Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 30: Zeile 30:
Die '''Idzingaburg''' war eine Burg, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Linteler Straße]] und [[Ulmenweg]] befunden hat.
Die '''Idzingaburg''' war eine Burg, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Linteler Straße]] und [[Ulmenweg]] befunden hat.


Erbaut wurde die Idzingaburg vermutlich im 13. Jahrhundert vom Häuptlingsgeschlecht [[Idzinga]], die zu dieser Zeit großen Einfluss in und um Norden hatten und wohl auch die [[Oldeborg]] am südwestlichen [[Marktplatz]] und die [[Osterburg]] an der östlichen Stadgrenze von [[Norden (Stadtteil) | Norden]] errichtet haben. Spätestens ab 1434 ist die Burg als "Ore Itzinga Borch" nachgewiesen. In diesem Jahr sollte offensichtlich das Bollwerk und die Vorburg ("Ore borch, von der de Noerdersydt und dat boellwerck van de Vorborch") eingeebnet werden, das Hauptgebäude jedoch erhalten bleiben ("fruw Himen borch staende bliven ihn all ore herlicheit, so se dan iss."). Ursächlich war, dass die letzte Idzinga, Hima Idzinga, keusch im [[Kloster Marienthal]] lebte, damit besitzlos geworden war und dort letztlich 1439 kinderlos starb, womit das Geschlecht der Idzinga erschloss. Die Burg fiel daraufhin vermutlich an einen Mann namens Tanno aus dem Geschlecht der [[Kankena]] und wurde später eingeebnet.
Erbaut wurde die Idzingaburg vermutlich im 13. Jahrhundert vom Häuptlingsgeschlecht [[Idzinga]], die zu dieser Zeit großen Einfluss in und um Norden hatten und wohl auch die [[Oldeborg]] am südwestlichen [[Marktplatz]] und die [[Osterburg]] an der östlichen Stadtgrenze von [[Norden (Stadtteil) | Norden]] errichtet haben. Spätestens ab 1434 ist die Burg als "Ore Itzinga Borch" nachgewiesen. In diesem Jahr sollte offensichtlich das Bollwerk und die Vorburg ("Ore borch, von der de Noerdersydt und dat boellwerck van de Vorborch") eingeebnet werden, das Hauptgebäude jedoch erhalten bleiben ("fruw Himen borch staende bliven ihn all ore herlicheit, so se dan iss."). Ursächlich war, dass die letzte Idzinga, Hima Idzinga, keusch im [[Kloster Marienthal]] lebte, damit besitzlos geworden war und dort letztlich 1439 kinderlos starb, womit das Geschlecht der Idzinga erschloss. Die Burg fiel daraufhin vermutlich an einen Mann namens Tanno aus dem Geschlecht der [[Kankena]] und wurde später eingeebnet.


Das ehemalige Gelände der Burganlage wird im Westen begrenzt von der [[Linteler Straße]], im Süden vom [[Kiefernweg]] im Norden vom [[Ulmenweg]] und im Osten vom [[Barenbuscher Weg]]. Heute durchschneidet die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] den ehemaligen Besitz.
Das ehemalige Gelände der Burganlage wird im Westen begrenzt von der [[Linteler Straße]], im Süden vom [[Kiefernweg]] im Norden vom [[Ulmenweg]] und im Osten vom [[Barenbuscher Weg]]. Heute durchschneidet die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] den ehemaligen Besitz.