Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 16: Zeile 16:
|-
|-
|Entstehungszeit
|Entstehungszeit
|1566 - 1567 (1851)
|1566-1567 (1851)
|-
|-
|Erbauer
|Erbauer
Zeile 56: Zeile 56:


===Vollgymnasium===
===Vollgymnasium===
Unter [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] wurde die Schule 1631 dann zu einem ''Paedagogium illustre'' erhoben und erhielt den Namen ''Schola Ulriciana'' (Ulrichsschule). Sie wurde damit zu einem Vollgymnasium, einem ''echten'' Gymnasium. Ab sofort war hier der Erwerb der Hochschulreife (Abitur) möglich. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Schule acht Klassen und acht Lehrer. Gleichzeitig ließ er das zwischenzeitlich durch Kriege und Naturgewalten stark heruntergekommene Gebäude grundlegend erneuern und finanzierte es aus einem von ihm geschaffenen Stiftungsvermögen. Die auf Dauer angelegte und sehr größzügige Unterstützung bildete den Grundstock für die weitere Entwicklung der ''Ulrichsschule''. Aus der gräflichen Schenkungsurkunde, datiert auf den 21. August 1631, geht hervor, dass die Vorstellungen von Ulrich II. durchaus konkrete Züge annahmen. Er legte Unterrichtsziele fest und dass minderbemittelte Schüler (minderbemittelt im Sinne von ''wenig vermögend'') für wenig Geld Anspruch auf einen Mittagstisch (''Mensa'') und im Bedarfsfall eine Unterkunft hätten. Das Original der sowohl auf Latein als auch in deutscher Sprache verfassten Urkunde befindet sich heute im Staatsarchiv in Aurich.<ref>StAA, Rep. 135, Nr. 15</ref> Aus anderen Unterlagen geht hervor, dass die Kinder für Kost und Logis im [[Weinhaus]] untergebracht waren. Bereits 1630 ordnete Ulrich II. an, dass zum besseren Unterhalt der Kirchen und Schulen sowie deren Bediensteten alle öffentlichen Versteigerungen (sogenannte ''Kerttz-Käufe'') wie auch alle bürgerlichen Zusammenkünfte im nahegelegenen Weinhaus stattzufinden haben.<ref name=":3" />
Unter [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] wurde die Schule 1631 dann zu einem ''Paedagogium illustre'' erhoben und erhielt den Namen ''Schola Ulriciana'' (Ulrichsschule). Sie wurde damit zu einem Vollgymnasium, einem ''echten'' Gymnasium. Ab sofort war hier der Erwerb der Hochschulreife (Abitur) möglich. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Schule acht Klassen und acht Lehrer. Gleichzeitig ließ er das zwischenzeitlich durch Kriege und Naturgewalten stark heruntergekommene Gebäude grundlegend erneuern und finanzierte es aus einem von ihm geschaffenen Stiftungsvermögen. Die auf Dauer angelegte und sehr größzügige Unterstützung bildete den Grundstock für die weitere Entwicklung der ''Ulrichsschule''. Aus der gräflichen Schenkungsurkunde, datiert auf den 21. August 1631, geht hervor, dass die Vorstellungen von Ulrich II. durchaus konkrete Züge annahmen. Er legte Unterrichtsziele fest und dass minderbemittelte Schüler (minderbemittelt im Sinne von ''wenig vermögend'') für wenig Geld Anspruch auf einen Mittagstisch (''Mensa'') und im Bedarfsfall eine Unterkunft hätten. Das Original der sowohl auf Latein als auch in deutscher Sprache verfassten Urkunde befindet sich heute im Staatsarchiv in Aurich.<ref>StAA, Rep. 135, Nr. 15</ref> Aus anderen Unterlagen geht hervor, dass die Kinder für Kost und Logis im [[Weinhaus]] untergebracht waren. Bereits 1630 ordnete Ulrich II. an, dass zum besseren Unterhalt der Kirchen und Schulen sowie deren Bediensteten alle öffentlichen Versteigerungen (sogenannte ''Kerttz-Käufe'') wie auch alle bürgerlichen Zusammenkünfte im nahegelegenen Weinhaus stattzufinden haben.<ref name=":3" />[[Datei:Hibbaeus Magnus 1638.JPG|mini|283x283px|Porträt des Schuldirektors [[Hibbaeus Magnus]] in der Zeit um 1638.]]Obgleich die Geschichte über [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] aufgrund seiner Verschwendungssucht und seinem Hang zu den süßen Seiten des Lebens ein eher mäßiges Bild zeichnet, setzte er sich auch in den Folgejahren geradezu vorbildlich für die nach ihm benannte Schule ein. Ein auf den 13. Juli 1639 datierter Kaufvertrag belegt, dass er für 300 Gulden 1 1/2 [[Gras|Grasen]] Land von der [[Leegemoorgesellschaft]] zugunsten der Schule erwarb.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 66</ref> Das Land ließ er verpachten und ihr den Erlös zukommen. Desweiteren sorgte er dafür, dass weitere Erlöse aus Verpachtungen an die Schule flossen, so etwa die Verpachtung von 19 [[Diemat]] Land des gräflichen Gut Folkershausen bei Esens und seit 1712 auch durch Ländereien in Dornum.<ref name=":3" />
 
