Norderland: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Norderland''' bezeichnet die historische Landschaft, aus dem | Das '''Norderland''' bezeichnet die historische Landschaft, aus dem später das [[Amt Norden]] wurde. Es grenzt im Osten an das Harlingerland (Wittmund) und im Süden an das Brookmerland. Nach heutigem Verständnis umfasst das Norderland neben der [[Stadt Norden]] als Hauptort auch die Samtgemeinden Hage, Großheide und den Großteil der Gemeinde Dornum. Gelegentlich findet der Begriff Norderland auch noch für das Gebiet des früheren [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]] Verwendung, historisch umfasst dieser allerdings auch Teile des Brookmerlandes und des Emsigerlandes (Emden). | ||
Entstanden sind diese Landesgemeinden in der Zeit um 1150 durch den Zusammenschluss mehrerer Bauerschaften und Orte. Die grundbesitzenden Einwohner wählten jeweils für ein Jahr mehrere ''Fürsprecher'' (lateinisch: ''consules''; friesisch: ''redjeven''), die den Frieden wahren und die Rechtsprechung führen sollten.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2000): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 36</ref> Sie waren zudem zentrale Organe bei den friesischen Versammlungen am sogenannten ''Upstalsboom'' nahe Aurich. | |||
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Version vom 27. Januar 2022, 16:41 Uhr

Das Norderland bezeichnet die historische Landschaft, aus dem später das Amt Norden wurde. Es grenzt im Osten an das Harlingerland (Wittmund) und im Süden an das Brookmerland. Nach heutigem Verständnis umfasst das Norderland neben der Stadt Norden als Hauptort auch die Samtgemeinden Hage, Großheide und den Großteil der Gemeinde Dornum. Gelegentlich findet der Begriff Norderland auch noch für das Gebiet des früheren Landkreises Norden Verwendung, historisch umfasst dieser allerdings auch Teile des Brookmerlandes und des Emsigerlandes (Emden).
Entstanden sind diese Landesgemeinden in der Zeit um 1150 durch den Zusammenschluss mehrerer Bauerschaften und Orte. Die grundbesitzenden Einwohner wählten jeweils für ein Jahr mehrere Fürsprecher (lateinisch: consules; friesisch: redjeven), die den Frieden wahren und die Rechtsprechung führen sollten.[1] Sie waren zudem zentrale Organe bei den friesischen Versammlungen am sogenannten Upstalsboom nahe Aurich.
Einzelnachweise
- ↑ Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2000): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 36