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Mit dem Bau der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] wurde der Schiffsverkehr zu bestimmten Zeiten durch die Eisenbahnbrücke über den Kanal nahe der [[Ölmühle]] eingeschränkt.''<ref name=":0">[http://runne.net/rudolf.folkerts/bahnstrecke_norden.html Daten zur Eisenbahnverbindung nach Norden / Norddeich und Sande], abgerufen am 1. Juni 2021</ref>'' Gänzlich zum Erliegen kam der Torftransport über den Fehnkanal allerdings erst 1947.<ref>Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 41</ref> Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde immer weniger Torf als Brennmaterial ersetzt, da Kohle, die über bessere Brenneigenschaften verfügte, immer leichter und günstiger verfügbar wurde.
Mit dem Bau der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] wurde der Schiffsverkehr zu bestimmten Zeiten durch die Eisenbahnbrücke über den Kanal nahe der [[Ölmühle]] eingeschränkt.''<ref name=":0">[http://runne.net/rudolf.folkerts/bahnstrecke_norden.html Daten zur Eisenbahnverbindung nach Norden / Norddeich und Sande], abgerufen am 1. Juni 2021</ref>'' Gänzlich zum Erliegen kam der Torftransport über den Fehnkanal allerdings erst 1947.<ref>Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 41</ref> Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde immer weniger Torf als Brennmaterial ersetzt, da Kohle, die über bessere Brenneigenschaften verfügte, immer leichter und günstiger verfügbar wurde.


Heute ist der Berumerfehnkanal längst kein Transportweg mehr, sondern dient lediglich zur Entwässerung. Auch fließt er nicht mehr in das [[Norder Tief|Norder Galgentief]], sondern endet infolge zunehmender Verlandung seit den 1960er Jahren in [[Bargebur]] als Stichkanal, der dort auch ''Moortief'' genannt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 97</ref> Dieser Namen entstand, da der Kanal in [[Süderneuland II]] durch die moorigen Gebiete am ''Tidofelder Holz'' (Wald an der Bundesstraße; Gemeinde Lütetsburg) fließt, die sich bis [[Bargebur]] erstreckten. Das Moortief erstreckte sich von dort bis zum Hafen.<ref name=":2">Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 163</ref>
Heute ist der Berumerfehnkanal längst kein Transportweg mehr, sondern dient lediglich zur Entwässerung. Auch fließt er nicht mehr in das [[Norder Tief|Norder Galgentief]], sondern endet infolge zunehmender Verlandung seit den 1960er Jahren in [[Bargebur]] als Stichkanal, der dort auch ''Moortief'' genannt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 97</ref> Dieser Namen entstand, da der Kanal in [[Süderneuland II]] durch die moorigen Gebiete am ''Tidofelder Holz'' (Wald an der Bundesstraße; Gemeinde Lütetsburg) fließt, die sich bis [[Bargebur]] erstreckten. Das Moortief erstreckte sich von dort bis zum Hafen und endete am [[Torfhafen]].<ref name=":2">Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 163</ref>


Die Entwässerung erfolgt seit 1972 über das [[Addinggaster Tief]], nachdem der [[Entwässerungsverband Norden|Entwässerungsverband]] den Kanal 1966 erwarb und das Wasserwirtschaftsamt in Aurich 1968 bis 1972 ausbauen ließ.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 245</ref> Der frühere Wasserverlauf in Bargebur ist nicht mehr erkennbar, jedoch auf der Karte oben rechts nachgezeichnet. Der Fehnkanal gleicht mittlerweile in weiten Teilen nur noch einem normalen Wassergräben, da er seine ursprüngliche Breite, vor allem entlang der [[Bundesstraße]] und im innerstädtischen Bereich, weitestgehend durch Verlandung und Baumaßnahmen eingebüßt hat. Seine einstige Breite lässt sich jedoch noch gut entlang des Treidelpfads in Halbemond erkennen, wo er unmittelbar am ''Motodrom'' des [[Motorsportclub Norden|Norder Motorsportclubs]] entlangführt.
Die Entwässerung erfolgt seit 1972 über das [[Addinggaster Tief]], nachdem der [[Entwässerungsverband Norden|Entwässerungsverband]] den Kanal 1966 erwarb und das Wasserwirtschaftsamt in Aurich ihn von 1968 bis 1972 ausbauen ließ.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 245</ref> Der frühere Wasserverlauf in Bargebur ist nicht mehr erkennbar, jedoch auf der Karte oben rechts nachgezeichnet. Der Fehnkanal gleicht mittlerweile in weiten Teilen nur noch einem normalen Wassergräben, da er seine ursprüngliche Breite, vor allem entlang der [[Bundesstraße]] und im innerstädtischen Bereich, weitestgehend durch Verlandung und Baumaßnahmen eingebüßt hat. Seine einstige Breite lässt sich jedoch noch gut entlang des Treidelpfads in Halbemond erkennen, wo er unmittelbar am ''Motodrom'' des [[Motorsportclub Norden|Norder Motorsportclubs]] entlangführt.


==Historische Brücken==
==Historische Brücken==