Drei Schwestern: Unterschied zwischen den Versionen
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Mit dem Umzug der Stadtverwaltung in das neue, bis heute als solches genutzte [[Rathaus]] im Herbst 1883 erwarb die Stadt auch die Dritte Schwester. Der hintere, untere Teile wurde der [[Polizei Norden|Polizei]] als Dienstsitz zur Verfügung gestellt, deren Umzug vom [[Wachthaus (Norden)|Wachthaus am Marktplatz]] zeitnah erfolgte.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2010): Die Polizei und ihre Geschichte(n), in: Heim und Herd vom 20. Oktober 2018, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 37-40</ref> Räumlichkeiten hinter der Dritten Schwester wurden ab etwa 1886 auch als [[Spritzenhaus (Am Markt)|Spritzenhaus]] für die [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]] genutzt. Die übrigen Räume wurden vermietet. In einer dieser vermieteten Wohnungen lebte der Polizeisergeant Hinrich Bohlken mit seiner Familie, sein mittelbarer Nachbar war der Polizeisergeant Frank oder Fritz Leopold. Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts war die Bezeichnung ''Sergeant'' der zweitunterste Dienstgrad. Er war Vorgesetzter der [[Polizeidiener|''Polizeidiener'']], stand jedoch noch unter den ''Wachtmeistern''.<ref name=":0" /> Bis zu ihrem Umzug im Oktober 1945 in den [[Engenahof]] blieb die Norder Polizei hier ansässig. | Mit dem Umzug der Stadtverwaltung in das neue, bis heute als solches genutzte [[Rathaus]] im Herbst 1883 erwarb die Stadt auch die Dritte Schwester. Der hintere, untere Teile wurde der [[Polizei Norden|Polizei]] als Dienstsitz zur Verfügung gestellt, deren Umzug vom [[Wachthaus (Norden)|Wachthaus am Marktplatz]] zeitnah erfolgte.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2010): Die Polizei und ihre Geschichte(n), in: Heim und Herd vom 20. Oktober 2018, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 37-40</ref> Räumlichkeiten hinter der Dritten Schwester wurden ab etwa 1886 auch als [[Spritzenhaus (Am Markt)|Spritzenhaus]] für die [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]] genutzt. Die übrigen Räume wurden vermietet. In einer dieser vermieteten Wohnungen lebte der Polizeisergeant Hinrich Bohlken mit seiner Familie, sein mittelbarer Nachbar war der Polizeisergeant Frank oder Fritz Leopold. Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts war die Bezeichnung ''Sergeant'' der zweitunterste Dienstgrad. Er war Vorgesetzter der [[Polizeidiener|''Polizeidiener'']], stand jedoch noch unter den ''Wachtmeistern''.<ref name=":0" /> Bis zu ihrem Umzug im Oktober 1945 in den [[Engenahof]] blieb die Norder Polizei hier ansässig. | ||
Der rechte Bau (mit der Hausnummer 14) beherbergte ab 1948/1949 das ''[[Volksbildungswerk]]'' und wurde 1963 für den Bau eines Parkplatzes abgebrochen, was leider dem [[Altstadtsanierung|damaligen Zeitgeist]] geschuldet war. Sein Giebel wurde im Jahre 1991 anhand von alten Fotografien rekonstruiert.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 74</ref> Die Arbeiten wurden im September des Jahres abgeschlossen.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 48</ref> Die beiden anderen Schwestern sind originalgetreu erhalten, was in erster Linie seinen früheren Besitzer, dem Schlachtermeister Campen, zu verdanken ist.<ref name=":3" /> | Der rechte Bau (mit der Hausnummer 14) beherbergte ab 1948/1949 das ''[[Volksbildungswerk]]'' und wurde 1963 für den Bau eines Parkplatzes abgebrochen, was leider dem [[Altstadtsanierung|damaligen Zeitgeist]] geschuldet war. Sein Giebel wurde im Jahre 1991 anhand von alten Fotografien rekonstruiert.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 74</ref> Die Arbeiten wurden im September des Jahres abgeschlossen.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 48</ref> Die beiden anderen Schwestern sind originalgetreu erhalten, was in erster Linie seinen früheren Besitzer, dem [[Henry Campen|Schlachtermeister Campen]], zu verdanken ist.<ref name=":3" /> | ||
Heute werden die linke und mittlere Schwester für gewerbliche Zwecke genutzt. So befand sich in der linken beispielsweise seit 2003 der Fahradhandel ''De Fietsenmoaker'' (niederdeutsch für: ''Der Fahrradmacher''), der im Januar 2022 in das Haus [[Neuer Weg 73]] umzog. Die rechte Schwester beherbergte nach ihrem Wiederaufbau ursprünglich das städtische Fremdenverkehrsbüro, heute eine Hospizgruppe sowie eine Außenstelle der ''Ostfriesen Zeitung''. | Heute werden die linke und mittlere Schwester für gewerbliche Zwecke genutzt. So befand sich in der linken beispielsweise seit 2003 der Fahradhandel ''De Fietsenmoaker'' (niederdeutsch für: ''Der Fahrradmacher''), der im Januar 2022 in das Haus [[Neuer Weg 73]] umzog. Die rechte Schwester beherbergte nach ihrem Wiederaufbau ursprünglich das städtische Fremdenverkehrsbüro, heute eine Hospizgruppe sowie eine Außenstelle der ''Ostfriesen Zeitung''. | ||