Ulrichsgymnasium: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Ulrichsgymnasium Norden''' (kurz: ''UGN'') wurde im Jahr 1567 als Lateinschule gegründet und erstmalig 1631 zum ''Paedagogium illustre'' (Gymnasium) erhoben. Es ist eines der ältesten Gymnasien in Deutschland und das älteste in Ostfriesland. Namensgeber ist [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]], ab 1628 Herrscher von Ostfriesland. Dieser war auch für die Gründung des ''Ulricianum'' in Aurich verantwortlich. | Das '''Ulrichsgymnasium Norden''' (kurz: ''UGN'') wurde im Jahr 1567 als Lateinschule gegründet und erstmalig 1631 zum ''Paedagogium illustre'' (Gymnasium) erhoben. Es ist eines der ältesten Gymnasien in Deutschland und das älteste in Ostfriesland. Namensgeber ist [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]], ab 1628 Herrscher von Ostfriesland. Dieser war auch für die Gründung des ''Ulricianum'' in Aurich verantwortlich. | ||
Wegen seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung steht das Gebäude heute unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 12. November 2021</ref> | Wegen seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung steht das Gebäude heute unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 12. November 2021</ref> | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
=== Anfänge === | ===Anfänge=== | ||
Die Schule wurde, wie auch der [[Fräuleinshof]], auf dem Grund des ehemaligen [[Kloster Norden|Dominikanerklosters]] errichtet, welches im Zuge der Reformation säkularisiert (verweltlicht) und aufgegeben wurde. Als ihr unmittelbarer Vorgänger kann die [[Lateinschule]], untergebracht im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] angesehen werden, die bereits mindestens seit Anfang des 16. Jahrhunderts existierte. | Die Schule wurde, wie auch der [[Fräuleinshof]], auf dem Grund des ehemaligen [[Kloster Norden|Dominikanerklosters]] errichtet, welches im Zuge der Reformation säkularisiert (verweltlicht) und aufgegeben wurde. Als ihr unmittelbarer Vorgänger kann die [[Lateinschule]], untergebracht im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] angesehen werden, die bereits mindestens seit Anfang des 16. Jahrhunderts existierte. | ||
1529 machte [[Enno II. Cirksena|Graf Enno II.]] kurz nach seinem Regierungsantritt die Absicht bekannt, in Norden und in Emden eine Lateinschule zu errichten. Erklärtes pädagogisches Ziel war es, die ''"Jugend nicht jämmerlich verderben zu lassen"'' und gleichzeitig der ''"Verachtung der lateinischen Kunst"'' entgegenzuarbeiten. 1537 erneuerte Enno II. seine Absichtserklärung mit der Begründung, da Ostfriesland selbst kaum Gelehrte hervorbrachte.<ref name=":0">Peters, Bernhard (1967): Das Ulrichsgymnasium 1567–1967. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 27ff.</ref> Es dauerte allerdings noch weitere 30 Jahre bis Graf Edzard II. 1567 diese Pläne verwirklichte und in Norden diese Schule gründete.<ref name=":3">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 15ff.</ref> Seitdem gilt das Jahr 1567 als Gründungsjahr des Ulrichsgymnasiums. | 1529 machte [[Enno II. Cirksena|Graf Enno II.]] kurz nach seinem Regierungsantritt die Absicht bekannt, in Norden und in Emden eine Lateinschule zu errichten. Erklärtes pädagogisches Ziel war es, die ''"Jugend nicht jämmerlich verderben zu lassen"'' und gleichzeitig der ''"Verachtung der lateinischen Kunst"'' entgegenzuarbeiten. 1537 erneuerte Enno II. seine Absichtserklärung mit der Begründung, da Ostfriesland selbst kaum Gelehrte hervorbrachte.<ref name=":0">Peters, Bernhard (1967): Das Ulrichsgymnasium 1567–1967. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 27ff.</ref> Es dauerte allerdings noch weitere 30 Jahre bis Graf Edzard II. 1567 diese Pläne verwirklichte und in Norden diese Schule gründete.<ref name=":3">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 15ff.</ref> Seitdem gilt das Jahr 1567 als Gründungsjahr des Ulrichsgymnasiums. | ||
