Zweites Siel: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Zweite Siel''' (auch: ''Zweites Norder Siel;'' seit 1756: ''Großes Norder Siel'') war der Nachfolgebau des weiter nördlich liegenden [[Erstes Siel|Ersten Siels]]. Es entstand im Zuge der Bauarbeiten zum [[Norder Hafen]]. | Das '''Zweite Siel''' (auch: ''Zweites Norder Siel;'' seit 1756: ''Großes Norder Siel'') war der Nachfolgebau des weiter nördlich liegenden [[Erstes Siel|Ersten Siels]]. Es entstand im Zuge der Bauarbeiten zum [[Norder Hafen]] und wurde 1932 abgebrochen. Heute erinnert noch der steinerner Oberbau entlang der [[Neue Mühlenbrücke|Neuen Mühlenbrücke]] an das einst ebenso stolze wie wichtige Siel. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
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In dem seinerzeit eigens errichteten [[Sieltorhaus]] befand sich damals nicht nur die Hafenmeisterei, hier wurden auch die (hölzernen) Ersatzsieltore gelagert.<ref>Stöver Christof (2000): Menschen und Geschichten um den Norder Hafen, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, 2. Juni 2000, S. 17-20</ref> Nachdem über Jahrhunderte Sturmfluten und Versandungen die aus Holz erbauten Siele immer wieder zerstörten, baute man 1756 bis 1757 zum ersten Mal einen Siel aus Stein.<ref name=":0" /><ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 328</ref> Um dieses vor Beschädigungen durch losgerissene Schiffe zu schützen, legte man einen waagerechten Balken, den sogenannten ''Störmpaal'' (Sturmpfahl) vor die Tore.<ref>Klaffke, Hermann (2005): Küstenbadeort Norden-Norddeich, Erfurt, S. 47</ref> Dieser war ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, die von hier aus dem Treiben am Hafen zusahen.<ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 15</ref> | In dem seinerzeit eigens errichteten [[Sieltorhaus]] befand sich damals nicht nur die Hafenmeisterei, hier wurden auch die (hölzernen) Ersatzsieltore gelagert.<ref>Stöver Christof (2000): Menschen und Geschichten um den Norder Hafen, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, 2. Juni 2000, S. 17-20</ref> Nachdem über Jahrhunderte Sturmfluten und Versandungen die aus Holz erbauten Siele immer wieder zerstörten, baute man 1756 bis 1757 zum ersten Mal einen Siel aus Stein.<ref name=":0" /><ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 328</ref> Um dieses vor Beschädigungen durch losgerissene Schiffe zu schützen, legte man einen waagerechten Balken, den sogenannten ''Störmpaal'' (Sturmpfahl) vor die Tore.<ref>Klaffke, Hermann (2005): Küstenbadeort Norden-Norddeich, Erfurt, S. 47</ref> Dieser war ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, die von hier aus dem Treiben am Hafen zusahen.<ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 15</ref> | ||
Wesentliche Teil des Siels wurden erst 1931 abgerissen, nachdem es durch den Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahre 1929 seine Bedeutung verlor.<ref name=":0" /><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 44</ref> Am Norder Hafen befinden sich jedoch bis heute noch Überbleibsel des Oberbaus als Denkmal. | Wesentliche Teil des Siels wurden erst 1931 abgerissen, nachdem es durch den Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahre 1929 seine Bedeutung verlor.<ref name=":0" /><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 44</ref> Die Überbleibsel wurden bis 1932 abgetragen.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 20</ref> Am Norder Hafen befinden sich jedoch bis heute noch Überbleibsel des steinernen Oberbaus als Denkmal. | ||
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