Gastmarscher Siel: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Gastmarscher Siel''' (auch: ''Gaster Siel'') gehört zu den ältesten [[:Kategorie:Siele im Stadtgebiet|Sielen im Stadtgebiet]]. Es wurde letztmalig 1582/1583 neu erbaut und erscheint erstmals urkundlich im Jahre 1589 als ''Gaster Siel''. 1594 wird es ''Gastersyhl'' genannt, 1756 erstmals in seiner heutigen Schreibweise. 1787 findet sich die Bezeichnung ''Gastmarscher-Syhl'' und 1791 ''Alt- und Gastmarscher Siel''. Seit 1781 ist die heutige Schreibweise amtlich.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript</ref> 1758 wird das bis dahin hölzerne Siel durch einen steinernen Bau ersetzt.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 76</ref> Der Name ''Gastmarscher Siel'' ergibt sich aus der Bezeichnung ''Gastmarsch'' für die Grenzregion zwischen [[Geest]] (Gaste) und [[Marsch]]. Das umliegende [[Rott]] wird bzw. wurde daher auch [[Gastmarscher Rott|''Gastmarscher Rott'']] genannt. | Das '''Gastmarscher Siel''' (auch: ''Gaster Siel'') gehört zu den ältesten [[:Kategorie:Siele im Stadtgebiet|Sielen im Stadtgebiet]]. Es wurde letztmalig 1582/1583 neu erbaut und erscheint erstmals urkundlich im Jahre 1589 als ''Gaster Siel''. 1594 wird es ''Gastersyhl'' genannt, 1756 erstmals in seiner heutigen Schreibweise. 1787 findet sich die Bezeichnung ''Gastmarscher-Syhl'' und 1791 ''Alt- und Gastmarscher Siel''. Seit 1781 ist die heutige Schreibweise amtlich.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript</ref> 1758 wird das bis dahin hölzerne Siel durch einen steinernen Bau ersetzt.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 76</ref> Der Name ''Gastmarscher Siel'' ergibt sich aus der Bezeichnung ''Gastmarsch'' für die Grenzregion zwischen [[Geest]] (Gaste) und [[Marsch]]. Das umliegende [[Rott]] wird bzw. wurde daher auch [[Gastmarscher Rott|''Gastmarscher Rott'']] genannt. | ||
Da die Deichlinie ([[Süderdeich]]) südlich der [[Westermarsch]] dreifach nach Süden verlegt wurde, hat sich entsprechend auch die Lage sowohl des Gastmarscher Rotts als auch des Siels - wie auch beim [[Altmarscher Siel]] - verändert. Das erste Gastmarscher Siel war von etwa 1347 bis 1551 in Gebrauch, das zweite von 1551 bis 1583 und das dritte von 1583 bis 1929 (Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]]).<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 50</ref> Unmittelbar südwestlich vom dritten Altmarscher Siel Siel befand sich das [[Sielhaus]]. | Da die Deichlinie ([[Süderdeich]]) südlich der [[Westermarsch]] dreifach nach Süden verlegt wurde, hat sich entsprechend auch die Lage sowohl des Gastmarscher Rotts als auch des Siels - wie auch beim [[Altmarscher Siel]] - verändert. Das erste Gastmarscher Siel war von etwa 1347 bis 1551 in Gebrauch, das zweite von 1551 bis 1583 und das dritte von 1583 bis 1929 (Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]]).<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 50</ref> Unmittelbar südwestlich vom dritten Altmarscher Siel Siel befand sich das [[Sielhaus]]. An der Stelle des ersten Siels befindet sich heute die [[Langhauser Brücke]]. | ||
Wie die meisten größeren Siele hatte auch das Gastmarscher Siel eine kleine Anlegestelle für Boote. Diese wurde infolge der zunehmenden Verschlickung des [[Norder Tief|Norder Tiefs]], das in diesem Bereich auch ''Gastmarscher Tief'' genannt wird, immer häufiger dazu genutzt, schwere Waren wie beispielsweise Holz von den Schiffen zu laden, bevor diese den [[Norder Hafen]] anfuhren.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 83</ref> Damit wollte man verhindern, dass diese zu tiefen Seegang haben und sich dadurch festfuhren. | Wie die meisten größeren Siele hatte auch das Gastmarscher Siel eine kleine Anlegestelle für Boote. Diese wurde infolge der zunehmenden Verschlickung des [[Norder Tief|Norder Tiefs]], das in diesem Bereich auch ''Gastmarscher Tief'' genannt wird, immer häufiger dazu genutzt, schwere Waren wie beispielsweise Holz von den Schiffen zu laden, bevor diese den [[Norder Hafen]] anfuhren.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 83</ref> Damit wollte man verhindern, dass diese zu tiefen Seegang haben und sich dadurch festfuhren. | ||