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Die '''Haus Barenbusch''' (früher "Haus Barenborg") war ein großes Steinhaus, das sich auf dem Grund des heutigen Barenbuscher Weg 23 befand. Es befand sich unmittelbar nördlich der [[Idzingaburg]] und war dessen Schatthaus (Schatzhaus).
Die '''Haus Barenbusch''' (früher auch "Baringaborg" oder "Haus Barenborg") war ein großes Steinhaus, das sich auf dem Grund des heutigen Barenbuscher Weg 23 befand. Es befand sich unmittelbar nördlich der [[Idzingaburg]] und war dessen Schatthaus (Schatzhaus).


Erbaut wurde das Gebäude im 16. Jahrhundert, wobei nähere Angaben, auch über den Erbauer, nicht bekannt sind. Vermutlich war es jedoch das damals mächtige Häuptlingsgeschlecht [[Idzinga]]. Zunächst ein alleinstehendes Steinhaus wurde es nach 1750 um eine Gulfscheune erweitert. Die auf alten Gemälden zu erkennenenden Schiebefenster stammen ebenfalls aus der Zeit nach 1750.
Zunächst ein alleinstehendes Steinhaus wurde es nach 1750 um eine Gulfscheune erweitert. Die auf alten Gemälden zu erkennenenden Schiebefenster stammen ebenfalls aus der Zeit nach 1750. Für diese Zeit ist auch der Name "Bärenbusch" belegt. 1770 folgte "Baaren Busch".


Das Haus war eingeschossig und hatte zwei Räume, von denen einer ein großer Saal war.
Erbaut wurde das Gebäude wahrscheinlich im 15. Jahrhundert, wobei als Erbauer wohl auch die Idzinga als Burgherren in Frage kommen dürften. In den Universitätsmatrikeln von Rostock ist im Jahre 1494 ein "Ludolphus Basenborch de Nordis" aufgeführt, wobei nicht zweifelsfrei klar ist, dass es sich hier um einen Hinweis auf das Haus Barenbusch handelt.


Nach dem Verfall der Idzingaburg diente das Haus Barenbusch als Wehrhaus (Wohnhaus mit Verteidigungsanlagen) zum Schutz der Stadt Norden, die zu keinem Zeitpunkt mit einer Stadtmauer befestigt war.
Aus dem Namen "Baringborg" wurde, da dem Haus der Charakter einer Burg allmählich verloren ging und den Einwohnern das das Haus umgebende hochstämmige Gebüsch stärker in die Augen fiel, der heutige Namen "Barenbusch".


Nach einem Brand im Jahr 1892 wurde das Gebäude abgerissen und auf dessen Grund eine prachtvolle Stadtvilla errichtet, die heute noch existiert und unter Denkmalschutz steht. Vom Haus Barenbusch ist nur noch das Kellergewölbe vorhanden, was sich unter dem heutigen Bau befindet.
Der Norder Bürgermeister [[Hajo Rykena]] schreibt 1605 in seinem Testament, dass sein Neffe Lütet Mannena das Haus und das dazugehörige Land (in seiner Gesamtheit als "Herd" bezeichnet) zusammen mit einem silbernen Becher, auf dem geschrieben steht: "sulvern stoep baven vergüldet, in der midden ein vergüldete wynranke under up den Bodden steit gesteken Remet Engen tho ein gedechtniß up den Heerdt tho Lintell schall bliven, damit Lutet moge weten, war van ehme der Herdt hergekamen sy", erhalten soll.
 
Das Haus war eingeschossig und hatte zwei Räume, von denen einer ein großer Saal war. Der andere Raum diente als Küche. Das Haus Barenbusch weist damit deutliche Ähnlichkeiten zum weiter nördlich gelegenen [[Haus Wirde]] auf. Zum Anwesen gehörten 68 Diemat Land. Ein Diemat sind in etwa 5.700 Quadratmeter, 65 Diemat folglich über 370.000 Quadratmeter. Das Land wurde 1832 zerstückelt und weitestgehend veräußert.
 
Nach dem Verfall der Idzingaburg diente das Haus Barenbusch als Wehrhaus (Wohnhaus mit Verteidigungsanlagen) dem Schutz der Stadt Norden, die zu keinem Zeitpunkt mit einer Stadtmauer befestigt war.
 
Infolge eines Brandes im Jahr 1892 musste das Gebäude abgerissen werden. Auf dessen Grund errichtete man eine prachtvolle Stadtvilla, die heute noch existiert und unter Denkmalschutz steht. Vom Haus Barenbusch ist nur noch das Kellergewölbe vorhanden, welches sich unter dem heutigen Bau befindet.


==Quellenverzeichnis==
==Quellenverzeichnis==
* Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
* Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
* Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37ff.
* Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37ff.
* Schreiber, Gretje (1992): Der roßdienstpflichtige bäuerlich-bürgerliche Stand und seine Vertreter im Norderland/Ostfriesland, Aurich, S. 42 f.
* Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript
* StAA, Rep. 237, Bd.1317, Nr. 1
* StAA, Rep. 236, Bd.137, S. 22


==Siehe auch==
==Siehe auch==