Synagogenweg: Unterschied zwischen den Versionen
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===Entwicklung=== | ===Entwicklung=== | ||
Die Entwicklung der Straße dürfte in den selben Zeitpunkt fallen wie die der [[Heringstraße]] und des [[Neuer Weg|Neuen Wegs]]. Bevor sie ihren heutigen Namen erhielt, hieß sie ''Judenlohne''. Weitere Namen sind nicht überliefert. Seit etwa 1679 war das Gebiet rund um den Synagogenweg das Zentrum der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinde]]. | Die Entwicklung der Straße dürfte in den selben Zeitpunkt fallen wie die der [[Heringstraße]] und des [[Neuer Weg|Neuen Wegs]]. Bevor sie ihren heutigen Namen erhielt, hieß sie ''Judenlohne''. Weitere Namen sind nicht überliefert. Seit etwa 1679 war das Gebiet rund um den Synagogenweg das Zentrum der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinde]]. | ||
1946 erhielt die ehemalige Judenlohne dann ihren heutigen Namen.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 120</ref> Anlässlich der ''Woche der Begegnung'' im Jahre 1987 wurde das Mahnmal auf dem Grund der alten Synagoge eingeweiht. Hierbei waren auch Zeitzeugen der nationalsozialistischen Verfolgung, so etwa der Mäzen [[Heinz Ewald Samson]], anwesend. | |||
==Gebäude und Plätze== | ==Gebäude und Plätze== | ||
Die [[Synagoge]] wurde 1804 erbaut und in der Kristallnacht vom 9. auf den 10. November 1938 niedergebrannt. An gleicher Stelle wurde 1987 eine Gedenkstätte errichtet. Der Bau | Die [[Synagoge]] wurde 1804 erbaut und in der Kristallnacht vom 9. auf den 10. November 1938 niedergebrannt. An gleicher Stelle wurde 1987 eine Gedenkstätte errichtet und eingeweiht. Der Bau einer Synagoge ([[Neuer Weg 110]]), auch als ''Judenkirche'' bezeichnet, ist erstmalig 1751 nachweisbar, wird aber zu einem früheren Zeitpunkt schon stattgefunden haben. | ||
Ein weiteres historisches Gebäude ist des [[Vorsängers Haus]]. Im Keller dieses Hauses befand sich das Frauenbad und im Hinterhaus ein Lagerraum für Särge. Gegenüber des Standortes der ehemaligen Synagoge befand sich die [[jüdische Schule]].<ref>Schreiber, Gretje (2006): Norder Häuser (XIX). Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier, 17./18. August 2006, S. 12</ref> Hier befindet sich heute ein Frisörsalon. | Ein weiteres historisches Gebäude ist des [[Vorsängers Haus]]. Im Keller dieses Hauses befand sich das Frauenbad und im Hinterhaus ein Lagerraum für Särge. Gegenüber des Standortes der ehemaligen Synagoge befand sich die [[jüdische Schule]].<ref>Schreiber, Gretje (2006): Norder Häuser (XIX). Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier, 17./18. August 2006, S. 12</ref> Hier befindet sich heute ein Frisörsalon. | ||