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Sehr für den Aufbau der Schule setzte sich auch Bürgermeister [[Johann Taaks|Johann Hillern Taaks]] ein, der beim Ministerium auch darauf hinwies, dass Norden mit einem [[Ulrichsgymnasium|Gymnasium]] und einer [[Höhere Töchterschule|Höheren Töchterschule]] über genügend studierte Lehrkräfte verfügte.<ref name=":4">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 248</ref> Dazu kämen weitere vorgebildete Lehrkräfte der [[Gewerbeschule]].<ref name=":0" /><ref name=":4" /> Natürlich gab es auch [[Liste der Schulen im Stadtgebiet|weitere Schulen]], doch waren die Lehrer dort in der Regel nicht akademisch, sondern höchstens in Seminaren vorgebildet. Diese Lehrkräfte bezeichnete man als ''Schulmeister''.
Sehr für den Aufbau der Schule setzte sich auch Bürgermeister [[Johann Taaks|Johann Hillern Taaks]] ein, der beim Ministerium auch darauf hinwies, dass Norden mit einem [[Ulrichsgymnasium|Gymnasium]] und einer [[Höhere Töchterschule|Höheren Töchterschule]] über genügend studierte Lehrkräfte verfügte.<ref name=":4">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 248</ref> Dazu kämen weitere vorgebildete Lehrkräfte der [[Gewerbeschule]].<ref name=":0" /><ref name=":4" /> Natürlich gab es auch [[Liste der Schulen im Stadtgebiet|weitere Schulen]], doch waren die Lehrer dort in der Regel nicht akademisch, sondern höchstens in Seminaren vorgebildet. Diese Lehrkräfte bezeichnete man als ''Schulmeister''.


Am 1. Oktober 1875 begann für die nun ''Landwirtschaftliche Winterschule'' genannte Schule schließlich der Schulbetrieb. Mangels eigener Räumlichkeiten fand der Unterricht in den ersten Jahren noch im [[Ulrichsgymnasium]] statt.<ref name=":0" /> Unterstützt wurde das Vorhaben finanziell auch vom Landwirtschaftlichen Hauptverein und der Ostfriesischen Landschaft.<ref name=":1">[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Wegner.pdf Henninger, Wolfgang (2001): Ostfriesische Landschaft. Biographie des Adolf Wegner], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Erster Schuldirektor wurde [[Adolf Wegner]], noch bevor dieser sein eigenes Studium offiziell abgeschlossen hatte. Er hatte zunächst im Winter angehende Landwirte zu unterrichten und im Sommer als Wanderlehrer bei den Zweigvereinen zu arbeiten. Der Fachunterricht umschloss Tierkunde, Zuchtlehre, Tierheilkunde, Pflanzen- und Bodenkunde, Betriebslehre und Buchführung, Wiesenbau und Drainagen, Gartenbau und Obstkultur.<ref name=":1" /> Weitere Lehrkräfte waren der aus Wetzlar stammende [[Hermann Jungk]], der seinerzeit Direktor der [[Höhere Töchterschule|Höheren Töchterschule]] war, der Veterinärarzt Voß, der Humanmediziner Dr. Hoppe sowie der als Privatlehrer tätige [[Heinrich Eggers|Dr. phil. Heinrich Eggers]]. Als Kuratorium fungierten namhafte Persönlichkeiten wie der Lütetsburger Graf von Innhausen und Knyphausen, der Gutsbesitzer [[Sicco Theodor van Hülst]] und Bürgermeister [[Johann Taaks|Johann Hillern Taaks]].<ref name=":5">Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 141</ref>
Am 1. Oktober 1875 begann für die nun ''Landwirtschaftliche Winterschule'' genannte Schule schließlich der Schulbetrieb. Mangels eigener Räumlichkeiten fand der Unterricht in den ersten Jahren noch im [[Ulrichsgymnasium]] statt.<ref name=":0" /> Unterstützt wurde das Vorhaben finanziell auch vom ''Landwirtschaftlichen Hauptverein für Ostfriesland'' und der Ostfriesischen Landschaft.<ref name=":1">[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Wegner.pdf Henninger, Wolfgang (2001): Ostfriesische Landschaft. Biographie des Adolf Wegner], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Erster Schuldirektor wurde [[Adolf Wegner]], noch bevor dieser sein eigenes Studium offiziell abgeschlossen hatte. Er hatte zunächst im Winter angehende Landwirte zu unterrichten und im Sommer als Wanderlehrer bei den Zweigvereinen zu arbeiten. Der Fachunterricht umschloss Tierkunde, Zuchtlehre, Tierheilkunde, Pflanzen- und Bodenkunde, Betriebslehre und Buchführung, Wiesenbau und Drainagen, Gartenbau und Obstkultur.<ref name=":1" /> Weitere Lehrkräfte waren der aus Wetzlar stammende [[Hermann Jungk]], der seinerzeit Direktor der [[Höhere Töchterschule|Höheren Töchterschule]] war, der Veterinärarzt Voß, der Humanmediziner Dr. Hoppe sowie der als Privatlehrer tätige [[Heinrich Eggers|Dr. phil. Heinrich Eggers]]. Als Kuratorium fungierten namhafte Persönlichkeiten wie der Lütetsburger Graf von Innhausen und Knyphausen, der Gutsbesitzer [[Sicco Theodor van Hülst]] und Bürgermeister [[Johann Taaks|Johann Hillern Taaks]].<ref name=":5">Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 141</ref>


