Westgaster Mühle: Unterschied zwischen den Versionen
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1717 wurde [[Johann Muhlen|Johann Janssen Muhlen]] Pächter des Mühlenanwesens für sechs Jahre. Jährlich waren 94 Reichsthaler Heuer zu entrichten. Dieser Pachtvertrag wurde noch vor Ablauf der 6 Jahre aufgelöst. 1731 wird als neuer Pächter [[Melchert Goldenstein|Melchert Renken Goldenstein]] genannt. 1781 bis mindestens 1794 wird [[Roolf Janssen|Roolf Rieken Janssen]] neuer Pächter. Zu diesem Zeitpunkt wird die Mühle erstmals als ''Westgaster Mühle'' bezeichnet. | 1717 wurde [[Johann Muhlen|Johann Janssen Muhlen]] Pächter des Mühlenanwesens für sechs Jahre. Jährlich waren 94 Reichsthaler Heuer zu entrichten. Dieser Pachtvertrag wurde noch vor Ablauf der 6 Jahre aufgelöst. 1731 wird als neuer Pächter [[Melchert Goldenstein|Melchert Renken Goldenstein]] genannt. 1781 bis mindestens 1794 wird [[Roolf Janssen|Roolf Rieken Janssen]] neuer Pächter. Zu diesem Zeitpunkt wird die Mühle erstmals als ''Westgaster Mühle'' bezeichnet. | ||
1818 werden die Erben des [[Claes Ulrichs]] neue Besitzer der Westgaster Mühle. 1834 wird sie in der Mühlenbrand-Societät Ostfriesland (Brandversicherung für Mühlen) als ''Rockenmühle auf der Gaste'' mit 4.000 holländischen Gulden versichert. 1846 wird [[Ode Gerdes]] als Besitzer genannt. | 1818 werden die Erben des [[Claes Ulrichs]] neue Besitzer der Westgaster Mühle. 1834 wird sie in der Mühlenbrand-Societät Ostfriesland (Brandversicherung für Mühlen) als ''Rockenmühle auf der Gaste'' mit 4.000 holländischen Gulden versichert. 1846 wird [[Ode Gerdes]] als Besitzer genannt. Bis 1856 war offenbar ein J. R. Steinblock Müller zu Westgaste.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 36</ref> | ||
1856 wird die alte Bockwindmühle schließlich abgebrochen. [[O. F. Onnen]], der neue Besitzer, ließ sie daraufhin am heutigen Standort als dreistöckigen Galerieholländer wiedererrichten. Der Grund für die Verlegung war, dass sie sich dann auf direkterem Wege in die [[Westermarsch]] befand und so besser für die Bauern erreichbar war.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 148</ref> Dieser 18.000 Reichstaler teure Bau wird bereits 1862 durch einen Blitzschlag zerstört und daraufhin ein Jahr später wieder aufgebaut. Die Höhe der Mühle beträgt nun 27 Meter. In diese Zeit fällt wohl auch der Bau des anliegenden Gebäudes (Müllerhaus). | 1856 wird die alte Bockwindmühle schließlich abgebrochen. [[O. F. Onnen]], der neue Besitzer, ließ sie daraufhin am heutigen Standort als dreistöckigen Galerieholländer wiedererrichten. Der Grund für die Verlegung war, dass sie sich dann auf direkterem Wege in die [[Westermarsch]] befand und so besser für die Bauern erreichbar war.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 148</ref> Dieser 18.000 Reichstaler teure Bau wird bereits 1862 durch einen Blitzschlag zerstört und daraufhin ein Jahr später wieder aufgebaut. Die Höhe der Mühle beträgt nun 27 Meter. In diese Zeit fällt wohl auch der Bau des anliegenden Gebäudes (Müllerhaus). | ||