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'''Süderneuland I''' ist ein Stadtteil von Norden und hat 2.841 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2021), die sich auf einer Fläche von rund 6,01 km² verteilen. Das Ortsgebiet ist erst seit dem 16. Jahrhundert wieder besiedelt und besteht, abgesehen vom [[Leegemoor]], aus mehreren [[Polder|Poldern]], die der [[Leybucht]] ab 1556 abgewonnen wurden.
'''Süderneuland I''' ist ein Stadtteil von Norden und hat 2.841 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2021), die sich auf einer Fläche von rund 6,01 km² verteilen. Das Ortsgebiet ist erst seit dem 16. Jahrhundert wieder besiedelt und besteht, abgesehen vom [[Leegemoor]], vor allem aus [[Polder|Poldern]], die der [[Leybucht]] ab 1556 abgewonnen wurden. Die noch bis zum 30. Juni 1972 eigenständige Gemeinde wurde im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform nachfolgend in die [[Stadt Norden]] zwangseingemeindet, nachdem sie sich zuvor weigerte, die erforderlichen Unterschriften zu leisten.


Die noch bis zum 30. Juni 1972 eigenständige Gemeinde wurde im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform nachfolgend in die [[Stadt Norden]] zwangseingemeindet, nachdem sie sich zuvor weigerte, die erforderlichen Unterschriften zu leisten. Neben seiner Bedeutung als Wohngebiet hat insbesondere das [[Gewerbegebiet Leegemoor]] eine elementare Bedeutung für die Norder Wirtschaft.
Neben seiner Bedeutung als Wohngebiet hat insbesondere das [[Gewerbegebiet Leegemoor]] eine elementare Bedeutung für die Norder Wirtschaft.


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In den nächsten Jahren wurde immer mehr Land eingepoldert und die [[Leybucht]] dadurch immer weiter zurückgedrängt. Die [[Liste der Eindeichungen]] gibt hierüber weiteren Aufschluss. Gesiedelt wurde zunächst nur im Bereich einiger Höfe, die auf den neuen Ländereien entstanden und als sogenannte ''Domänen'' im Besitz des Landesherren waren, welche die Bewirtschaftung in die Hände geeigneter Pächter gaben. Solche Höfe gibt es noch heute, nur befinden sie sich mittlerweile im Besitz des Landes Niedersachsen und werden von den sogenannten ''Domänenämtern'' verwaltet. Bevor es zur Gründung der [[Deichacht Norden|Deichachten]] kam, waren die Hofbesitzer zur [[Deichlast]] verpflichten, hatten also die ihnen übertragene Deichline zu schützen.
In den nächsten Jahren wurde immer mehr Land eingepoldert und die [[Leybucht]] dadurch immer weiter zurückgedrängt. Die [[Liste der Eindeichungen]] gibt hierüber weiteren Aufschluss. Gesiedelt wurde zunächst nur im Bereich einiger Höfe, die auf den neuen Ländereien entstanden und als sogenannte ''Domänen'' im Besitz des Landesherren waren, welche die Bewirtschaftung in die Hände geeigneter Pächter gaben. Solche Höfe gibt es noch heute, nur befinden sie sich mittlerweile im Besitz des Landes Niedersachsen und werden von den sogenannten ''Domänenämtern'' verwaltet. Bevor es zur Gründung der [[Deichacht Norden|Deichachten]] kam, waren die Hofbesitzer zur [[Deichlast]] verpflichten, hatten also die ihnen übertragene Deichline zu schützen.
[[Datei:Bahnhofstraße Burggraben Raiffeisenstraße Deichmühle Tankstelle Christian Carls Hof Carls Eilandje 1958 01.jpg|links|mini|Der nördliche Teil von Süderneuland I, zu sehen sind etwa mittig unter anderem der [[Hof Carls]] und die [[Deichmühle]] (1958).]]
===Neuzeit===
===Neuzeit===
[[Datei:Norder Hafen Luftaufnahme um 1940 01.jpg|mini|Luftaufnahme aus der Zeit um 1940.]]
Mit dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] von 1618 bis 1648 kommt der Deichbau mehrere Jahrzehnte zum Erliegen. Wie der Großteil Europas leidet auch Ostfriesland unter dem Krieg. Hinzu kommen mindestens drei verheerende Pestepidemien in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die das Land weiter schwächen. Darüber hinaus werden Norden und Umgebung ab 1622 von Söldnern des berüchtigten Heerführers Peter Ernst von Mansfeld (auch ''Mansfelder'' genannt), drangsaliert und ausgebeutet. Die Mansfelder kamen auf faktische Einladung der Niederländer, die sich in der Region durch Schwächung der Macht von [[Enno III. Cirksena|Graf Enno III.]] immer größeren Einfluss sicherten. Die Mansfelder verließen die Region erst im Jahre 1624.
Mit dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] von 1618 bis 1648 kommt der Deichbau mehrere Jahrzehnte zum Erliegen. Wie der Großteil Europas leidet auch Ostfriesland unter dem Krieg. Hinzu kommen mindestens drei verheerende Pestepidemien in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die das Land weiter schwächen. Darüber hinaus werden Norden und Umgebung ab 1622 von Söldnern des berüchtigten Heerführers Peter Ernst von Mansfeld (auch ''Mansfelder'' genannt), drangsaliert und ausgebeutet. Die Mansfelder kamen auf faktische Einladung der Niederländer, die sich in der Region durch Schwächung der Macht von [[Enno III. Cirksena|Graf Enno III.]] immer größeren Einfluss sicherten. Die Mansfelder verließen die Region erst im Jahre 1624.


