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==Beschreibung==
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Das Schöninghsche Haus ist ein reich dekorierter Renaissancebau mit Stufengiebel. Der dreigeschossige Ziegelbau weist an seiner ganz in Fenstern aufgelösten Giebelwand die typisch niederländischen Specklagen auf.<ref name=":2">Dehio, Georg (1992): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, München, S. 993</ref> Die Fassade setzt sich abwechselnd aus Backstein- und hell gestrichenen Schichten aus Kalkstein zusammen.<ref name=":1" /> Die Fenster sind sogenannte Kreuzstockfenster mit sandsteinerner Muschelbekrönung. Oben an den Seiten des Giebels befinden sich ornamental wirkende, stark bewegte figürliche Darstellungen aus Sandstein, welche drei der zwölf Taten des Herkules symbolisieren.<ref name=":0" /><ref name=":2" /><ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 80</ref>
Das Schöninghsche Haus ist ein reich dekorierter Renaissancebau mit Stufengiebel. Der dreigeschossige Ziegelbau weist an seiner ganz in Fenstern aufgelösten Giebelwand die typisch niederländischen Specklagen auf.<ref name=":2">Dehio, Georg (1992): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, München, S. 993</ref> Die Fassade setzt sich abwechselnd aus Backstein- und hell gestrichenen Schichten aus Kalkstein zusammen.<ref name=":1" /> Die Fenster sind sogenannte Kreuzstockfenster mit sandsteinerner Muschelbekrönung. Oben an den Seiten des Giebels befinden sich ornamental wirkende, stark bewegte figürliche Darstellungen aus Sandstein, welche drei der zwölf Taten des Herkules symbolisieren.<ref name=":0" /><ref name=":2" /><ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 80</ref> Diese wurden als Strandgut auf Juist gefunden und nach Norden verkauft.<ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 72</ref>


Ursprünglich wies das Gebäude im oberen Stock 14 Wappenfenster auf, von denen beim Erwerb des Gebäudes durch die Familie Schöningh nur noch eines vorhanden war, das ein Rosenwappen zeigte. Dieses Fenster wurde bei der großen Explosion im [[Vertriebenenlager Tidofeld]] im Sommer 1945 zerstört.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 97</ref> Möglicherweise wurde es dort verwahrt, um es vor Plünderungen in der Nachkriegszeit zu bewahren oder ist aus anderen, nicht näher nachvollziehbaren Gründen dorthin verbracht worden.
Ursprünglich wies das Gebäude im oberen Stock 14 Wappenfenster auf, von denen beim Erwerb des Gebäudes durch die Familie Schöningh nur noch eines vorhanden war, das ein Rosenwappen zeigte. Dieses Fenster wurde bei der großen Explosion im [[Vertriebenenlager Tidofeld]] im Sommer 1945 zerstört.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 97</ref> Möglicherweise wurde es dort verwahrt, um es vor Plünderungen in der Nachkriegszeit zu bewahren oder ist aus anderen, nicht näher nachvollziehbaren Gründen dorthin verbracht worden.