Obgleich die Geschichte über [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] aufgrund seiner Verschwendungssucht und seinem Hang zu den süßen Seiten des Lebens ein eher mäßiges Bild zeichnet, setzte er sich auch in den Folgejahren geradezu vorbildlich für die nach ihm benannte Schule ein. Ein auf den 13. Juli 1639 datierter Kaufvertrag belegt, dass er für 300 Gulden 1 1/2 [[Gras|Grasen]] Land von der [[Leegemoorgesellschaft]] zugunsten der Schule erwarb.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 66</ref> Das Land ließ er verpachten und ihr den Erlös zukommen. Desweiteren sorgte er dafür, dass weitere Erlöse aus Verpachtungen an die Schule flossen, so etwa die Verpachtung von 19 [[Diemat]] Land des gräflichen Gut Folkershausen bei Esens und seit 1712 auch durch Ländereien in Dornum.<ref name=":3" />


Nachdem die Schülerzahlen aufgrund von Pestepidemien und kriegerischen Auseinandersetzungen wie innere Konflikte und dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] zurückgegangen waren, wurde die Schule 1666 kurzzeitig geschlossen, aber schon wenig später wiedereröffnet. Dennoch begann in dieser Zeit der Niedergang der Schule. Hatte sie 1631 noch vier Klassen mit vier Lehrern, von denen einer Kantor war, waren es 1666 zeitweilig nur noch drei Klassen, ohne dass sie damit den Rang einer Vollanstalt verlor. Der Tiefpunkt wurde zwischen 1750 und 1800 erreicht. In dieser Zeit schwankten die Schülerzahlen zwischen 14 und 34.<ref name=":1" /> Auch der für die notdürftigen Kinder zur Verfügung gestellte Mittagstisch wurde 1751 aus Kostengründen eingestellt.<ref name=":3" />
Nachdem die Schülerzahlen aufgrund von Pestepidemien und kriegerischen Auseinandersetzungen wie innere Konflikte und dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] zurückgegangen waren, wurde die Schule 1666 kurzzeitig geschlossen, aber schon wenig später wiedereröffnet. Dennoch begann in dieser Zeit der Niedergang der Schule. Hatte sie 1631 noch vier Klassen mit vier Lehrern, von denen einer Kantor war, waren es 1666 zeitweilig nur noch drei Klassen, ohne dass sie damit den Rang einer Vollanstalt verlor. Der Tiefpunkt wurde zwischen 1750 und 1800 erreicht. In dieser Zeit schwankten die Schülerzahlen zwischen 14 und 34.<ref name=":1" /> Auch der für die notdürftigen Kinder zur Verfügung gestellte Mittagstisch wurde 1751 aus Kostengründen eingestellt.<ref name=":3" />