Ab 1879 verfügte die Schule schließlich über ein eigenes Gebäude, nachdem [[Jan ten Doornkaat Koolman (1815)|Jan ten Doornkaat Koolman II.]] gemeinsam mit Bürgermeister Taaks und weiteren Norder Persönlichkeiten das ehemals fürstliche Haus [[Zur Blauen Pforte|''Zur Blauen Pforte'']] erwarb und das bis dahin freistehende Grundstücks links davon der Schule vermachte. Nachfolgend wurde hier mit Unterstützung der [[Molkereigenossenschaft Norden|Molkereigenossenschaft]] und des [[Landwirtschaftlicher Hauptverein|Landwirtschaftlichen Hauptvereins]] für 37.100 Mark das bis heute bestehende Gebäude errichtet.<ref name=":0" /><ref name=":5" /> In Erinnerung an diese große Schenkung benannte die [[Stadt Norden]] 100 Jahre später den angrenzenden [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]] nach ihm.
Ab 1879 verfügte die Schule schließlich über ein eigenes Gebäude, nachdem [[Jan ten Doornkaat Koolman (1815)|Jan ten Doornkaat Koolman II.]] gemeinsam mit Bürgermeister Taaks und weiteren Norder Persönlichkeiten das ehemals fürstliche Haus [[Zur Blauen Pforte|''Zur Blauen Pforte'']] erwarb und das bis dahin freistehende Grundstücks links davon der Schule vermachte. Nachfolgend wurde hier mit Unterstützung der [[Molkereigenossenschaft Norden|Molkereigenossenschaft]] und des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für 37.100 Mark das bis heute bestehende Gebäude errichtet.<ref name=":0" /><ref name=":5" /> In Erinnerung an diese große Schenkung benannte die [[Stadt Norden]] 100 Jahre später den angrenzenden [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]] nach ihm.


Der Baubeginn hatte sich aufgrund der fehlenden Zustimmung der königlich-preußischen Behörden in Berlin einige Zeit verzögert, am 19. Januar 1880 konnte Bürgermeister Taaks die nun so genannte Ackerbauschule dann schließlich einweihen und ihrer Bestimmung übergeben.<ref name=":5" />
Der Baubeginn hatte sich aufgrund der fehlenden Zustimmung der königlich-preußischen Behörden in Berlin einige Zeit verzögert, am 19. Januar 1880 konnte Bürgermeister Taaks die nun so genannte Ackerbauschule dann schließlich einweihen und ihrer Bestimmung übergeben.<ref name=":5" />