Februarflut 1825: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Bereich des damaligen [[Amt Norden|Amtes Norden]] entstanden an den Deichen schwerste Schäden; insgesamt kam es hier zu 57 Deichbrüchen, dazu viele Kappstürze. Ebenso wurden Siele zerstört. Teilweise wurden auch die hinter den Sommerdeichen befindlichen Hauptdeiche schwer beschädigt oder zerstört. Besonders verheerend wirkte sich hierbei die zweite Tide am Vormittag des 4. Februars aus, die hier das Nachthochwasser teilweise an Höhe noch übertraf und die auf bereits völlig gefüllte [[Polder]] traf. Insgesamt kamen im Bereich des damaligen Amtes Norden 310 Menschen ums Leben. Dazu kamen sehr hohe Sachschäden sowie sehr hohe Viehverluste. Durchgehend fast völlig zerstört wurde der Sommerdeich zwischen [[Norddeich]] und Neßmersiel; auch der dahinter liegende Hauptdeich wurde zum Teil schwer beschädigt. Es kam hier zu Deichbrüchen. Lediglich der Deich vor dem Neßmersieler Osterpolder hielt den Fluten stand. Durch die Deichbrüche wurde auch Berum überflutet.<ref name=":0" /> | Im Bereich des damaligen [[Amt Norden|Amtes Norden]] entstanden an den Deichen schwerste Schäden; insgesamt kam es hier zu 57 Deichbrüchen, dazu viele Kappstürze. Ebenso wurden Siele zerstört. Teilweise wurden auch die hinter den Sommerdeichen befindlichen Hauptdeiche schwer beschädigt oder zerstört. Besonders verheerend wirkte sich hierbei die zweite Tide am Vormittag des 4. Februars aus, die hier das Nachthochwasser teilweise an Höhe noch übertraf und die auf bereits völlig gefüllte [[Polder]] traf. Insgesamt kamen im Bereich des damaligen Amtes Norden 310 Menschen ums Leben. Dazu kamen sehr hohe Sachschäden sowie sehr hohe Viehverluste. Durchgehend fast völlig zerstört wurde der Sommerdeich zwischen [[Norddeich]] und Neßmersiel; auch der dahinter liegende Hauptdeich wurde zum Teil schwer beschädigt. Es kam hier zu Deichbrüchen. Lediglich der Deich vor dem Neßmersieler Osterpolder hielt den Fluten stand. Durch die Deichbrüche wurde auch Berum überflutet.<ref name=":0" /> | ||
Durch den nun vielerorts vom Meerwasser versalzenen Boden waren viele landwirtschaftliche Flächen unbrauchbar geworden und die Ernten vernichten. Etliche Bauernhöfe mussten aufgegeben werden oder wurden versteigert und so neuen Besitzern zugesprochen.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 15</ref> | Durch den nun vielerorts vom Meerwasser versalzenen Boden waren viele landwirtschaftliche Flächen unbrauchbar geworden und die Ernten vernichten. Etliche Bauernhöfe mussten aufgegeben werden oder wurden versteigert und so neuen Besitzern zugesprochen.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 15</ref> In den [[Marsch|Marschgebieten]] sollen mehr als die Hälfte der Grundbesitzer ihre Höfe verloren haben, insbesondere auch, weil ihnen schon die stark gesunkenen Getreidepreise seit 1820 große Verluste beschert hatten.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 236f.</ref> | ||
==Trivia== | ==Trivia== | ||