=== Lateinschule === | ===Lateinschule=== | ||
* siehe auch [[Lateinschule#Geschichte|Geschichte der Lateinschule]] | * siehe auch [[Lateinschule#Geschichte|Geschichte der Lateinschule]] | ||
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Da Anfang der 1570er Jahre eine Rückwanderungswelle der niederländischen und oft sehr gebildeten Glaubensflüchtlinge einsetzte, wurde 1579 der reformierte Universalgelehrte [[Ubbo Emmius]] zum Rektor der Lateinschule berufen. Neun Jahre lang übte er dieses Amt an seiner ehemaligen Ausbildungsstätte aus, wurde aber aufgrund seiner seiner reformatorischen Gesinnungen von den lutherisch orientierten [[Cirksena]] aus dem Amt gedrängt.<ref name=":1" /> Danach leiteten fast drei Jahrhunderte hindurch lutherische Rektoren die Schule, Emmius ging an das Leeraner Gymnasium und später nach Groningen, wo er die dortige Universität mitbegründete. Durch die Entlassung des in Ostfriesland und in den Niederlanden hochgeschätzten Emmius büßte die Norder Schule außerordentlich an Prestige ein. | Da Anfang der 1570er Jahre eine Rückwanderungswelle der niederländischen und oft sehr gebildeten Glaubensflüchtlinge einsetzte, wurde 1579 der reformierte Universalgelehrte [[Ubbo Emmius]] zum Rektor der Lateinschule berufen. Neun Jahre lang übte er dieses Amt an seiner ehemaligen Ausbildungsstätte aus, wurde aber aufgrund seiner seiner reformatorischen Gesinnungen von den lutherisch orientierten [[Cirksena]] aus dem Amt gedrängt.<ref name=":1" /> Danach leiteten fast drei Jahrhunderte hindurch lutherische Rektoren die Schule, Emmius ging an das Leeraner Gymnasium und später nach Groningen, wo er die dortige Universität mitbegründete. Durch die Entlassung des in Ostfriesland und in den Niederlanden hochgeschätzten Emmius büßte die Norder Schule außerordentlich an Prestige ein. | ||
=== Vollgymnasium === | ===Vollgymnasium=== | ||
Unter [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] wurde die Schule 1631 dann zu einem ''Paedagogium illustre'' erhoben und erhielt den Namen ''Schola Ulriciana'' (Ulrichsschule). Sie wurde damit zu einem Vollgymnasium, einem ''echten'' Gymnasium. Ab sofort war hier der Erwerb der Hochschulreife (Abitur) möglich. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Schule acht Klassen und acht Lehrer. Gleichzeitig ließ er das zwischenzeitlich durch Kriege und Naturgewalten stark heruntergekommene Gebäude grundlegend erneuern und finanzierte es aus einem von ihm geschaffenen Stiftungsvermögen. Die auf Dauer angelegte und sehr größzügige Unterstützung bildete den Grundstock für die weitere Entwicklung der ''Ulrichsschule''. Aus der gräflichen Schenkungsurkunde, datiert auf den 21. August 1631, geht hervor, dass die Vorstellungen von Ulrich II. durchaus konkrete Züge annahmen. Er legte Unterrichtsziele fest und dass minderbemittelte Schüler (minderbemittelt im Sinne von ''wenig vermögend'') für wenig Geld Anspruch auf einen Mittagstisch (''Mensa'') und im Bedarfsfall eine Unterkunft hätten. Das Original der sowohl auf Latein als auch in deutscher Sprache verfassten Urkunde befindet sich heute im Staatsarchiv in Aurich.