Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 34: Zeile 34:
26506 Norden
26506 Norden
|}
|}
Die '''Ackerbauschule''' (amtlich: ''Landwirtschaftliche Winterschul''e bzw. anfangs ''Landwirtschaftliche Vorschule''; auch: ''Ackerbackerschool'') war eine von 1875 bis 1972 bestehende Landwirtschaftsschule. Heute befindet sich in dem 1879 errichteten Gebäude eine Außenstelle der Norder Stadtverwaltung, unter anderem das Standes- und Ordnungsamt.
Die '''Ackerbauschule''' (amtlich: ''Landwirtschaftliche Winterschul''e bzw. anfangs ''Landwirtschaftliche Vorschule''; auch: ''Ackerbackerschool'') war eine von 1875 bis 1972 bestehende Landwirtschaftsschule. Nach dessen Schließung befand sich hier die ''[[Kreismusikschule]]''. Heute befindet sich in dem 1879 errichteten Gebäude eine Nebenstelle der Norder Stadtverwaltung, unter anderem das Standes- und Ordnungsamt.
__TOC__
__TOC__
==Geschichte==
==Geschichte==
Laut Gründungsunterlagen wurde die Schule 1875 als ''Landwirtschaftliche Vorschule'' gegründet, der Volksmund taufte sie jedoch schon bald in ''Ackerbauschule'' um. Schon um 1850 hatte die Landdrostei in Aurich die Notwendigkeit zur Errichtung einer Fortbildungsschule für Jugendliche in landwirtschaftlichen Berufen erkannt. Sogar beim Innenministerium in Hannover (Ostfriesland gehörte seinerzeit zum Königreich Hannover) erkannte man an, dass eine solche Notwendigkeit besteht und bevorzugte Norden als Standort einer solchen Schule, denn ''Norden liege auf der [[Geest]] nahe der fruchtbaren [[Marsch]] und der Sandboden um Norden werde so ausgezeichnet mit Spaten und Pflug bearbeitet wie sonst nirgends im Königreich Hannover''. Ein weiterer Punkt war die Lage nahe der (damals noch wesentlich ausgedehnteren) Heide- und Moorlandschaften, sodass alle wichtigen, heimischen Bodentypen abgedeckt waren.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 128</ref><ref name=":3">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 247</ref> Eine der Bedingungen für eine amtliche Förderung in Höhe von 600 bis 1.000 Reichstalern war, dass mindestens 10 bis 20 Schüler die Schule besuchen können.<ref name=":3" />
Laut Gründungsunterlagen wurde die Schule 1875 als ''Landwirtschaftliche Vorschule'' gegründet, der Volksmund taufte sie jedoch schon bald in ''Ackerbauschule'' um. Schon um 1850 hatte die [[Landdrostei]] in Aurich die Notwendigkeit zur Errichtung einer Fortbildungsschule für Jugendliche in landwirtschaftlichen Berufen erkannt. Sogar beim Innenministerium in Hannover (Ostfriesland gehörte seinerzeit zum Königreich Hannover) erkannte man an, dass eine solche Notwendigkeit besteht und bevorzugte Norden als Standort einer solchen Schule, denn ''Norden liege auf der [[Geest]] nahe der fruchtbaren [[Marsch]] und der Sandboden um Norden werde so ausgezeichnet mit Spaten und Pflug bearbeitet wie sonst nirgends im Königreich Hannover''. Ein weiterer Punkt war die Lage nahe der (damals noch wesentlich ausgedehnteren) Heide- und Moorlandschaften, sodass alle wichtigen, heimischen Bodentypen abgedeckt waren.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 128</ref><ref name=":3">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 247</ref> Eine der Bedingungen für eine amtliche Förderung in Höhe von 600 bis 1.000 Reichstalern war, dass mindestens 10 bis 20 Schüler die Schule besuchen können.<ref name=":3" />


Sehr für den Aufbau der Schule setzte sich auch Bürgermeister [[Johann Taaks|Johann Hillern Taaks]] ein, der beim Ministerium auch darauf hinwies, dass Norden mit einem [[Ulrichsgymnasium|Gymnasium]] und einer [[Höhere Töchterschule|Höheren Töchterschule]] über genügend studierte Lehrkräfte verfügte.<ref name=":4">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 248</ref> Dazu kämen weitere vorgebildete Lehrkräfte der [[Gewerbeschule]].<ref name=":0" /><ref name=":4" /> Natürlich gab es auch [[Liste der Schulen im Stadtgebiet|weitere Schulen]], doch waren die Lehrer dort in der Regel nicht akademisch, sondern höchstens in Semiaren vorgebildet. Diese Lehrer bezeichnete man als Schulmeister.
Sehr für den Aufbau der Schule setzte sich auch Bürgermeister [[Johann Taaks|Johann Hillern Taaks]] ein, der beim Ministerium auch darauf hinwies, dass Norden mit einem [[Ulrichsgymnasium|Gymnasium]] und einer [[Höhere Töchterschule|Höheren Töchterschule]] über genügend studierte Lehrkräfte verfügte.<ref name=":4">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 248</ref> Dazu kämen weitere vorgebildete Lehrkräfte der [[Gewerbeschule]].<ref name=":0" /><ref name=":4" /> Natürlich gab es auch [[Liste der Schulen im Stadtgebiet|weitere Schulen]], doch waren die Lehrer dort in der Regel nicht akademisch, sondern höchstens in Semiaren vorgebildet. Diese Lehrer bezeichnete man als Schulmeister.