg 109|Grundstück 109]]<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 65</ref><ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 63</ref> gehörte und schließlich an den heutigen Standort [[Am Fridericussiel]]. Noch war er jedoch auch Angestellter des Kölner Unternehmens.


1895 wird für den Norder Teeimporteur das späterhin berühmte ''Teekreuz'' als Markenzeichen eingetragen, versehen mit dem umlaufenden Band ''Garantie für gute Qualität''. Damit ist das Teekreuz eine der ältesten Schutzmarken auf dem Lebensmittelsektor in Deutschland.<ref name=":1">[https://www.onnobehrends.de/chronik Chronik der Firma Onno Behrends], abgerufen am 10. Juni 2021</ref> Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer war Behrends im [[Norder Männergesangverein]] tätig, dem er seit dem 3. Oktober 1893 als ''Liedervater'' vorstand. Dem Verein schenkte er auch eine Fahne aus wertvoller, chinesischer Seide, die 1907 feierlich geweiht wurde.<ref>[http://www.maennergesangverein-norden.de/chronik-3.html Chronik des Norder Männergesangverein], abgerufen am 10. Juni 2021</ref> Als Norden 1898 einen Anschluss an das [[Fernsprechnetz]] bekam, gehörte Behrends zu den ersten 25 Anschlussinhabern und hatte die Nummer 11.<ref>Rast, Friedemann (1987): 100 Jahre Onno Behrends, Norden, S. 18</ref>  
1895 wird für den Norder Teeimporteur das späterhin berühmte ''Teekreuz'' als Markenzeichen eingetragen, versehen mit dem umlaufenden Band ''Garantie für gute Qualität''. Damit ist das Teekreuz eine der ältesten Schutzmarken auf dem Lebensmittelsektor in Deutschland.<ref name=":1">[https://www.onnobehrends.de/chronik Chronik der Firma Onno Behrends], abgerufen am 10. Juni 2021</ref> Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer war Behrends im [[Norder Männergesangverein]] tätig, dem er seit dem 3. Oktober 1893 als ''Liedervater'' vorstand. Dem Verein schenkte er auch eine Fahne aus wertvoller, chinesischer Seide, die 1907 feierlich geweiht wurde.<ref>[http://www.maennergesangverein-norden.de/chronik-3.html Chronik des Norder Männergesangverein], abgerufen am 10. Juni 2021</ref> Als Norden 1898 einen Anschluss an das [[Fernsprechnetz]] bekam, gehörte Behrends zu den ersten 25 Anschlussinhabern und hatte die Nummer 11.<ref>Rast, Friedemann (1987): 100 Jahre Onno Behrends, Norden, S. 18</ref>