Erst 1677 folgt der Bau eines weiteren Deiches und die damit einhergehende Einpolderung neuen Landes: Der [[Klein-Süder-Charlottenpolder]]. Den Überlieferungen nach soll sich auf diesem wiedergewonnenen Land einst das reiche [[Westeel]] befunden haben. Ein Jahr darauf wird auch der [[Groß-Süder-Charlottenpolder]] eingedeicht. Heute gehören diese Gebiete zu [[Neuwesteel]].
Erst 1677 folgt der Bau eines weiteren Deiches und die damit einhergehende Einpolderung neuen Landes: Der [[Klein-Süder-Charlottenpolder]]. Den Überlieferungen nach soll sich auf diesem wiedergewonnenen Land einst das reiche [[Westeel]] befunden haben. Ein Jahr darauf wird auch der [[Groß-Süder-Charlottenpolder]] eingedeicht. Heute gehören diese Gebiete zu [[Neuwesteel]].


1715 folgt der [[Addinggasterpolder]], der das Land erstmals wieder nach Westen und nicht nach Süden hin erweitert. Dieser Polder wurde von Regierungsrat (Amtsbezeichnung für hohe Beamte) und [[Amtsverwalter]] [[Engelbert Kettler]] und weiteren einflussreichen Bürgern eingedeicht. Kettler war ein reicher und einflussreicher Bürger Nordens, der auch das [[Haus Wirde]] und das [[Kettlerhaus|Kettler'sche Haus]] am [[Marktplatz]] (heute [[Mennonitenkirche]]) erbauen ließ. Er war auch der erste Eigentümer des eingedeichten Landes, das eine Größe von 110 Diemat (etwa 76 Hektar) hatte. Mit dem Bau des Addinggasterpolders ist die Geschichte der Landgewinnung in Süderneuland abgeschlossen. Zwar folgen noch [[Liste der Eindeichungen|zahlreiche weitere Eindeichungen]], doch befinden sich diese nicht auf dem Gebiet von Süderneuland I.
1715 folgt der [[Addinggasterpolder]], der das Land erstmals wieder nach Westen und nicht nach Süden hin erweitert. Dieser Polder wurde von Regierungsrat (Amtsbezeichnung für hohe Beamte) und [[Amtsverwalter]] [[Engelbert Kettler]] und weiteren einflussreichen Bürgern eingedeicht. Kettler war ein reicher und einflussreicher Bürger Nordens, der auch das [[Haus Wirde]] und das [[Kettlerhaus|Kettler'sche Haus]] am [[Marktplatz]] (heute [[Mennonitenkirche]]) erbauen ließ. Er war auch der erste Eigentümer des eingedeichten Landes, das eine Größe von 110 Diemat (etwa 76 Hektar) hatte. Mit dem Bau des Addinggasterpolders ist die Geschichte der Landgewinnung in Süderneuland abgeschlossen. Zwar folgen noch [[Liste der Eindeichungen|zahlreiche weitere Eindeichungen]], doch befinden sich diese nicht auf dem Gebiet von Süderneuland I.[[Datei:Bahnhofstraße Burggraben Raiffeisenstraße Deichmühle Tankstelle Christian Carls Hof Carls Eilandje 1958 01.jpg|links|mini|Der nördliche Teil von Süderneuland I, zu sehen sind etwa mittig unter anderem der [[Hof Carls]] und die [[Deichmühle]] (1958).]]


