Osterburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Am 15. September 1849 sowie am 12. Juni 1850 erwarb die Firma ''[[Julius Meyer]] & Co.'' das Osterhaus samt einem Großteil des Grundstücks von dessen Witwe [[Reinste Ayßen Heilmann|Reinste Ayßen Heilmann, geb. Uken]] und gründete hier die [[Eisenhütte]].<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Zu dieser Zeit umfasste das Anwesen noch einen rückwärtigen Anbau mit Scheune.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 111</ref> Die Osterburg wurde beim Bau der Eisenhütte mit im Gebäudekomplex eingebaut, die übrigen Ländereien wurden zum Großteil an die Firma [[Doornkaat]] veräußert, die die Flächen zunächst als Weideland nutzten.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 26</ref> Die beim Brennen anfallende Schlempe wurde seinerzeit als Mastfutter verwendet. | Am 15. September 1849 sowie am 12. Juni 1850 erwarb die Firma ''[[Julius Meyer]] & Co.'' das Osterhaus samt einem Großteil des Grundstücks von dessen Witwe [[Reinste Ayßen Heilmann|Reinste Ayßen Heilmann, geb. Uken]] und gründete hier die [[Eisenhütte]].<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Zu dieser Zeit umfasste das Anwesen noch einen rückwärtigen Anbau mit Scheune.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 111</ref> Die Osterburg wurde beim Bau der Eisenhütte mit im Gebäudekomplex eingebaut, die übrigen Ländereien wurden zum Großteil an die Firma [[Doornkaat]] veräußert, die die Flächen zunächst als Weideland nutzten.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 26</ref> Die beim Brennen anfallende Schlempe wurde seinerzeit als Mastfutter verwendet. | ||
Beim ihrem Abriss im Jahr 1969 wurde die historische Osterburg mit abgebrochen, da dem Denkmalschutz zu dieser Zeit leider noch keinerlei Bedeutung beigemessen wurde. Bis dahin befand sich das Gebäude in einem erstaunlich guten Zustand. | Durch den Ausbau der Eisenhütte verlor die Osterburg endgültig ihr bisheriges Aussehen. Werkleute der Schleiferei, Vernickelei und Tischlerei machten sich in dem altehrwürdigen Gebäude breit und der ''frische Wind der Industrialisierung'' fegte die abgestorbene Pracht vergangener Jahrhunderte fort. Die alte Gulfscheune musste einer neuen Produktionshalle weichen, bei der die alten Balken der Scheune eine neue Verwendung fanden. Der Anbau der Osterburg wurde aufgestockt und mit einem Mansarddach versehen. Zumindest um die ansonsten verlorengegangenen Wappen machte sich der Werksleiter Sorge und platzierte sie gut sichtbar an anderer Stelle.<ref name=":2">Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 102</ref> | ||
Beim ihrem Abriss im Jahr 1969 wurde die historische Osterburg mit abgebrochen, da dem Denkmalschutz zu dieser Zeit leider noch keinerlei Bedeutung beigemessen wurde. Bis dahin befand sich das Gebäude in einem erstaunlich guten Zustand. Die alten, am Mauerwerk angebrachten Wappen, befinden sich heute im [[Heimatmuseum]].<ref name=":2" /> | |||
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