<ref>StAA, Rep. 135, Nr. 15</ref> Aus anderen Unterlagen geht hervor, dass die Kinder für Kost und Logis im [[Weinhaus]] untergebracht waren. Bereits 1630 ordnete Ulrich II. an, dass zum besseren Unterhalt der Kirchen und Schulen sowie deren Bediensteten alle öffentlichen Versteigerungen (sogenannte ''Kerttz-Käufe'') wie auch alle bürgerlichen Zusammenkünfte im nahegelegenen Weinhaus stattzufinden haben.<ref name=":3" /> | Unter [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] wurde die Schule 1631 dann zu einem ''Paedagogium illustre'' erhoben und erhielt den Namen ''Schola Ulriciana'' (Ulrichsschule). Sie wurde damit zu einem Vollgymnasium, einem ''echten'' Gymnasium. Ab sofort war hier der Erwerb der Hochschulreife (Abitur) möglich. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Schule acht Klassen und acht Lehrer. Gleichzeitig ließ er das zwischenzeitlich durch Kriege und Naturgewalten stark heruntergekommene Gebäude grundlegend erneuern und finanzierte es aus einem von ihm geschaffenen Stiftungsvermögen. Die auf Dauer angelegte und sehr größzügige Unterstützung bildete den Grundstock für die weitere Entwicklung der ''Ulrichsschule''. Aus der gräflichen Schenkungsurkunde, datiert auf den 21. August 1631, geht hervor, dass die Vorstellungen von Ulrich II. durchaus konkrete Züge annahmen. Er legte Unterrichtsziele fest und dass minderbemittelte Schüler (minderbemittelt im Sinne von ''wenig vermögend'') für wenig Geld Anspruch auf einen Mittagstisch (''Mensa'') und im Bedarfsfall eine Unterkunft hätten. Das Original der sowohl auf Latein als auch in deutscher Sprache verfassten Urkunde befindet sich heute im Staatsarchiv in Aurich.<ref>StAA, Rep. 135, Nr. 15</ref> Aus anderen Unterlagen geht hervor, dass die Kinder für Kost und Logis im [[Weinhaus]] untergebracht waren. Bereits 1630 ordnete Ulrich II. an, dass zum besseren Unterhalt der Kirchen und Schulen sowie deren Bediensteten alle öffentlichen Versteigerungen (sogenannte ''Kerttz-Käufe'') wie auch alle bürgerlichen Zusammenkünfte im nahegelegenen Weinhaus stattzufinden haben.<ref name=":3" /> | ||
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Im Februar 1945 verfügte der Bremer Reichsverteidigungskommissar die Schließung aller Schulen im Weser-Ems-Gebiet. Im Zuge dieser Anordnung schloss auch das Ulrichsgymnasium Norden seine Pforten auf unbestimmte Zeit. Die Kohlenvorräte wurden konfisziert und in den Klassenräumen ein Marinelazarett eingerichtet. Für die Schüler der Klasse 6 fand der Unterricht im Sitzungssaal des [[Rathaus|Rathauses]] statt. Die Klassen 7 und 8 waren im Amtszimmer des Direktors untergebracht. Die Klassen 1 bis 5 wurden zweimal pro Woche ins Rathaus bestellt, um Hausaufgaben entgegenzunehmen.<ref name=":2" /> | Im Februar 1945 verfügte der Bremer Reichsverteidigungskommissar die Schließung aller Schulen im Weser-Ems-Gebiet. Im Zuge dieser Anordnung schloss auch das Ulrichsgymnasium Norden seine Pforten auf unbestimmte Zeit. Die Kohlenvorräte wurden konfisziert und in den Klassenräumen ein Marinelazarett eingerichtet. Für die Schüler der Klasse 6 fand der Unterricht im Sitzungssaal des [[Rathaus|Rathauses]] statt. Die Klassen 7 und 8 waren im Amtszimmer des Direktors untergebracht. Die Klassen 1 bis 5 wurden zweimal pro Woche ins Rathaus bestellt, um Hausaufgaben entgegenzunehmen.<ref name=":2" /> | ||
=== Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg === | ===Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg=== | ||