===Progymnasium ===
===Progymnasium ===
[[Datei:Hibbaeus Magnus 1638.JPG|mini|283x283px|Porträt des Schuldirektors [[Hibbaeus Magnus]] in der Zeit um 1638.]]
1815 kam Ostfriesland nach der französischen Besatzung durch Napoleon an das Königreich Hannover (bis 1866). Die königliche Regierung entzog der Schule 1829 den Status eines Vollgymnasiums und wandelte es in ein Progymnasium, ein ''Untergymnasium'' um. Damit war der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife nicht mehr möglich.<ref name=":1" /> Eine ähnliche Statusaberkennung hatte es bereits unter der französischen Besatzung gegeben, als die Schule zur ''Sekundarschule'' erklärt wurde.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 83</ref> Durch den hannoverschen Erlass konnte das Gymnasium ihre Schüler nun nicht mehr an die Universitäten entlassen, sondern nur an ein ''Vollgymnasium''.<ref name=":4">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 87</ref>
1815 kam Ostfriesland nach der französischen Besatzung durch Napoleon an das Königreich Hannover (bis 1866). Die königliche Regierung entzog der Schule 1829 den Status eines Vollgymnasiums und wandelte es in ein Progymnasium, ein ''Untergymnasium'' um. Damit war der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife nicht mehr möglich.<ref name=":1" /> Eine ähnliche Statusaberkennung hatte es bereits unter der französischen Besatzung gegeben, als die Schule zur ''Sekundarschule'' erklärt wurde.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 83</ref> Durch den hannoverschen Erlass konnte das Gymnasium ihre Schüler nun nicht mehr an die Universitäten entlassen, sondern nur an ein ''Vollgymnasium''.<ref name=":4">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 87</ref>


Zeile 76: Zeile 73:


Noch in den 1920er Jahren war es üblich, dass die Schüler Schulmützen trugen, die unterschiedliche Bänder aufwiesen und jährlich wechselten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 108</ref> Seit 1928 war auch Mädchen das Ablegen der Reifeprüfung hier möglich, die dies bis dahin nur an der [[Gräfin-Theda-Schule]] konnten.<ref name=":1">[http://www.ug-norden.de/index.php/das-sind-wir/historisches-pressespiegel/historisches Internetseite des Ulrichsgymnasiums Norden], abgerufen am 15. April 2021</ref> Während die Schülerzahlen bis zum Zweiten Weltkrieg kontinuierlich stiegen, wurde die Anzahl der Pädagogen aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage der 1920er Jahre durch Zwangpensionierungen stark reduziert.<ref name=":0" />
Noch in den 1920er Jahren war es üblich, dass die Schüler Schulmützen trugen, die unterschiedliche Bänder aufwiesen und jährlich wechselten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 108</ref> Seit 1928 war auch Mädchen das Ablegen der Reifeprüfung hier möglich, die dies bis dahin nur an der [[Gräfin-Theda-Schule]] konnten.<ref name=":1">[http://www.ug-norden.de/index.php/das-sind-wir/historisches-pressespiegel/historisches Internetseite des Ulrichsgymnasiums Norden], abgerufen am 15. April 2021</ref> Während die Schülerzahlen bis zum Zweiten Weltkrieg kontinuierlich stiegen, wurde die Anzahl der Pädagogen aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage der 1920er Jahre durch Zwangpensionierungen stark reduziert.<ref name=":0" />
 
[[Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium Ulrichsschule 1884 (0135007) MZ.jpg|mini|Das 1851 errichtete Schulgebäude auf einer Zeichnung von 1884.]]
Im Jahr 1937 wurde das Ulrichsgymnasium in eine Oberschule umgewandelt. Damit wurde unter anderem ein gymnasialer Bildungsweg mit dem Schwerpunkten Mathematik und Naturwissenschaften eröffnet. Die traditionellen Fächer der humanistischen Bildung traten unter dem Einfluss des Nationalsozialismus in ihrer Bedeutung zurück. Der Religionsunterricht wurden abgeschafft, [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdische Schüler]] mussten die Schule verlassen. Bereits ein Jahr zuvor wurde der seit 1920 amtierende Schulleiter [[Harmannus Ites|Prof. Hermann Ites]] aus politischen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Ites.pdf Biographie des Harmannus Ites] in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Ostern 1939 verfügte das Ulrichsgymnasium über 10 Klassen mit 213 Schülern, die von insgesamt 15 Lehrern unterrichtet wurden. Im Herbst desselben Jahres erhielten alle Schüler der Jahrgangsstufe 8 ihr Abgangszeugnisse. Die meisten der Schüler mussten Kriegshilfsdienste verrichten, was so auch in ihren Zeugnissen vermerkt wurde. Die Kellerräume des Schulgebäudes wurden zu Luftschutzräumen umgebaut.<ref name=":2">Kaszemek, Hildegard (1967): Das Ulrichsgymnasium Norden von Ostern 1939 bis 1. Mai 1945. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 36f.</ref> Zwischen dem 1. April und dem 1. Juli 1940 wurden sieben Lehrkräfte zum Militärdienst einberufen, unter ihnen befand sich auch der Oberstudiendirektor Weidemann.
Im Jahr 1937 wurde das Ulrichsgymnasium in eine Oberschule umgewandelt. Damit wurde unter anderem ein gymnasialer Bildungsweg mit dem Schwerpunkten Mathematik und Naturwissenschaften eröffnet. Die traditionellen Fächer der humanistischen Bildung traten unter dem Einfluss des Nationalsozialismus in ihrer Bedeutung zurück. Der Religionsunterricht wurden abgeschafft, [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdische Schüler]] mussten die Schule verlassen. Bereits ein Jahr zuvor wurde der seit 1920 amtierende Schulleiter [[Harmannus Ites|Prof. Hermann Ites]] aus politischen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Ites.pdf Biographie des Harmannus Ites] in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Ostern 1939 verfügte das Ulrichsgymnasium über 10 Klassen mit 213 Schülern, die von insgesamt 15 Lehrern unterrichtet wurden. Im Herbst desselben Jahres erhielten alle Schüler der Jahrgangsstufe 8 ihr Abgangszeugnisse. Die meisten der Schüler mussten Kriegshilfsdienste verrichten, was so auch in ihren Zeugnissen vermerkt wurde. Die Kellerräume des Schulgebäudes wurden zu Luftschutzräumen umgebaut.<ref name=":2">Kaszemek, Hildegard (1967): Das Ulrichsgymnasium Norden von Ostern 1939 bis 1. Mai 1945. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 36f.</ref> Zwischen dem 1. April und dem 1. Juli 1940 wurden sieben Lehrkräfte zum Militärdienst einberufen, unter ihnen befand sich auch der Oberstudiendirektor Weidemann.


