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Nach dem Tode Klümpers folgten ihm zahlreiche weitere Personen ins Amt, von denen erst [[Martinianus Schulte]] besonders hervortrat. Schulte war von 1777 bis 1795 im Amt. Er benannte die Missionsstation, wohl auch in Gedenken an Michael Klümper, nach dem Erzengel Michael auf den Namen ''St. Michael''. Bei Friedrich dem Großen (Ostfriesland war seit 1744 preußisch) konnte Schulte erreichen, dass die von ihm gewährte, allgemeine Religionsfreiheit auch für Norden galt. Das Recht wurde 1779 schließlich auch gewährt, in der Praxis jedoch stark durch ältere, noch gültige, ostfriesische Verträge wieder eingeengt wurde.
Nach dem Tode Klümpers folgten ihm zahlreiche weitere Personen ins Amt, von denen erst [[Martinianus Schulte]] besonders hervortrat. Schulte war von 1777 bis 1795 im Amt. Er benannte die Missionsstation, wohl auch in Gedenken an Michael Klümper, nach dem Erzengel Michael auf den Namen ''St. Michael''. Bei Friedrich dem Großen (Ostfriesland war seit 1744 preußisch) konnte Schulte erreichen, dass die von ihm gewährte, allgemeine Religionsfreiheit auch für Norden galt. Das Recht wurde 1779 schließlich auch gewährt, in der Praxis jedoch stark durch ältere, noch gültige, ostfriesische Verträge wieder eingeengt wurde.


Während der französischen Besatzungszeit (1810-1815) wird die Missionsstation (''Paterei'') zur selbstständigen ''Pfarre'' erklärt. Zu diesem Zeitpunkt hat die Gemeinde 55 Mitglieder.<ref>Cremer, Ufke (undatiert): Die Einwohner der Stadt Norden im Jahre 1811, Norden, S. 1</ref>
Während der französischen Besatzungszeit (1810-1815) wird die Missionsstation (''Paterei'') zur selbstständigen ''Pfarre'' erklärt. Zu diesem Zeitpunkt (1811) hat die Gemeinde 55 Mitglieder.<ref>Cremer, Ufke (1934): Die Einwohner der Stadt Norden im Jahre 1811, Norden, S. 14</ref>


Am 28. September 1824 (Ostfriesland gehört seit 1815 zum Königreich Hannover) erlässt die hannoversche Regierung einen Erlass, das die allgemeine Religionsfreiheit nun uneingeschränkt bekräftigt. Am 24. Juni 1825 wird die Pfarre dem Bistum Osnabrück unterstellt und alle ostfriesischen Gemeinden zu einem eigenen Dekanat zusammengefasst. Erstmalig nach der Reformation spendet am 17. Juli 1832 erstmalig wieder ein Bischof die heilige Firmung in Norden. Die [[Polizei Norden|Norder Polizei]] war gezwungen, die gesamte [[Sielstraße]] abzusperren, um der Menschenmasse Herr zu werden. Nur die vornehmsten und angesehensten Bürger der Stadt wurden bis nach vorne durchgelassen. Selbst den protestantischen Zuschauern soll das Ereignis sehr gefallen haben.
Am 28. September 1824 (Ostfriesland gehört seit 1815 zum Königreich Hannover) erlässt die hannoversche Regierung einen Erlass, das die allgemeine Religionsfreiheit nun uneingeschränkt bekräftigt. Am 24. Juni 1825 wird die Pfarre dem Bistum Osnabrück unterstellt und alle ostfriesischen Gemeinden zu einem eigenen Dekanat zusammengefasst. Erstmalig nach der Reformation spendet am 17. Juli 1832 erstmalig wieder ein Bischof die heilige Firmung in Norden. Die [[Polizei Norden|Norder Polizei]] war gezwungen, die gesamte [[Sielstraße]] abzusperren, um der Menschenmasse Herr zu werden. Nur die vornehmsten und angesehensten Bürger der Stadt wurden bis nach vorne durchgelassen. Selbst den protestantischen Zuschauern soll das Ereignis sehr gefallen haben.