Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 19: Zeile 19:
|-
|-
|Erbauer
|Erbauer
|Familie Buismann
|[[Johannes Buisman]]
|-
|-
|Bauweise
|Bauweise
Zeile 35: Zeile 35:


==Geschichte==
==Geschichte==
Das Baujahr des Hofes kann anhand einer Inschrift über dem Türsturz auf das Jahr 1867 datiert werden. Erst wenige Jahre vorher wurde die [[Bundesstraße]] (genannt: ''Chaussee'') befestigt. Bauherr war die aus den Niederlanden stammende Familie Buismann, an die noch eine Buise, eine Wetterfahne in Form eines Lastenseglers, erinnert.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 228f.</ref> Ab 1906 gehörte der Hof dann der Familie Gerdes, wie eine Inschrift am Giebel belegt. Genannt werden ein [[Gerhard Gerdes]] und eine [[Gretje Gerdes]], geb. Heyen.<ref name=":0" />
Das Grundstück des heutigen Hofs war offenbar schon seit spätestens 1630 von einem Hof landwirtschaftlich genutzt worden. Erster bekannter Eigentümer war ein [[Bentet Hayen]]. Seinerzeit umfasste der Hof Ländereien in der Größe von 50 [[Diemat]].<ref>Schreiber, Gretje (2011) Die Höfe in Süderneuland, Nr. 10</ref>


Existiert hat der Hof bereits seit mindestens 1630. Erster bekannter Eigentümer war [[Bentet Hayen]]. Seinerzeit umfasste der Hof Ländereien in der Größe von 50 [[Diemat]].<ref>Schreiber, Gretje (2011) Die Höfe in Süderneuland, Nr. 10</ref> Wegen seiner vielen Krokusblumen im vorderen Grundstücksbereich wird er auch manchmal ''Krokushof'' genannt.
Das Baujahr des bis heute erhaltenen Hofs kann indes anhand einer Inschrift über dem Türsturz auf das Jahr 1867 datiert werden. Erst wenige Jahre vorher wurde die [[Bundesstraße]] (genannt: ''Chaussee'') angelegt. Bauherr war die ursprünglich aus dem südlichen Ostfriesland stammende Familie Buisman, an die noch eine ''Buise'', eine Wetterfahne in Form eines Lastenseglers, erinnert.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 228f.</ref> Tatsächlich nahm die Familie Buisman, die ursprünglich Janssen hieß, diesen Namen zur Unterscheidung von anderen Familien mit gleichlautendem Namen an.<ref name=":1">Befragung des Nachkommen Carl Bernhard am 17. Januar 2022</ref>


Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] gab es westlich des Hofs einen kleinen [[Bunker (Bundesstraße)|Einmannbunker]].
Im 18. Jahrhundert ging die Familie in die Niederlande, da der Familienvater dort eine Stelle als reformierter Pastor annahm. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen sie zurück nach Ostfriesland, wo [[Johannes Buisman]] mit seiner Frau [[Johanna Agneta Buisman|Johanna Agneta]] und finanzieller Hilfe der wohlhabenden Emder Verwandtschaft im Jahre 1867 den bis heute bestehenden Gulfhof erbaute. Insgesamt gehörten seinerzeit 80 Hektar Land zum Hof.<ref name=":1" />
 
Da keines der sieben Kinder des Ehepaars bereit war, den Hof zu übernehmen, verkauften sie den Hof 1906 an [[Gerhard Gerdes]] und seine [[Gretje Gerdes|Frau Gretje]].<ref name=":0" /><ref name=":1" /> An die Übernahme des Hofs durch die Familie Gerdes erinnert noch heute eine Inschrift am Giebel mit der entsprechenden Jahreszahl.


==Beschreibung==
==Beschreibung==
Zeile 45: Zeile 47:


Die Traufseiten sind fünfachsig. Auf der Südseite befindet sich die Haustür mit der oben genannten Jahreszahl. Die weiß gestrichenen Blockrahmenschiebefenster sowie das Gesims betonen einen erwünschten Kontrast zum Backstein und verleihen dem Haus eine vornehme Note. Die klassizistische Gartenanlage mit Rasenflächen und solitären Laubbäumen aus der Erbauungszeit des Hofes bildet einen für das Wohnhaus stilgemäßen Rahmen.<ref name=":0" /> Im März verwandelt sich die Rasenfläche in einen weiß-violetten Krokusteppich, weshalb der Hof auch manchmal ''Krokushof'' genannt wird.
Die Traufseiten sind fünfachsig. Auf der Südseite befindet sich die Haustür mit der oben genannten Jahreszahl. Die weiß gestrichenen Blockrahmenschiebefenster sowie das Gesims betonen einen erwünschten Kontrast zum Backstein und verleihen dem Haus eine vornehme Note. Die klassizistische Gartenanlage mit Rasenflächen und solitären Laubbäumen aus der Erbauungszeit des Hofes bildet einen für das Wohnhaus stilgemäßen Rahmen.<ref name=":0" /> Im März verwandelt sich die Rasenfläche in einen weiß-violetten Krokusteppich, weshalb der Hof auch manchmal ''Krokushof'' genannt wird.
== Trivia ==
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] gab es westlich des Hofs einen kleinen [[Bunker (Bundesstraße)|Einmannbunker]].


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==