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Wegen Baumängeln fing das Gebäude bereits kurz nach der Fertigstellung an, durchzuhängen. Doch erst 1794 stellte man einen Bauantrag zur Reparatur, der Kostenvoranschlag belief sich auf 449 Reichstaler. Da dieser Betrag offenbar zu hoch war, entschloss man sich gegen eine Reparatur, sodass die Mängel 1799 beinahe zum Einsturz führten.<ref name=":1" /> Erst jetzt gab man eine Reparatur in Auftrag, das alte Gewölbe wurde daraufhin abgebrochen und erneuert. 1806 wurden schließlich auch die abgängigen Sieltore ersetzt, obwohl diese bereits ein oder zwei Jahre vorher bestellt wurden.<ref name=":1" /><ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 170</ref>
Wegen Baumängeln fing das Gebäude bereits kurz nach der Fertigstellung an, durchzuhängen. Doch erst 1794 stellte man einen Bauantrag zur Reparatur, der Kostenvoranschlag belief sich auf 449 Reichstaler. Da dieser Betrag offenbar zu hoch war, entschloss man sich gegen eine Reparatur, sodass die Mängel 1799 beinahe zum Einsturz führten.<ref name=":1" /> Erst jetzt gab man eine Reparatur in Auftrag, das alte Gewölbe wurde daraufhin abgebrochen und erneuert. 1806 wurden schließlich auch die abgängigen Sieltore ersetzt, obwohl diese bereits ein oder zwei Jahre vorher bestellt wurden.<ref name=":1" /><ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 170</ref>


Bereits ab 1818 verlor das Fridericussiel weitestgehend seine Bedeutung für die Entwässerung des Süderneulands, nachdem die [[Norder Fehngesellschaft]] den [[Berumerfehnkanal|Fehnkanal]] erbaute und das [[Addinggaster Tief]] auch in diesen Kanal und dadurch in das Norder Tief entwässern konnte. Die Fehngesellschaft musste dafür der [[Sielacht]] eine neue Ausmündung ihres Tiefs schaffen.<ref>Janssen, Theodor (1967): Gewässerkunde Ostfrieslands, Aurich, S. 133</ref> Seit 1929 wird ein Großteil des städtischen Wassers über das [[Leybuchtsiel]] sowie ab 1991 durch das [[Leysiel]] entwässert.
Bereits ab 1818 verlor das Fridericussiel weitestgehend seine Bedeutung für die Entwässerung des Süderneulands. Nachdem die [[Norder Fehngesellschaft]] gegen Ende des 18. Jahrhunderts den [[Berumerfehnkanal|Fehnkanal]] erbaute, nahm die Wassermenge am [[Großes Norder Siel|Großen Norder Siel]] zu, sodass die zuständige [[Sielacht]] verlangte, dass die Fehngesellschaft einen Kanal zum Fridericussiel zu graben hatte, damit der Fehnkanal dorthin entwässern könne. Später errichtete die Gesellschaft einen Nebenarm vom Fehnkanal zum [[Addinggaster Tief]].<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 34</ref> Die Fehngesellschaft musste dafür der [[Sielacht]] eine neue Ausmündung ihres Tiefs schaffen.<ref>Janssen, Theodor (1967): Gewässerkunde Ostfrieslands, Aurich, S. 133</ref> Seit 1929 wird der Großteil des städtischen Wassers schließlich über das [[Leybuchtsiel]] sowie ab 1991 durch das [[Leysiel]] entwässert.


Aufgrund starker Baufälligkeit wurde die Überwegung über das Siel ab 2015 für breite Kraftfahrzeuge durch Baumaßnahmen verengt, ohne seine Substanz anzugehen. Eine Sanierung ist dringend erforderlich, scheitert jedoch bis heute an den nicht unerheblichen Kosten. Hinzu kommen bauliche Schwierigkeiten aufgrund des Denkmalschutzes.
Aufgrund starker Baufälligkeit wurde die Überwegung über das Siel ab 2015 für breite Kraftfahrzeuge durch Baumaßnahmen verengt, ohne seine Substanz anzugehen. Eine Sanierung ist dringend erforderlich, scheitert jedoch bis heute an den nicht unerheblichen Kosten. Hinzu kommen bauliche Schwierigkeiten aufgrund des Denkmalschutzes.