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Der südliche Arm entspringt aus dem östlichen Arm des [[Berumerfehnkanal|Berumerfehnkanals]] und mündet in das [[Norder Tief]]. Der nördliche Arm entspringt sowohl beim [[Diekschloot]] als auch aus dem südlichen Arm. Er nimmt damit eine Doppelrolle ein. Der dritte Arm entspringt bei Berumerfehn und mündet ebenfalls in den südlichen Arm. Alle drei Hauptarme neben in ihrem Verlauf mehrere weitere Entwässerungsgräben auf. Das Addinggaster Tief ist damit einer der bedeutendsten [[Schloot|Entwässerungsgräben]] für Norden und das Umland.  
Der südliche Arm entspringt aus dem östlichen Arm des [[Berumerfehnkanal|Berumerfehnkanals]] und mündet in das [[Norder Tief]]. Der nördliche Arm entspringt sowohl beim [[Diekschloot]] als auch aus dem südlichen Arm. Er nimmt damit eine Doppelrolle ein. Der dritte Arm entspringt bei Berumerfehn und mündet ebenfalls in den südlichen Arm. Alle drei Hauptarme neben in ihrem Verlauf mehrere weitere Entwässerungsgräben auf. Das Addinggaster Tief ist damit einer der bedeutendsten [[Schloot|Entwässerungsgräben]] für Norden und das Umland.  


Das Tief ist weitestgehend künstlichen Ursprungs. Seine Anlage fällt wohl in den Zeitraum der Erschließung des [[Süderneuland|Süderneulands]] ab der Mitte des 16. Jahrhunderts. Im Laufe der Zeit wurde sein Verlauf mehrfach geändert und vor allem begradigt.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Der südliche Arm ist erst in den 1950er Jahren entstanden. Seit dem 18. Jahrhundert bis in das 20. Jahrhundert wurde es auch mit (kleinen) Schiffen und Kähnen befahren.<ref>Rack, Eberhard (1982): Up Leegemoors Wohlfahrt, Norden, S. 25</ref> Einer der Hauptnutzer war die [[Norder Fehngesellschaft]], die auch den Unterhalt des [[Leysander Siel|Leysander Siels]] gewährleistete.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 234</ref>
Das Tief ist weitestgehend künstlichen Ursprungs. Seine Anlage fällt wohl in den Zeitraum der Erschließung des [[Süderneuland|Süderneulands]] ab der Mitte des 16. Jahrhunderts. Im Laufe der Zeit wurde sein Verlauf mehrfach geändert und vor allem begradigt.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Seit dem 18. Jahrhundert bis in das 20. Jahrhundert wurde es auch mit (kleinen) Schiffen und Kähnen befahren.<ref>Rack, Eberhard (1982): Up Leegemoors Wohlfahrt, Norden, S. 25</ref> Einer der Hauptnutzer war die [[Norder Fehngesellschaft]], die auch den Unterhalt des [[Leysander Siel|Leysander Siels]] gewährleistete.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 234</ref> Der südliche, von Ost nach West verlaufende Arm ist erst zwischen 1968 und 1972, nachdem der Fehnkanal vom Entwässerungsverband übernommen wurde, entstanden. Der Verband wollte den Kanal als sogenannter Vorfluter nutzen und leitete ihn daher direkt in das Norder Tief ab. Der frühere, nördliche Arm des Fehnkanals zum [[Norder Hafen]] wurde verfüllt.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 47</ref>


Als sogenanntes ''Gewässer 2. Ordnung'' wird das Tief vom [[Entwässerungsverband Norden]] unterhalten. Die Straße [[Am Addinggaster Tief]] hat ihren Namen aufgrund ihrer Lage am Addinggaster Tief erhalten.
Als sogenanntes ''Gewässer 2. Ordnung'' wird das Tief vom [[Entwässerungsverband Norden]] unterhalten. Die Straße [[Am Addinggaster Tief]] hat ihren Namen aufgrund ihrer Lage am Addinggaster Tief erhalten.