Freie Turnerschaft: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Erst zum 1. Februar 1946 konnte das Vereinsleben wieder aufgenommen werden.<ref name=":2" /> Im Herbst des Jahres wurde der Verein sodann um eine Sparte für das Boxen erweitert, hieraus entstand 1957 der [[Boxclub Norden]].<ref>Undatierter Bericht im Ostfriesischen Kurier</ref> 1947 wurde im Verein erstmals Tischtennis gespielt, eine eigene Sparte wurde diese Sportart 1956.<ref name=":1" /> 1948 wurde die Fußballsparte aus nicht näher benannten Gründen wieder aufgegeben. Die verbliebenen Fußballspieler der Turnerschaft schlossen sich mit Mitgliedern des [[Norder Turnverein|Norder Turnvereins]] zum ''[[VfB Norden]]'' zusammen.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 4</ref> Nachdem die Briten das [[Ulrichsgymnasium]] am im Oktober 1945 wieder räumten, konnte die dortige Turnhalle vom Verein für seine Zwecke genutzt werden.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 7</ref>
Erst zum 1. Februar 1946 konnte das Vereinsleben wieder aufgenommen werden.<ref name=":2" /> Im Herbst des Jahres wurde der Verein sodann um eine Sparte für das Boxen erweitert, hieraus entstand 1957 der [[Boxclub Norden]].<ref>Undatierter Bericht im Ostfriesischen Kurier</ref> 1947 wurde im Verein erstmals Tischtennis gespielt, eine eigene Sparte wurde diese Sportart 1956.<ref name=":1" /> 1948 wurde die Fußballsparte aus nicht näher benannten Gründen wieder aufgegeben. Die verbliebenen Fußballspieler der Turnerschaft schlossen sich mit Mitgliedern des [[Norder Turnverein|Norder Turnvereins]] zum ''[[VfB Norden]]'' zusammen.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 4</ref> Nachdem die Briten das [[Ulrichsgymnasium]] am im Oktober 1945 wieder räumten, konnte die dortige Turnhalle vom Verein für seine Zwecke genutzt werden.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 7</ref>
Ebenfalls in der frühen Nachkriegszeit formierte sich eine Turn-, Tanz- und Ballettgruppe aus weiblichen Mitgliedern des [[Norder Turnverein|Norder Turnvereins]] und der Freien Turnerschaft. Ab 1952 nannte sich diese Gruppe ''Norder Schwalben''.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 47</ref> Sie erlangte überregionale Bekanntheit.


Nachdem ab 1961 fast nur noch Tischtennis im Verein gespielt wurde, benannt sich der Verein in ''TuS 05 Norden'' um. Als dann 1967 nur noch die Tischtennissparte fortgeführt wurde, gab sich der Verein den Namen ''TTC Norden''.<ref name=":1">[https://www.ttc-norden.de/index.php/8-der-verein Chronik des TTC Norden], abgerufen am 17. Dezember 2021</ref> Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch der heimatkundlich tätige Sportfunktionär [[Ihno Ocken]], der bereits seit 1949 den Vereinsvorsitz innehatte und noch viele Jahrzehnte in dieser Funktion tätig blieb.<ref name=":0" /><ref name=":1" />
Nachdem ab 1961 fast nur noch Tischtennis im Verein gespielt wurde, benannt sich der Verein in ''TuS 05 Norden'' um. Als dann 1967 nur noch die Tischtennissparte fortgeführt wurde, gab sich der Verein den Namen ''TTC Norden''.<ref name=":1">[https://www.ttc-norden.de/index.php/8-der-verein Chronik des TTC Norden], abgerufen am 17. Dezember 2021</ref> Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch der heimatkundlich tätige Sportfunktionär [[Ihno Ocken]], der bereits seit 1949 den Vereinsvorsitz innehatte und noch viele Jahrzehnte in dieser Funktion tätig blieb.<ref name=":0" /><ref name=":1" />
==''Norder Schwalben''==
In der frühen Nachkriegszeit formierte sich eine Turn-, Tanz- und Ballettgruppe aus weiblichen Mitgliedern des [[Norder Turnverein|Norder Turnvereins]] und der Freien Turnerschaft. Ab 1952 nannte sich diese Gruppe ''Norder Schwalben''.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 47</ref>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 28. Dezember 2021, 20:22 Uhr

Freie Turnerschaft

Basisdaten
Gründung 1. Dezember 1903
Auflösung 1961
Rechtsform eingetragener Verein (e. V.)
Hauptsitz keiner

Der Freie Turnerschaft (auch: Freie Turnerschaft von 1903; kurz: FT) war ein 1903 gegründeter Turnverein. Er löste sich 1961 auf und ging im TTC Norden auf, nachdem im Verein hauptsächlich nur noch Tischtennis gespielt wurde.

