Heimat- und Teemuseum: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Heimat- und Teemuseum''' | Das '''Heimat- und Teemuseum''' ist ein im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] ansässiges und vom [[Heimatverein Norderland]] getragenes Museum mit Schwerpunkten im Bereich der Heimatkunde und der internationalen Teekultur. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
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1940 musste der Verein das Heimatmuseum [[Zweiter Weltkrieg|kriegsbedingt]] schließen. Erst im Dezember 1950 öffnet es mit einer Sonderausstellung ''Ostfriesische Städtebilder'' wieder seine Pforten. Ein Teil der Gebäudes wird jedoch während der großen Wohnungsknappheit der Nachkriegszeit noch als Wohnraum genutzt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 60</ref> | 1940 musste der Verein das Heimatmuseum [[Zweiter Weltkrieg|kriegsbedingt]] schließen. Erst im Dezember 1950 öffnet es mit einer Sonderausstellung ''Ostfriesische Städtebilder'' wieder seine Pforten. Ein Teil der Gebäudes wird jedoch während der großen Wohnungsknappheit der Nachkriegszeit noch als Wohnraum genutzt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 60</ref> | ||
Im Mai 1989 eröffnete der Heimatverein das Ostfriesische Teemuseum, das unmittelbar an das Alte Rathaus angrenzt und dessen Grundstein am 17. Juli 1987 gelegt wurde.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 55</ref> Zu den prominenten Gästen der Einweihungsfeier gehörte auch der damalige Bundespräsident Roman Herzog, der hier mit dem Norder Bundestagsabgeordneten [[Jann-Peter Janssen]] einer klassischen, ostfriesischen Teezeremonie beiwohnte.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 97f.</ref> Der Gründung eines Teemuseums ging die Ausstellung einer privaten Sammlung der Nachfahrin des letzten polnischen Königs, Frau Dr. Virginia Oswald Freifrau von Diepholz, voran, die der Heimatverein nach Norden holte. Wenig später, am 4. Oktober 1985, beschloss der Vereinsvorstand sodann die Gründung eines Teemuseums.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 128</ref> | Im Mai 1989 eröffnete der Heimatverein das Ostfriesische Teemuseum, das unmittelbar an das Alte Rathaus angrenzt und dessen Grundstein am 17. Juli 1987 gelegt wurde.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 55</ref> Das Gebäude dort wurde umfangreich restauriert und mit einer neuen Fassade versehen, die historische Grundsubstanz, die wie das Alte Rathaus auch aus dem 16. Jahrhundert stammt, wurde dabei jedoch so gut es ging erhalten.<ref name=":0" /> | ||
Zu den prominenten Gästen der Einweihungsfeier gehörte auch der damalige Bundespräsident Roman Herzog, der hier mit dem Norder Bundestagsabgeordneten [[Jann-Peter Janssen]] einer klassischen, ostfriesischen Teezeremonie beiwohnte.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 97f.</ref> Der Gründung eines Teemuseums ging die Ausstellung einer privaten Sammlung der Nachfahrin des letzten polnischen Königs, Frau Dr. Virginia Oswald Freifrau von Diepholz, voran, die der Heimatverein nach Norden holte. Wenig später, am 4. Oktober 1985, beschloss der Vereinsvorstand sodann die Gründung eines Teemuseums.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 128</ref> | |||
Im August 2021 wurde der Keller des Alten Rathauses nach umfangreicher Restauration erstmals wieder Teil der Gesamtausstellung und beherbergt nun unter anderem ein Modell des historischen [[Marktplatz|Marktplatzes]]. Vorangegangen war eine fast zehnjährige Restauration und Sanierung des Museums, die nun einen Abschluss gefunden hat. Einen beachtlichen Teil der Gesamtkosten konnte durch eine großzügige Stiftung in Höhe von 100.000 Euro durch die [[Dr. Heinz E. & Edith Samson|Dr. Heinz E. & Edith Samson-Stiftung]] getragen werden.<ref>[https://www.borkumer-zeitung.de/artikel/1049485/Alter-Norder-Rathauskeller-ist-wieder-begehbar Online-Bericht der Borkumer Zeitung vom 11. August 2021], abgerufen am 8. September 2021</ref> | Im August 2021 wurde der Keller des Alten Rathauses nach umfangreicher Restauration erstmals wieder Teil der Gesamtausstellung und beherbergt nun unter anderem ein Modell des historischen [[Marktplatz|Marktplatzes]]. Vorangegangen war eine fast zehnjährige Restauration und Sanierung des Museums, die nun einen Abschluss gefunden hat. Einen beachtlichen Teil der Gesamtkosten konnte durch eine großzügige Stiftung in Höhe von 100.000 Euro durch die [[Dr. Heinz E. & Edith Samson|Dr. Heinz E. & Edith Samson-Stiftung]] getragen werden.<ref>[https://www.borkumer-zeitung.de/artikel/1049485/Alter-Norder-Rathauskeller-ist-wieder-begehbar Online-Bericht der Borkumer Zeitung vom 11. August 2021], abgerufen am 8. September 2021</ref> | ||