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== Krämerzunft ==
== Krämerzunft ==
Die älteste erhaltene Rolle der Krämerzunft (Händler) stammt von 1651.<ref name=":8" /><ref name=":4">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 63</ref> In der Krämerzunft wurden auch (Ge-)Wandschneider (Tuchhändler) sowie Lakenhändler und Kräutner (Gewürzhändler) aufgenommen. In den Jahren 1664, 1690, 1710 und 1748 wurde die Zunftrolle vom Landesherren bestätigt.<ref name=":4" /> Da es zu dieser Zeit noch keine Tabakmanufakturen in Ostfriesland gab - die erste wurde [[Steinbömer & Lubinus]] - kam es 1773 zu einem Rechtsstreit, nachdem diese in ihrem Laden Tabak und Leinen verkauften. Der [[Magistrat]] stellte bei der Klage fest, dass einerseits die Zunftmitglieder mit Recht auf die Privilegien der Zunft pochten, andererseits der Tabakhandel noch nicht in der Zunftrolle reglementiert war, da man diesen bis dato aus den Niederlanden bezog. Die preußischen Beamten in Aurich entschieden schließlich zugunsten der Tabakmanufaktur.<ref>Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 9f.</ref>
Markant für die Zunft der Krämer (Händler) war, dass sie auch mehrere Gold- und Silberschmiede aufnahm. Ferner wurden auch (Ge-)Wandschneider (Tuchhändler) sowie Lakenhändler und Kräutner (Gewürzhändler) aufgenommen. Ihre älteste erhaltene Rolle der Krämerzunft (Händler) stammt von 1651.<ref name=":8" /><ref name=":4">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 63</ref> In den Jahren 1664, 1690, 1710 und 1748 wurde die Zunftrolle vom Landesherren bestätigt.<ref name=":4" />


Am 21. November 1812 fand die letzte Zunftversammlung statt. Wie alle anderen auch (siehe [[Zunft- und Gildewesen#Geschichte|Geschichte]]) wurde die Kräuterzunft aufgelöst, ihr Inventar am 26. November des Jahres in einer öffentlichen Auktion verkauft.<ref name=":4" /> Am 15. August 1821 wurde die Zunft neu gegründet.<ref name=":5">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 64</ref>
Da es zu dieser Zeit noch keine Tabakmanufakturen in Ostfriesland gab - die erste wurde [[Steinbömer & Lubinus]] - kam es 1773 zu einem Rechtsstreit, nachdem diese in ihrem Laden Tabak und Leinen verkauften. Der [[Magistrat]] stellte bei der Klage fest, dass einerseits die Zunftmitglieder mit Recht auf die Privilegien der Zunft pochten, andererseits der Tabakhandel noch nicht in der Zunftrolle reglementiert war, da man diesen bis dato aus den Niederlanden bezog. Die preußischen Beamten in Aurich entschieden schließlich zugunsten der Tabakmanufaktur.<ref>Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 9f.</ref>
 
Am 21. November 1812 fand die letzte Zunftversammlung statt. Wie alle anderen auch (siehe [[Zunft- und Gildewesen#Geschichte|Geschichte]]) wurde die Kräuterzunft aufgelöst, ihr Inventar am 26. November des Jahres in einer öffentlichen Auktion verkauft.<ref name=":4" /> Am 15. August 1821 wurde die Zunft neu gegründet, ging jedoch 1881 - wie alle Zünfte - in einer neuen Innung auf.<ref name=":5">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 64</ref>


== Manufaktur- und Ellenhändlerzunft ==
== Manufaktur- und Ellenhändlerzunft ==