Aus dem Verein gingen mehrere eigenständige Verein hervor, so etwa der Boxclub Norden. Zudem waren die Freien Turner die ersten, die in Norden in einer eigenen Sparte organisierten Fußball spielten. Das erste organisierte Fußballspiel wurde jedoch wohl bereits 1902 vom Radfahrverein Norden gegen Jahn Aurich ausgetragen.

Geschichte

Die Freie Turnerschaft wurde am 1. Dezember 1903 durch Angehörige der Arbeiterklasse als Alternative zum eher bürgerlich-kaisertreuen Norder Turnverein gegründet.[1][2] Neben dem klassischen Turnen gehörte seit spätestens 1920 auch eine Fußballsparte zum Verein, die noch bis 1948 aktiv war.[3][4] Geturnt wurde im Saal des Ekeler Vorwerks, wo der Verein auch gegründet wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg, während dem die Habseligkeiten des Vereins bei einem Brand im Vorwerk verloren gingen, konnte die Turnhalle der Gräfin-Theda-Schule genutzt werden.[4]

1931 errichtete die landesweit organisierte Arbeiter- und Sportbewegung das sogenannte Jugendheim an der Klosterstraße, weshalb der Verein seine Kinder- und Jugendarbeit dorthin verlegte. Bereits 1933 wurde der Vereinsbetrieb dann von den nationalsozialistischen Machthabern untersagt, da alle Vereine unter den NS-Verbänden Kraft durch Freude oder anderweitig zusammengefasst wurden. Auch das Vereinsvermögen wurde eingezogen.[4]

Erst zum 1. Februar 1946 konnte das Vereinsleben wieder aufgenommen werden.[4] Im Herbst des Jahres wurde der Verein sodann um eine Sparte für das Boxen erweitert, hieraus entstand 1957 der Boxclub Norden.[5] 1947 wurde im Verein erstmals Tischtennis gespielt, eine eigene Sparte wurde diese Sportart 1956.[6] 1948 wurde die Fußballsparte aus nicht näher benannten Gründen wieder aufgegeben. Die verbliebenen Fußballspieler der Turnerschaft schlossen sich mit Mitgliedern des Norder Turnvereins zum VfB Norden zusammen.[7] Nachdem die Briten das Ulrichsgymnasium am im Oktober 1945 wieder räumten, konnte die dortige Turnhalle vom Verein für seine Zwecke genutzt werden.[8]

Ebenfalls in der frühen Nachkriegszeit formierte sich eine Turn-, Tanz- und Ballettgruppe aus weiblichen Mitgliedern des Norder Turnvereins und der Freien Turnerschaft. Ab 1952 nannte sich diese Gruppe Norder Schwalben.[9] Sie erlangte überregionale Bekanntheit.

Nachdem ab 1961 fast nur noch Tischtennis im Verein gespielt wurde, benannt sich der Verein in TuS 05 Norden um. Als dann 1967 nur noch die Tischtennissparte fortgeführt wurde, gab sich der Verein den Namen TTC Norden.[6] Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch der heimatkundlich tätige Sportfunktionär Ihno Ocken, der bereits seit 1949 den Vereinsvorsitz innehatte und noch viele Jahrzehnte in dieser Funktion tätig blieb.[3][6]

Einzelnachweise

  1. Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 12f.
  2. Beschreibung der Stadt Norden in der Historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
  3. 3,0 3,1 Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 1
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 5
  5. Undatierter Bericht im Ostfriesischen Kurier
  6. 6,0 6,1 6,2 Chronik des TTC Norden, abgerufen am 17. Dezember 2021
  7. Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 4
  8. Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 7
  9. Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 47

Siehe auch