Kinderbewahranstalt: Unterschied zwischen den Versionen
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Ausschlaggebend für die Gründung war die infolge von Missernten hervorgerufene wirtschaftliche Notlage vieler Norder Familien im Gründungsjahr. Eine öffentliche Sammlung, die als Erlös 226 Reichstaler, 20 Gute Groschen und 4 Pfennige erbrachte, bildete den Grundstock für die Arbeit der Fördergemeinschaft. Hinzu kamen Erlöse aus einer Lotterie sowie weitere Spenden, darunter auch eine finanzielle Zuwendung des [[Magistrat|Norder Magistrats]], überreicht durch [[Peter Conerus]], damals amtierender [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister von Norden.]] | Ausschlaggebend für die Gründung war die infolge von Missernten hervorgerufene wirtschaftliche Notlage vieler Norder Familien im Gründungsjahr. Eine öffentliche Sammlung, die als Erlös 226 Reichstaler, 20 Gute Groschen und 4 Pfennige erbrachte, bildete den Grundstock für die Arbeit der Fördergemeinschaft. Hinzu kamen Erlöse aus einer Lotterie sowie weitere Spenden, darunter auch eine finanzielle Zuwendung des [[Magistrat|Norder Magistrats]], überreicht durch [[Peter Conerus]], damals amtierender [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister von Norden.]] | ||
Zunächst befand sich die Einrichtung in einem Privathaus an der [[Osterstraße]], dann in der [[Große Mühlenstraße|Mühlenstraße]] und schließlich in einem Seitenflügel des [[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasiums]] am [[Fräuleinshof]]. Wochentags wurden hier bis zu 40 Kinder betreut. Die laufenden Kosten wurden ab 1848 durch regelmäßige Kollekten der Norder Kirchengemeinden abgedeckt. | Zunächst befand sich die Einrichtung in einem Privathaus an der [[Osterstraße]], dann in der [[Große Mühlenstraße|Mühlenstraße]] und schließlich in einem Seitenflügel des [[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasiums]] am [[Fräuleinshof]]. Wochentags wurden hier bis zu 40 Kinder betreut. Die laufenden Kosten wurden ab 1848 durch regelmäßige Kollekten der Norder Kirchengemeinden abgedeckt. Gespeist wurde offenbar - zumindest anfangs - im Saal des [[Lentzhof|Lentzhofs]].<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 159</ref> | ||
Ab Herbst 1848 wurde das Betreuungsangebot um eine Strick-, Näh- und Spinnschule für bedürftige Kinder ab sechs Jahren erweitert. Hierfür wurde eine Kammer an der [[Kirchstraße]] angemietet. Bereits kurze Zeit später verlegte man die Einrichtung in das [[Gemeindehaus (Reformierte Gemeinde)|Gemeindehaus]] der [[Herrnhuter Brüdergemeine]]. Fortan wurde dort jeweils an den Mittwoch- und Samstagnachmittagen unentgeltlich unterrichtet. | Ab Herbst 1848 wurde das Betreuungsangebot um eine Strick-, Näh- und Spinnschule für bedürftige Kinder ab sechs Jahren erweitert. Hierfür wurde eine Kammer an der [[Kirchstraße]] angemietet. Bereits kurze Zeit später verlegte man die Einrichtung in das [[Gemeindehaus (Reformierte Gemeinde)|Gemeindehaus]] der [[Herrnhuter Brüdergemeine]]. Fortan wurde dort jeweils an den Mittwoch- und Samstagnachmittagen unentgeltlich unterrichtet. | ||