Zeile 83: Zeile 80:
Im Februar 1945 verfügte der Bremer Reichsverteidigungskommissar die Schließung aller Schulen im Weser-Ems-Gebiet. Im Zuge dieser Anordnung schloss auch das Ulrichsgymnasium Norden seine Pforten auf unbestimmte Zeit. Die Kohlenvorräte wurden konfisziert und in den Klassenräumen ein Marinelazarett eingerichtet. Für die Schüler der Klasse 6 fand der Unterricht im Sitzungssaal des [[Rathaus|Rathauses]] statt. Die Klassen 7 und 8 waren im Amtszimmer des Direktors untergebracht. Die Klassen 1 bis 5 wurden zweimal pro Woche ins Rathaus bestellt, um Hausaufgaben entgegenzunehmen.<ref name=":2" />
Im Februar 1945 verfügte der Bremer Reichsverteidigungskommissar die Schließung aller Schulen im Weser-Ems-Gebiet. Im Zuge dieser Anordnung schloss auch das Ulrichsgymnasium Norden seine Pforten auf unbestimmte Zeit. Die Kohlenvorräte wurden konfisziert und in den Klassenräumen ein Marinelazarett eingerichtet. Für die Schüler der Klasse 6 fand der Unterricht im Sitzungssaal des [[Rathaus|Rathauses]] statt. Die Klassen 7 und 8 waren im Amtszimmer des Direktors untergebracht. Die Klassen 1 bis 5 wurden zweimal pro Woche ins Rathaus bestellt, um Hausaufgaben entgegenzunehmen.<ref name=":2" />


===Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg===
===Entwicklung nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]===
Anfang Mai besetzen kanadische Streitkräfte die Stadt und nehmen sie kampflos ein. Das Marinelazarett im Ulrichsgymnasium wurde - vermutlich [[Vereinsheim (Kastanienallee)|in eine Baracke an der Kastanienallee]] - verlegt und die Räumlichkeiten des Schulgebäudes vom Armeestab der Besatzungstruppen belegt. Erst ab dem 2. Oktober 1945 wurde das Ulrichsgymnasium wieder als Schule genutzt. Zwischenzeitlich ruhte der Schulbetrieb.<ref name=":2" />
Anfang Mai besetzen kanadische Streitkräfte die Stadt und nehmen sie kampflos ein. Das Marinelazarett im Ulrichsgymnasium wurde - vermutlich [[Vereinsheim (Kastanienallee)|in eine Baracke an der Kastanienallee]] - verlegt und die Räumlichkeiten des Schulgebäudes vom Armeestab der Besatzungstruppen belegt. Erst ab dem 2. Oktober 1945 wurde das Ulrichsgymnasium wieder als Schule genutzt. Zwischenzeitlich ruhte der Schulbetrieb.<ref name=":2" />