Altstadt: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Größe der Stadt war bis in das 20. Jahrhundert sehr gering und wuchs erst durch Eingemeindung der [[Norder Umlandgemeinden]] beträchtlich. Die Altstadt wurde durch das [[Dominikanerkloster]], das [[Benediktinerkloster]], die [[Osterburg]], das [[Altes Siel|Alte Siel]] und den [[Burggraben]] begrenzt. Eine geschlossene Bebauung fand anfangs gar nur [[Am Markt]] und an der [[Osterstraße|Oster]]- und [[Westerstraße]] statt.<ref name=":0">Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 39</ref> Noch bis zur Eingemeindung der [[Sandbauerschaft]] zum 1. April 1919 umfasste das Stadtgebiet daher kaum mehr als 90 Hektar. Zwar kaufte die Stadt zu ihrer eigenen Erweiterung schon vorher immer wieder Land von der Sandbauerschaft, etwa im Bereich des späteren [[Gaswerk|Gaswerks]] und des [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhofs]] doch waren diese Landkäufe sehr gering. | Die Größe der Stadt war bis in das 20. Jahrhundert sehr gering und wuchs erst durch Eingemeindung der [[Norder Umlandgemeinden]] beträchtlich. Die Altstadt wurde durch das [[Dominikanerkloster]], das [[Benediktinerkloster]], die [[Osterburg]], das [[Altes Siel|Alte Siel]] und den [[Burggraben]] begrenzt. Eine geschlossene Bebauung fand anfangs gar nur [[Am Markt]] und an der [[Osterstraße|Oster]]- und [[Westerstraße]] statt.<ref name=":0">Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 39</ref> Noch bis zur Eingemeindung der [[Sandbauerschaft]] zum 1. April 1919 umfasste das Stadtgebiet daher kaum mehr als 90 Hektar (0,9 Quadratkilometer). Zwar kaufte die Stadt zu ihrer eigenen Erweiterung schon vorher immer wieder Land von der Sandbauerschaft, etwa im Bereich des späteren [[Gaswerk|Gaswerks]] und des [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhofs]] doch waren diese Landkäufe sehr gering. | ||
Als Norden durch die Sturmfluten des 14. Jahrhunderts ein Seeort wurde, erfolgte eine Ausdehnung der geschlossenen Bebauung in den Raum zwischen Marktplatz und Altem Siel, wo sich damals noch der [[Norder Hafen]] befand. Vier eng bebaute Straßen ([[Burggraben]], [[Kirchstraße]], [[Sielstraße]] und [[Uffenstraße]]) führen vom [[Marktplatz]] dorthin. Im Gegensatz zu der großzügigen Anlage des Marktplatzes drängt sich hier ein Haus an das andere. Die geringe Tiefe der Grundstücke bot nur in wenigen Fällen Raum für Garten und Hof. Diese Nachteile wurden jedoch durch die günstige Geschäftslage für Handwerker und Händler aufgehoben.<ref name=":0" /> | Als Norden durch die Sturmfluten des 14. Jahrhunderts ein Seeort wurde, erfolgte eine Ausdehnung der geschlossenen Bebauung in den Raum zwischen Marktplatz und Altem Siel, wo sich damals noch der [[Norder Hafen]] befand. Vier eng bebaute Straßen ([[Burggraben]], [[Kirchstraße]], [[Sielstraße]] und [[Uffenstraße]]) führen vom [[Marktplatz]] dorthin. Im Gegensatz zu der großzügigen Anlage des Marktplatzes drängt sich hier ein Haus an das andere. Die geringe Tiefe der Grundstücke bot nur in wenigen Fällen Raum für Garten und Hof. Diese Nachteile wurden jedoch durch die günstige Geschäftslage für Handwerker und Händler aufgehoben.<ref name=":0" /> | ||