Anfang Mai besetzen kanadische Streitkräfte die Stadt und nehmen sie kampflos ein. Das Marinelazarett im Ulrichsgymnasium wurde - vermutlich [[Vereinsheim (Kastanienallee)|in eine Baracke an der Kastanienallee]] - verlegt und die Räumlichkeiten des Schulgebäudes vom Armeestab der Besatzungstruppen belegt. Erst ab dem 2. Oktober 1945 wurde das Ulrichsgymnasium wieder als Schule genutzt. Zwischenzeitlich ruhte der Schulbetrieb.<ref name=":2" /> | Anfang Mai besetzen kanadische Streitkräfte die Stadt und nehmen sie kampflos ein. Das Marinelazarett im Ulrichsgymnasium wurde - vermutlich [[Vereinsheim (Kastanienallee)|in eine Baracke an der Kastanienallee]] - verlegt und die Räumlichkeiten des Schulgebäudes vom Armeestab der Besatzungstruppen belegt. Erst ab dem 2. Oktober 1945 wurde das Ulrichsgymnasium wieder als Schule genutzt. Zwischenzeitlich ruhte der Schulbetrieb.<ref name=":2" /> | ||
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Bei Erweiterungsarbeiten des Schulgebäudes im Jahre 1992 wurden weitere Funde aus der klösterlichen Vorzeit gemacht. Der Einschätzung der Archäologen zufolge handelt es sich wahrscheinlich um Überreste eines ehemals freistehenden Gebäudes auf dem Klostergelände.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 66</ref> | Bei Erweiterungsarbeiten des Schulgebäudes im Jahre 1992 wurden weitere Funde aus der klösterlichen Vorzeit gemacht. Der Einschätzung der Archäologen zufolge handelt es sich wahrscheinlich um Überreste eines ehemals freistehenden Gebäudes auf dem Klostergelände.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 66</ref> | ||
=== seit 2000 === | ===seit 2000=== | ||
[[Datei:Ulrichsgymnasium 13062021.jpg|mini|Aufnahme vom 13. Juni 2021.]]Durch die Übernahme ehemaliger Verwaltungsgebäude des früheren Landkreises Norden und den Anbau eines Gebäudes von 2005 bis 2006, das unter anderem eine Mensa enthält, ist das Ulrichsgymnasium Norden zu einem Schulcampus gewachsen. Als einzige Lehranstalt im Gebiet der [[Norderland|Norderlandes]] eine gymnasiale Bildung an. Englisch ist erste Fremdsprache, ab Klassenstufe 6 werden alternativ Latein und Französisch angeboten. Auch in der Oberstufe des Ulrichsgymnasiums werden im Gegensatz zu früheren Zeiten noch Wahlmöglichkeiten angeboten. Neben den Pflichtfächern Mathematik und Deutsch stehen hier die Wahlpflichtfächer Englisch, Französisch, Latein, Gesellschaftswissenschaften (Geschichte, Erdkunde, Politik) sowie drei naturwissenschaftliche Fächer (Physik, Chemie, Biologie) im Lehrplan. Hinzu kommen ab Jahrgangsstufe 11 die Wahlfächer Latein, Französisch, Spanisch, Russisch und Informatik. | [[Datei:Ulrichsgymnasium 13062021.jpg|mini|Aufnahme vom 13. Juni 2021.]]Durch die Übernahme ehemaliger Verwaltungsgebäude des früheren Landkreises Norden und den Anbau eines Gebäudes von 2005 bis 2006, das unter anderem eine Mensa enthält, ist das Ulrichsgymnasium Norden zu einem Schulcampus gewachsen. Als einzige Lehranstalt im Gebiet der [[Norderland|Norderlandes]] eine gymnasiale Bildung an. Englisch ist erste Fremdsprache, ab Klassenstufe 6 werden alternativ Latein und Französisch angeboten. Auch in der Oberstufe des Ulrichsgymnasiums werden im Gegensatz zu früheren Zeiten noch Wahlmöglichkeiten angeboten. Neben den Pflichtfächern Mathematik und Deutsch stehen hier die Wahlpflichtfächer Englisch, Französisch, Latein, Gesellschaftswissenschaften (Geschichte, Erdkunde, Politik) sowie drei naturwissenschaftliche Fächer (Physik, Chemie, Biologie) im Lehrplan. Hinzu kommen ab Jahrgangsstufe 11 die Wahlfächer Latein, Französisch, Spanisch, Russisch und Informatik. | ||
