Haus Bührmann: Unterschied zwischen den Versionen
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Noch bis in das 19. Jahrhundert befanden sich an der (heutigen) Hausnummer 91 zwei Gebäude. Das rechte der beiden die alte [[Hausnummerierung|Anschrift]] ''[[Norderkluft]], 2. [[Rott]], Nr. 524'' trug und wurde zum 12. Juni 1781 vom Rechtsanwalt F. G. Hedden zu einem Kaufpreis von 1.900 Gulden erworben.<ref name=":0" /> Zuvor wohnte hier der Zimmermann und Gastwirt [[Jann Friedrich Wilcken]] mit seiner Frau. Nachdem sich die Eheleute Wilcken entschlossen, das Haus wieder zu verkaufen, hatten sie dazu offenbar alle Mühe. In den Kaufunterlagen wird dokumentiert, dass es dreimalig öffentlich inseriert werden musste.<ref name=":0" /> Nachfolgend wechselte es mehrfach den Besitzer, so befand sich hier bis 1834 die ''Bäckerei Schönbäck''.<ref name=":3" /> | Noch bis in das 19. Jahrhundert befanden sich an der (heutigen) Hausnummer 91 zwei Gebäude. Das rechte der beiden die alte [[Hausnummerierung|Anschrift]] ''[[Norderkluft]], 2. [[Rott]], Nr. 524'' trug und wurde zum 12. Juni 1781 vom Rechtsanwalt F. G. Hedden zu einem Kaufpreis von 1.900 Gulden erworben.<ref name=":0" /> Zuvor wohnte hier der Zimmermann und Gastwirt [[Jann Friedrich Wilcken]] mit seiner Frau. Nachdem sich die Eheleute Wilcken entschlossen, das Haus wieder zu verkaufen, hatten sie dazu offenbar alle Mühe. In den Kaufunterlagen wird dokumentiert, dass es dreimalig öffentlich inseriert werden musste.<ref name=":0" /> Nachfolgend wechselte es mehrfach den Besitzer, so befand sich hier bis 1834 die ''Bäckerei Schönbäck''.<ref name=":3" /> | ||
Das zweite, linke Haus trug die Hausnummer 523.<ref name=":2" /> Hier wohnte 1781 noch eine Witwe mit dem Nachnamen ''Wenckebach''.<ref name=":3" /> Sie war möglicherweise eine Schwiegertochter oder sonstige Angehörige des früheren [[Ludovicus Wenckebach|Bürgermeisters Wenckebach]]. 1814 wird der | Das zweite, linke Haus trug die Hausnummer 523.<ref name=":2" /> Hier wohnte 1781 noch eine Witwe mit dem Nachnamen ''Wenckebach''.<ref name=":3" /> Sie war möglicherweise eine Schwiegertochter oder sonstige Angehörige des früheren [[Ludovicus Wenckebach|Bürgermeisters Wenckebach]]. 1814 wird der Pastor [[Johann Rudolph Hölscher]] genannt, der das Gebäude für 4.500 Gulden vom Goldschmied [[Steffen Wilhelm Steffens]] erwarb.<ref name=":3" /> | ||
1841 erwarb der Wittmunder [[Johann Georg Rose]] mit seiner Ehefrau das rechte Gebäude für 1.600 Reichstaler und gründete hier zum 1. Mai 1843 eine Manufakturenhandlung.<ref name=":3">Ostfriesischer Kurier vom 19. November 1994, S. 13</ref> Im Jahre 1877 übernahm Kaufmann [[Bernhard Hinrich Bührmann]] Haus und Grund und gründete hier das nach ihm benannte Textilfachgeschäft ''B. H. Bührmann''.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 214</ref> Der offizielle Name des Unternehmens lautete ''B. H. Bührmann, J. G. Rose Nachfolger''. Bührmann erwarb 1877 das linke Haus hinzu, ließ beide weitestgehend abbrechen und einen Neubau errichten.<ref name=":3" /> Dass es sich um zwei Gebäude handelt, ist jedoch besonders im Inneren, aber auch am Äußeren, nach wie vor erkennbar. | 1841 erwarb der Wittmunder [[Johann Georg Rose]] mit seiner Ehefrau das rechte Gebäude für 1.600 Reichstaler und gründete hier zum 1. Mai 1843 eine Manufakturenhandlung.<ref name=":3">Ostfriesischer Kurier vom 19. November 1994, S. 13</ref> Im Jahre 1877 übernahm Kaufmann [[Bernhard Hinrich Bührmann]] Haus und Grund und gründete hier das nach ihm benannte Textilfachgeschäft ''B. H. Bührmann''.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 214</ref> Der offizielle Name des Unternehmens lautete ''B. H. Bührmann, J. G. Rose Nachfolger''. Bührmann erwarb 1877 das linke Haus hinzu, ließ beide weitestgehend abbrechen und einen Neubau errichten.<ref name=":3" /> Dass es sich um zwei Gebäude handelt, ist jedoch besonders im Inneren, aber auch am Äußeren, nach wie vor erkennbar. | ||