Zollhaus (Westermarsch I): Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 7: | Zeile 7: | ||
| Text = Gebäude in Westermarsch I | | Text = Gebäude in Westermarsch I | ||
| center = 53.550889484766515, 7.1631595234116885 | | center = 53.550889484766515, 7.1631595234116885 | ||
| circle = 53.550889484766515, 7.1631595234116885 : 60 | | circle = 53.550889484766515, 7.1631595234116885 :60 | ||
| zoom = 16 | | zoom = 16 | ||
| width = 300px | | width = 300px | ||
| Zeile 30: | Zeile 30: | ||
|[[Am Alten Zollhaus]] 1 | |[[Am Alten Zollhaus]] 1 | ||
26506 Norden | 26506 Norden | ||
|} | |} __NOTOC__ | ||
__NOTOC__ | |||
Der '''Zollhaus von Westermarsch I''' ist ein ehemaliges Zolldienstgebäude mit Dienstwohnungen in [[Westermarsch I]], westlich des [[Lorenzpolder|Lorenzpolders]], das heute als Pension genutzt wird. | Der '''Zollhaus von Westermarsch I''' ist ein ehemaliges Zolldienstgebäude mit Dienstwohnungen in [[Westermarsch I]], westlich des [[Lorenzpolder|Lorenzpolders]], das heute als Pension genutzt wird. | ||
== Geschichte == | ==Geschichte== | ||
Erbaut wurde das Gebäude um 1810, als die seit 1806 herrschenden Franzosen eine Seeblockade (die sogenannte ''Kontinentalsperre'') gen England errichten und damit einhergehend den gesamten Seehandel überwachten.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 18</ref> Die hier wohnenden und Dienst versehenden Zöllner sollten die Deichlinie und den in das [[Norder Tief]] einfahrenden Schiffsverkehr überwachen, um zu verhindern, dass heimlich Waren geschmuggelt werden. Die Zöllner bereiteten zudem die Verzollung beim [[Altes Zollhaus|Zollhaus]] im [[Norder Hafen]] vor, indem sie die eingeführten Waren unter Siegel legten.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Westermarsch_I.pdf Beschreibung von Westermarsch I] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Dafür verfügten sie über ein weiteres, kleines [[Zollwachthaus]], das sich direkt am [[Norder Tief]] befand. | Erbaut wurde das Gebäude um 1810, als die seit 1806 herrschenden Franzosen eine Seeblockade (die sogenannte ''Kontinentalsperre'') gen England errichten und damit einhergehend den gesamten Seehandel überwachten.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 18</ref> Die hier wohnenden und Dienst versehenden Zöllner sollten die Deichlinie und den in das [[Norder Tief]] einfahrenden Schiffsverkehr überwachen, um zu verhindern, dass heimlich Waren geschmuggelt werden. Die Zöllner bereiteten zudem die Verzollung beim [[Altes Zollhaus|Zollhaus]] im [[Norder Hafen]] vor, indem sie die eingeführten Waren unter Siegel legten.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Westermarsch_I.pdf Beschreibung von Westermarsch I] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Dafür verfügten sie über ein weiteres, kleines [[Zollwachthaus]], das sich direkt am [[Norder Tief]] befand. | ||
Seine Bedeutung als Zollhaus verlor es ab 1929, als der Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] den Schiffsverkehr in Richtung des Norder Hafens weitestgehend einschränkte. Heute befindet sich das Gebäude in Privatbesitz und wird als Pension genutzt.<ref>[https://pension-altes-zollhaus.de/galerie/ Internetseite des Zollhauses von Westermarsch I]</ref> | Seine Bedeutung als Zollhaus verlor es ab 1929, als der Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] den Schiffsverkehr in Richtung des Norder Hafens weitestgehend einschränkte. Heute befindet sich das Gebäude in Privatbesitz und wird als Pension genutzt.<ref>[https://pension-altes-zollhaus.de/galerie/ Internetseite des Zollhauses von Westermarsch I]</ref> | ||
==Galerie== | |||
<gallery> | |||
Datei:Westermarsch Zollhaus 1950 01.jpg|Aufnahme von 1950. | |||
</gallery> | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||