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Das Denkmal ist ein Werk des Berliner Bildhausers Arnold Künne, der im deutschen Kaiserreich zahlreiche Standbilder, Büsten und Reliefs geschaffen hat, darunter viele Bismarckdenkmale. Zur Anlage gehörte ursprünglich eine Kanone sowie eine Umzäunung und Findlinge.<ref name=":1">[https://blog.fiks.de/denkmale-in-ostfriesland/bismarck-otto-graf-von/ Beschreibung des Bismarckdenkmals von Norden], abgerufen am 27. Juli 2021</ref> In Auftrag gegeben wurde das Werk von einem patriotischen Komitee Norder Bürger sowie die städtischen Behörden unter [[Johannes König|Bürgermeister König]].<ref name=":0" />
Das Denkmal ist ein Werk des Berliner Bildhausers Arnold Künne, der im deutschen Kaiserreich zahlreiche Standbilder, Büsten und Reliefs geschaffen hat, darunter viele Bismarckdenkmale. Zur Anlage gehörte ursprünglich eine Kanone sowie eine Umzäunung und Findlinge.<ref name=":1">[https://blog.fiks.de/denkmale-in-ostfriesland/bismarck-otto-graf-von/ Beschreibung des Bismarckdenkmals von Norden], abgerufen am 27. Juli 2021</ref> In Auftrag gegeben wurde das Werk von einem patriotischen Komitee Norder Bürger sowie die städtischen Behörden unter [[Johannes König|Bürgermeister König]].<ref name=":0" />


Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Denkmal für den Bau des später so genannten [[Hevemeyer-Kiosk]] an seinen heutigen Standort verlagert. Ursächlich für die Verlagerung war jedoch auch, dass Bismarck vielen (vor allem) linksorientierten Menschen als Pragmatiker und Kriegstreiber sowie als erzkonservativer Verteidiger des Bürgertums gilt und sein offenes Erscheinen sich nicht mehr passend in das Stadtbild des sich als weltoffen, tolerant und pazifistisch zeigenden Nachkriegsdeutschland einfügte.
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Denkmal für den Bau des später so genannten [[Hevemeyer-Kiosk]] an seinen heutigen Standort verlagert. Ursächlich für die Verlagerung war jedoch auch, dass Bismarck vielen (vor allem) linksorientierten Menschen als Pragmatiker und Kriegstreiber sowie als erzkonservativer Verteidiger des Bürgertums gilt und sein offenes Erscheinen sich nicht mehr passend in das Stadtbild des sich als weltoffen, tolerant und pazifistisch zeigenden Nachkriegsdeutschland einfügte. Zudem plante die Stadt, den Kreuzungsbereich zu verbreitern, verwarf die Pläne jedoch bald wieder.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 31</ref>


Um 1970 wurde das Denkmal wegen Straßenbauarbeiten abmontiert und auf dem [[Klärwerk|Klärwerksgelände]] zwischengelagert, erst 1975 kam es wieder an seinen alten Platz - allerdings mit einem anderen Sockel.<ref name=":1" /><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 80</ref> Heute ist der Bereich um das Bismarckdenkmal vor allem als Treffpunkt der ''[[NoKo-Brüder]]'' und anderer zwielichtiger Klientel bekannt. Man hält sich dort zumeist von morgens bis abends, insbesondere in den Tagen nach dem Sozialhilfe-Auszahlungstermin, auf und spricht gemeinsam reichlich dem Alkohol zu.
Um 1970 wurde das Denkmal wegen Straßenbauarbeiten abmontiert und auf dem [[Klärwerk|Klärwerksgelände]] zwischengelagert, erst 1975 kam es wieder an seinen alten Platz - allerdings mit einem anderen Sockel.<ref name=":1" /><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 80</ref> Heute ist der Bereich um das Bismarckdenkmal vor allem als Treffpunkt der ''[[NoKo-Brüder]]'' und anderer zwielichtiger Klientel bekannt. Man hält sich dort zumeist von morgens bis abends, insbesondere in den Tagen nach dem Sozialhilfe-Auszahlungstermin, auf und spricht gemeinsam reichlich dem Alkohol zu.