Zichorienfabrik: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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'''Zichorienfabriken''' stellten einen Ersatzkaffee aus der Zichorie, einer bis zu 1,25 Meter hochwachsenden Gemüsepflanze her. Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts war dieses Surrogat ein vor allem bei den ärmeren Bevölkerungsschichten beliebtes Getränk, da viele sich den teureren, echten Kaffee nicht leisten konnten. Teilweise wurde nur ''Kaffee'' aus Zichorien getrunken, teilweise wurde dieser damit gestreckt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 235</ref>
'''Zichorienfabriken''' stellten einen Ersatzkaffee aus der Zichorie, einer bis zu 1,25 Meter hochwachsenden Gemüsepflanze her. Sie wurde in Norden erstmalig ab etwa 1750 angebaut, nahezu ausschließlich auf dem trockenen Boden der [[Ekeler Gaste]].<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 132</ref>
 
Trotz seines vor allem bei der Produktion entstehenden, unangenehmen Geruchs war das Surrogat noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts ein vor allem bei den ärmeren Bevölkerungsschichten beliebtes Getränk, da viele sich den teureren, echten Kaffee nicht leisten konnten. Teilweise wurde nur ''Kaffee'' aus Zichorien getrunken, teilweise wurde dieser damit gestreckt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 235</ref>


Derartige Fabriken hat es in Norden einige gegeben:
Derartige Fabriken hat es in Norden einige gegeben:

Version vom 7. April 2022, 01:33 Uhr

Zichorienfabriken stellten einen Ersatzkaffee aus der Zichorie, einer bis zu 1,25 Meter hochwachsenden Gemüsepflanze her. Sie wurde in Norden erstmalig ab etwa 1750 angebaut, nahezu ausschließlich auf dem trockenen Boden der Ekeler Gaste.[1]

Trotz seines vor allem bei der Produktion entstehenden, unangenehmen Geruchs war das Surrogat noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts ein vor allem bei den ärmeren Bevölkerungsschichten beliebtes Getränk, da viele sich den teureren, echten Kaffee nicht leisten konnten. Teilweise wurde nur Kaffee aus Zichorien getrunken, teilweise wurde dieser damit gestreckt.[2]

Derartige Fabriken hat es in Norden einige gegeben:

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 132
  2. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 235

Siehe auch