Um 1771 grassierte in der Westermarsch eine große Viehseuche, die für die rund 600 Einwohner des Dorfes zu schwerer wirtschaftlicher Not führte.
Um 1771 grassierte in der Westermarsch eine große Viehseuche, die für die rund 600 Einwohner des Dorfes zu schwerer wirtschaftlicher Not führte.
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Von 1821 bis 1823 kartografierte das Königreich Hannover einen Teil seines Landes. Wenngleich Ostfriesland nicht dazu zählte, taucht in dieser Zeit erstmals die amtliche Trennung von [[Westermarsch I]] und [[Westermarsch II]] wie auch Süderneuland I und [[Süderneuland II]] auf. Offenkundig stand die Trennung dieser bis dahin jeweils zusammengehörenden Gemeinden im Zusammenhang mit Bestrebungen zur Vereinheitlichung von Fläche und Größe der einzelnen Gliedgemeinden im Land. Die nun entstandenen Gemeinden hatten jeweils eine annähernd gleiche Größe und Bevölkerungszahl. Während Süderneuland I alle ab 1556 gewonnenen [[Polder]] bis zur Grenze zum [[Süder-Charlottenpolder]] einschließlich des [[Leegemoor|Leegemoors]] umfasste, bestand Süderneuland II nun auch amtlich aus den Gebieten entlang des [[Udo-Focken-Deich|Udo-Focken-Deichs]] und dem [[Leegeland]].
Von 1821 bis 1823 kartografierte das Königreich Hannover einen Teil seines Landes. Wenngleich Ostfriesland nicht dazu zählte, taucht in dieser Zeit erstmals die amtliche Trennung von [[Westermarsch I]] und [[Westermarsch II]] wie auch Süderneuland I und [[Süderneuland II]] auf. Offenkundig stand die Trennung dieser bis dahin jeweils zusammengehörenden Gemeinden im Zusammenhang mit Bestrebungen zur Vereinheitlichung von Fläche und Größe der einzelnen Gliedgemeinden im Land. Die nun entstandenen Gemeinden hatten jeweils eine annähernd gleiche Größe und Bevölkerungszahl. Während Süderneuland I alle ab 1556 gewonnenen [[Polder]] bis zur Grenze zum [[Süder-Charlottenpolder]] einschließlich des [[Leegemoor|Leegemoors]] umfasste, bestand Süderneuland II nun auch amtlich aus den Gebieten entlang des [[Udo-Focken-Deich|Udo-Focken-Deichs]] und dem [[Leegeland]].


Von 1883 bis 1885 wird die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] von Emden bis nach Süderneuland I erweitert. An der hiernach benannten [[Bahnhofstraße]] wird ein [[Alter Bahnhof Norden|großer Bahnhof]] errichtet. 1892 erfolgt der Ausbau der Strecke nach [[Norddeich]], bis dahin mussten die Inselgäste per Kutsche vom Bahnhof zum Fähranleger befördert werden.[[Datei:Suederneuland I 30012021 01.jpg|mini|Luftbild von Süderneuland I. Aufgenommen aus Richtung [[Leegemoor]].]]Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] begann allmählich die Besiedlung des nördlichen Süderneulands rund um die [[Addinggaste]]. Um die Jahrhundertwende siedelten sich mehrere wohlhabende Bauern im Umfeld des neu entstandenen [[Alter Bahnhof Norden|Bahnhofs]] an. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] entstand die sogenannte ''Siedlung I'' im Umfeld des danach benannten [[Siedlungsweg|Siedlungswegs]]. Das Land wurde vom [[Landkreis Norden]] erworben und vorwiegend für Kriegsversehrte in 32 Siedlerstellen aufgeteilt. Die Käufer wurden zwar Eigentümer von Grund und Boden, mussten sich aber verpflichten, innerhalb von fünf Jahren auf dem erworbenen Grundstück ein Wohngebäude zu errichten. Darüber hinaus durften sie in den ersten 15 Jahren das Land nicht weiterverkaufen. Wie sich herausstellte, war diese Vereinbarung aus Kostengründen nicht immer einzuhalten und wurde deshalb später aufgehoben.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 136f.</ref>
Von 1883 bis 1885 wird die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] von Emden bis nach Süderneuland I erweitert. An der hiernach benannten [[Bahnhofstraße]] wird ein [[Alter Bahnhof Norden|großer Bahnhof]] errichtet. 1892 erfolgt der Ausbau der Strecke nach [[Norddeich]], bis dahin mussten die Inselgäste per Kutsche vom Bahnhof zum Fähranleger befördert werden.


Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] gab es drei Kriegsgefangenenlager in Süderneuland I. Das größte von ihnen war das Lager AK Nr. 5254, das aus einer Holzbaracke bestand und in dem 25 bis 30 Gefangene, anfangs ausschließlich französischer Herkunft, untergebracht waren. Im Oktober 1940 waren es noch 20 Franzosen. Im Juli 1941 wurden hier 20 Serben und im Dezember 1942 noch 18 Serben interniert. Ein weiteres Kriegsgefangenenlager befand sich im Bereich des [[Alter Bahnhof Norden|Güterbahnhofs]]. Hier wurden in einer Holzbaracke 30 bis 40 Kriegsgefangene interniert, hauptsächlich lebten hier (teilweise sogar vollständig) Russen und Ukrainer. Zwischenzeitlich waren hier auch 18 Serben und Polen untergebracht. Ein drittes Lager gab es am [[Pekelheringer Weg]], in dem 13 französische Soldaten interniert waren.
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] begann allmählich die Besiedlung des nördlichen Süderneulands rund um die [[Addinggaste]]. Um die Jahrhundertwende siedelten sich mehrere wohlhabende Bauern im Umfeld des neu entstandenen [[Alter Bahnhof Norden|Bahnhofs]] an. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] entstand die sogenannte ''Siedlung I'' im Umfeld des danach benannten [[Siedlungsweg|Siedlungswegs]]. Das Land wurde vom [[Landkreis Norden]] erworben und vorwiegend für Kriegsversehrte in 32 Siedlerstellen aufgeteilt. Die Käufer wurden zwar Eigentümer von Grund und Boden, mussten sich aber verpflichten, innerhalb von fünf Jahren auf dem erworbenen Grundstück ein Wohngebäude zu errichten. Darüber hinaus durften sie in den ersten 15 Jahren das Land nicht weiterverkaufen. Wie sich herausstellte, war diese Vereinbarung aus Kostengründen nicht immer einzuhalten und wurde deshalb später aufgehoben.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 136f.</ref>[[Datei:Suederneuland I 30012021 01.jpg|mini|Luftbild von Süderneuland I. Aufgenommen aus Richtung [[Leegemoor]].]]Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] gab es drei Kriegsgefangenenlager in Süderneuland I. Das größte von ihnen war das Lager AK Nr. 5254, das aus einer Holzbaracke bestand und in dem 25 bis 30 Gefangene, anfangs ausschließlich französischer Herkunft, untergebracht waren. Im Oktober 1940 waren es noch 20 Franzosen. Im Juli 1941 wurden hier 20 Serben und im Dezember 1942 noch 18 Serben interniert. Ein weiteres Kriegsgefangenenlager befand sich im Bereich des [[Alter Bahnhof Norden|Güterbahnhofs]]. Hier wurden in einer Holzbaracke 30 bis 40 Kriegsgefangene interniert, hauptsächlich lebten hier (teilweise sogar vollständig) Russen und Ukrainer. Zwischenzeitlich waren hier auch 18 Serben und Polen untergebracht. Ein drittes Lager gab es am [[Pekelheringer Weg]], in dem 13 französische Soldaten interniert waren.


In der Nachkriegszeit wuchs der Ort weiterhin beträchtlich und immer mehr mit der Kernstadt zusammen. Begonnen westlich der [[Bahnhofstraße]] dehnte sich der Ort immer weiter nach Westen bzw. Südwesten aus und verwuchs mit den dort bereits bestehenden Siedlungen. Auch in der jüngeren Zeit wurden weitere Neubaugebiete erschlossen. Seine Eigenständigkeit musste die Gemeinde Süderneuland I indes erst zum 1. April 1972 aufgeben, als es im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform nach Norden eingemeindet wurde. Sowohl Süderneuland I als auch [[Leybuchtpolder]] weigerten sich zunächst beharrlich, die notwendige Unterschrift zu leisten, sodass sie letztlich per Gesetzeskraft zwangseingemeindet wurden.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 77</ref>
In der Nachkriegszeit wuchs der Ort weiterhin beträchtlich und immer mehr mit der Kernstadt zusammen. Begonnen westlich der [[Bahnhofstraße]] dehnte sich der Ort immer weiter nach Westen bzw. Südwesten aus und verwuchs mit den dort bereits bestehenden Siedlungen. Auch in der jüngeren Zeit wurden weitere Neubaugebiete erschlossen. Seine Eigenständigkeit musste die Gemeinde Süderneuland I indes erst zum 1. April 1972 aufgeben, als es im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform nach Norden eingemeindet wurde. Sowohl Süderneuland I als auch [[Leybuchtpolder]] weigerten sich zunächst beharrlich, die notwendige Unterschrift zu leisten, sodass sie letztlich per Gesetzeskraft zwangseingemeindet wurden.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 77</ref>