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== Goldschmiedezunft ==
== Goldschmiedezunft ==
[[Datei:Zunft Gilde Goldschmiede Schmiede Stempelzeichen 01.jpg|mini|468x468px|Verschiedene Stempelzeichen örtlicher Goldschmiede]]
[[Datei:Zunft Gilde Goldschmiede Schmiede Stempelzeichen 01.jpg|mini|468x468px|Verschiedene Stempelzeichen örtlicher Goldschmiede]]
Die Goldschmiede waren seit spätestens 1589 zünftig organisiert.<ref name=":8" /> Dieser Zusammenschluss lässt sich jedoch nur bis 1664 verfolgen.<ref name=":2" /> Ihr Handwerk verschwand deshalb jedoch keineswegs aus der Stadt, auch weiterhin gab es zahlreiche Goldschmiede. Bis 1955 lassen sich gut 150 Goldschmiede für Norden nachweisen, von denen ein Drittel im 18. Jahrhundert tätig war. Anfang der 1770er Jahre gab es Versuche, die alte Goldschmiedezunft wieder zum Leben zu erwecken, doch schlugen diese Versuche fehl.<ref name=":3">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 62</ref>
Die Goldschmiede waren in Norden seit spätestens 1589 zünftig organisiert und fertigten anfangs hauptsächlich Arbeiten für die [[Ludgerigemeinde Norden|Ludgerigemeinde]] an.<ref name=":8" /><ref name=":10">Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 96</ref> Ihr Zusammenschluss lässt sich jedoch nur bis 1664 verfolgen.<ref name=":2" /> Ihr Handwerk verschwand deshalb jedoch keineswegs aus der Stadt, auch weiterhin gab es zahlreiche Goldschmiede, so lassen sich bis 1965 nicht weniger als 115 Goldschmiede für Norden nachweisen, von denen ein gutes Drittel allein im 18. Jahrhundert tätig war.<ref name=":10" /><ref name=":3" /> Anfang der 1770er Jahre gab es Versuche, die alte Goldschmiedezunft wieder zum Leben zu erwecken, doch schlugen diese Versuche fehl.<ref name=":3">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 62</ref>


Gab es 1809 noch 19 selbstständige Goldschmiede in der Stadt, schwand ihre Zahl in der Folgezeit. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden sie mehr und mehr zum Uhrmacher, die parallel zu dieser Tätigkeit noch Gold- und Silberschmiedetätigkeiten anboten. Oftmals wurde jedoch gar nicht mehr selbst geschmiedet, sondern nur feilgeboten.<ref name=":3" />
Am 1. Januar 1888 trat ein Reichsgesetz in Kraft, nachdem Schmiedeerzeugnisse aus Gold und Silber mit dem Stempelzeichen des jeweiligen Schmiedes versehen werden mussten.<ref name=":3" /> So lassen sich noch heute viele Werke ihren Urhebern zuordnen.


Am 1. Januar 1888 trat ein Reichsgesetz in Kraft, nachdem Schmiedeerzeugnisse aus Gold und Silber mit dem Stempelzeichen des jeweiligen Schmiedes versehen werden mussten.<ref name=":3" />
Gab es 1809 noch 19 selbstständige Goldschmiede sowie zwei Silberschmiede in der Stadt, schwand ihre Zahl in der Folgezeit. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden sie mehr und mehr zum Uhrmacher, die parallel zu dieser Tätigkeit noch Gold- und Silberschmiedetätigkeiten anboten.<ref name=":3" /><ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 99</ref> Oftmals wurde jedoch gar nicht mehr selbst geschmiedet, sondern nur feilgeboten.<ref name=":3" /> Die sprichwörtlich goldenen Zeiten, die seinerzeit als die besten in Ostfriesland galten, waren vorbei.<ref name=":10" />


== Krämerzunft ==
== Krämerzunft ==