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Unmittelbar während der Abiturprüfungen am 19. April 2021 kam es zu einer Teilevakuierung des Gebäudes. Die [[Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden|Stadtwerke Norden]] waren bei einem gegenüberliegenden Reihenhaus im Einsatz, nachdem Bewohner Gasgeruch bemerkt hatten. Die Mitarbeiter der Stadtwerke stellten eine erhöhte Gaskonzentration fest und alarmierten die [[Feuerwehr Norden|Feuerwehr]], die daraufhin mit einem Großaufgebot anrückte und gemeinsam mit der Polizei die Umgebung evakuierte. Die Prüflinge konnten ihre Prüfung jedoch in entlegeneren Gebäudeteilen fortführen.<ref>[https://www.feuerwehr-norden.de/2021/04/19/grossalarm-wegen-gasaustritt/ Einsatzbericht der Feuerwehr Norden vom 19. April 2021], abgerufen am 20. April 2021</ref> | Unmittelbar während der Abiturprüfungen am 19. April 2021 kam es zu einer Teilevakuierung des Gebäudes. Die [[Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden|Stadtwerke Norden]] waren bei einem gegenüberliegenden Reihenhaus im Einsatz, nachdem Bewohner Gasgeruch bemerkt hatten. Die Mitarbeiter der Stadtwerke stellten eine erhöhte Gaskonzentration fest und alarmierten die [[Feuerwehr Norden|Feuerwehr]], die daraufhin mit einem Großaufgebot anrückte und gemeinsam mit der Polizei die Umgebung evakuierte. Die Prüflinge konnten ihre Prüfung jedoch in entlegeneren Gebäudeteilen fortführen.<ref>[https://www.feuerwehr-norden.de/2021/04/19/grossalarm-wegen-gasaustritt/ Einsatzbericht der Feuerwehr Norden vom 19. April 2021], abgerufen am 20. April 2021</ref> | ||
== Schuldirektoren == | |||
==Schuldirektoren== | |||
Die nachfolgende Auflistung enthält auch die an der alten bzw. privaten [[Lateinschule]] tätigen Schulleiter bzw. -direktoren. | Die nachfolgende Auflistung enthält auch die an der alten bzw. privaten [[Lateinschule]] tätigen Schulleiter bzw. -direktoren. | ||
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== Schülerzahlen == | ==Schülerzahlen== | ||
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<nowiki>*</nowiki> nicht mitgezählt sind Gastschüler aus dem von massiven Luftangriffen betroffenen Emden | <nowiki>*</nowiki> nicht mitgezählt sind Gastschüler aus dem von massiven Luftangriffen betroffenen Emden | ||
== Persönlichkeiten == | ==Persönlichkeiten== | ||
In ihrer über 450-jährigen Geschichte hat das Ulrichsgymnasium eine Reihe an bedeutenden Persönlichkeiten vorgebracht. Die folgende Liste unternimmt einen Versuchen, einige von ihnen in alphabetischer Reihenfolge zu benennen. | In ihrer über 450-jährigen Geschichte hat das Ulrichsgymnasium eine Reihe an bedeutenden Persönlichkeiten vorgebracht. Die folgende Liste unternimmt einen Versuchen, einige von ihnen in alphabetischer Reihenfolge zu benennen. | ||
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* [[Karl Vissering]]: Funktionär und Landwirt; Besitzer des [[Gut Lintel|Guts Lintel]]; Onkel des Kriegsverbrechers Wilhelm Keitel | * [[Karl Vissering]]: Funktionär und Landwirt; Besitzer des [[Gut Lintel|Guts Lintel]]; Onkel des Kriegsverbrechers Wilhelm Keitel | ||
* [[Wilhelm von Freeden|Wilhelm Ihno Adolph von Freeden]]: Lehrer am Ulrichsgymnasium, war ein deutscher Mathematiker, Naturwissenschaftler und Ozeanograph sowie Gründer der Norddeutschen Seewarte. | * [[Wilhelm von Freeden|Wilhelm Ihno Adolph von Freeden]]: Lehrer am Ulrichsgymnasium, war ein deutscher Mathematiker, Naturwissenschaftler und Ozeanograph sowie Gründer der Norddeutschen Seewarte. | ||
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Datei:Ulrichsgymnasium 07062015.jpg|Ansicht von der [[Norddeicher Straße]] - Aufnahme vom 7. Juni 2015. | |||
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==Literatur== | ==Literatur== | ||