Burggraben: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Straßenverlauf wurde im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Noch um 1895 verlief er in gerader Linie vom Marktplatz bis zum [[Norder Hafen]] und umfasste dabei auch die heutige [[Schlachthausstraße]].<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Bis zum Neubau der [[Umgehungsstraße]] war der Burggraben zudem Teil der [[Bundesstraße]] 72. Historische Straßenbezeichnungen sind ''Am Burggraben'' und ''Burggraft''. | Der Straßenverlauf wurde im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Noch um 1895 verlief er in gerader Linie vom Marktplatz bis zum [[Norder Hafen]] und umfasste dabei auch die heutige [[Schlachthausstraße]].<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Bis zum Neubau der [[Umgehungsstraße]] war der Burggraben zudem Teil der [[Bundesstraße]] 72. Historische Straßenbezeichnungen sind ''Am Burggraben'' und ''Burggraft''. | ||
Historisch betrachtet war der Burggraben als einzige Straße der Stadt keiner [[Kluft]] zugeordnet.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 9</ref> Dies ist wohl noch in gesonderten Privilegien des ehemaligen [[Oldeborg|Burgherren]] begründet. Der Burgherr knüpfte die Baugenehmigung für die erste Bebauung entlang des heutigen Straßenzuges an die Bedingung, dass die Bewohner ihm fortan entgeltlos für Botengänge zur Verfügung stehen mussten. Dieses Privileg ging offenbar im Laufe der Zeit an den [[Amtsverwalter]] über.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 195</ref> | Historisch betrachtet war der Burggraben als einzige Straße der Stadt lange Zeit keiner [[Kluft]] zugeordnet.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 9</ref> Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde sie in die [[Hausnummerierung]] mit einbezogen.<ref>Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 1</ref> Dies ist wohl noch in gesonderten Privilegien des ehemaligen [[Oldeborg|Burgherren]] begründet. Der Burgherr knüpfte die Baugenehmigung für die erste Bebauung entlang des heutigen Straßenzuges an die Bedingung, dass die Bewohner ihm fortan entgeltlos für Botengänge zur Verfügung stehen mussten. Dieses Privileg ging offenbar im Laufe der Zeit an den [[Amtsverwalter]] über.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 195</ref> | ||
1976 wurde die Straße erheblich ausgebaut und erweitert, um dem wachsenden Straßenverkehr Herr zu werden.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 79</ref> Dabei entgingen die historischen Bauten des Burggrabens nur knapp dem Schicksal der benachbarten Bauten von [[Kirchstraße]], [[Sielstraße]] sowie der umliegenden Wege, die im Rahmen der [[Altstadtsanierung]] abgebrochen wurden. Norden verlor dadurch unwiederbringlich einen Großteil seiner historischen Bausubstanz. Die dort entstandenen, nichtssagenden Hochhäusern führten vereinzelt bereits im Vorfeld, aber insbesondere wenige Jahre nach ihrer Fertigstellung zu massiver Kritik und einem kollektiven Umdenken, sodass man die Häuser am Burggraben bewahrte und bis 1991 sanierte, anstatt sie zu planieren.<ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 24</ref><ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0270538.jpg)</ref> | 1976 wurde die Straße erheblich ausgebaut und erweitert, um dem wachsenden Straßenverkehr Herr zu werden.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 79</ref> Dabei entgingen die historischen Bauten des Burggrabens nur knapp dem Schicksal der benachbarten Bauten von [[Kirchstraße]], [[Sielstraße]] sowie der umliegenden Wege, die im Rahmen der [[Altstadtsanierung]] abgebrochen wurden. Norden verlor dadurch unwiederbringlich einen Großteil seiner historischen Bausubstanz. Die dort entstandenen, nichtssagenden Hochhäusern führten vereinzelt bereits im Vorfeld, aber insbesondere wenige Jahre nach ihrer Fertigstellung zu massiver Kritik und einem kollektiven Umdenken, sodass man die Häuser am Burggraben bewahrte und bis 1991 sanierte, anstatt sie zu planieren.<ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 24</ref><ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0270538.jpg)</ref> | ||