Brauerei Doornkaat: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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==Galerie==
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=== Gebäude ===
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Datei:Postkarte Brauerei Doornkaat Weinhaus Blücherplatz Denkmal 1900 01.JPG|Die Brauerei (mittig) auf einer Postkarte aus dem Jahr 1900.
Datei:Westgaste Brauhausstraße Brauerei Doornkaat Bierbauerei um 1920 01.jpg|Menschen posieren für das Foto auf dem Gelände der Brauerei (um 1910).
Datei:Westgaste Brauhausstraße Brauerei Doornkaat Bierbauerei um 1920 02.jpg|Der Abbruch der Brauereigebäude (um 1925)
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=== Produkte und Werbung ===
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Datei:Brauerei Doornkaat Werbung.JPG|Bierwerbung aus dem Jahr 1895 und 1901
Datei:Brauerei Doornkaat Werbung.JPG|Bierwerbung aus dem Jahr 1895 und 1901

Version vom 20. Januar 2022, 15:41 Uhr

Brauerei Doornkaat

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Basisdaten
Gründung 1882
Auflösung um 1940
Rechtsform Aktiengesellschaft (AG)
Hauptsitz Brauhausstraße

26506 Norden

Die Brauerei Doornkaat war eine zunächst eigenständige, dann zum Unternehmen Doornkaat gehörige Brauerei in Westgaste. 1922 wurde sie an die Bavaria Brauerei aus Altona verkauft und ein Jahr später geschlossen. Heute erinnert (nur) noch der Name Brauhausstraße an sie, sämtliche Überreste sind verschwunden.

Geschichte

Die Brauerei wurde 1882 durch Hermann ten Doornkaat Koolman und Jacobus ten Doornkaat Koolman, den beiden jüngeren Brüdern von Jan ten Doornkaat Koolman III. gegründet. Nach zweijähriger Bauzeit konnte die Bierproduktion am 1. Januar 1884 in Westgaste aufgenommen werden. Das Geschäft entwickelte sich schnell und gut, bei Ausstellungen in Hannover 1884, in Wittmund 1887 und 1890 in Bremen und Lüttich brachten der Brauerei den ersten Preis ein, was für eine hohe Qualität des Bieres sprach.[1] Gebraut wurde nach klassischer bayerischer Brauart, die Produkte fanden auch im Ausland Anklang und man betrieb mindestens eine Zweigstelle in Wilhelmshaven.[2]

Trotz anfänglicher Erfolge wirtschafteten die Inhaber nicht besonders gut, sodass die Brauerei zum 12. Dezember 1899 mit der Brennerei des älteren Doornkaat-Bruders verschmolz. Man firmierte nun gemeinsam als Doornkaat Brennerei und Brauerei Aktiengesellschaft. Tatsächlich brachte die Fusionierung der Brauerei große Vorteile und bereits im ersten Geschäftsjahr verzeichnete man einen gemeinsamen Reingewinn von 172.425 Mark. Um die Angestellten am Erfolg zu beteiligen, richtete man 1900 eine Betriebskrankenkasse ein. Eine für damalige Zeiten äußerst wohltätige Geste.[1]

Der Erste Weltkrieg verpasste dem Unternehmen jedoch einen schweren Schlag, ein großer Teil der Belegschaft wurde zum Kriegsdienst verpflichtet. Die Bierproduktion kam dadurch gänzlich zum Erliegen. Erst 1921 konnte man diese wieder aufnehmen. Ein Jahr später veräußerte man die Brennerei gewinnbringend für 1,6 Millionen Mark an die Bavaria Brauerei aus Altona.[1] Ein Großteil der Produktion in Norden wurde 1923 eingestellt, gänzlich zum Erliegen kam sie kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs.[2][3] Der Schornstein wurde am 19. April 1943 gesprengt, womit das endgültige Ende der Brauerei besiegelt wurde.[3] Die letzten Überreste der Brauerei verschwanden zwischen 1969 und 1970. Seitdem erinnert nur noch der Name Brauhausstraße an die alte Brauerei.

Produkte

  • Doornkaat-Bräu
  • Amor-Bräu
  • Iltis-Bräu (im Jahre 1900 aus Anlass des Boxeraufstandes in China herausgebracht)

Galerie

Gebäude

Produkte und Werbung

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 79
  2. 2,0 2,1 Angabe beim Biermuseum Delmenhorst, abgerufen am 11. Juni 2021
  3. 3,0 3,1 Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 51

Siehe auch