Kanalisation: Unterschied zwischen den Versionen
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Für den Bau erhielt die Stadt erhebliche Zuschüsse von Bund, Land und [[Landkreis Norden|Landkreis]].<ref name=":4">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 67</ref> Ohne diese finanzielle Unterstützung wäre die Umsetzung wohl auch nicht möglich gewesen, zumal bereits im Frühjahr 1959 eine Aufstockung von 4 auf 5 Millionen DM erfolgen musste. Immerhin kamen die Bauarbeiten schnell voran, sodass der erste Bauabschnitt Anfang 1960 fertiggestellt war. Es folgte der zweite Bauabschnitt, dessen Haushaltsvolumen 6,2 Millionen DM umfasste und im Frühjahr 1961 abgeschlossen werden konnte. Es folgte der dritte Bauabschnitt, der 1963 in Angriff genommen wurde. Mit dessen Fertigstellung umfasste das Kanalnetz bereits über 50 Kilometer. Ein besonders positiver Effekt der Kanalisationsarbeiten bestand darin, dass im gleichen Zuge ein Großteil der bis dahin nur schlecht oder gar nicht befestigten [[Liste der Straßen in Norden|Straßen in Norden]] ausgebaut wurden.<ref>Stadt Norden (1963): Kanalisation und Kläranlage der Stadt Norden, Norden, S. 17</ref> Die Fertigstellung des [[Klärwerk|Klärwerks]] folgte bis 1963.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 66</ref> | Für den Bau erhielt die Stadt erhebliche Zuschüsse von Bund, Land und [[Landkreis Norden|Landkreis]].<ref name=":4">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 67</ref> Ohne diese finanzielle Unterstützung wäre die Umsetzung wohl auch nicht möglich gewesen, zumal bereits im Frühjahr 1959 eine Aufstockung von 4 auf 5 Millionen DM erfolgen musste. Immerhin kamen die Bauarbeiten schnell voran, sodass der erste Bauabschnitt Anfang 1960 fertiggestellt war. Es folgte der zweite Bauabschnitt, dessen Haushaltsvolumen 6,2 Millionen DM umfasste und im Frühjahr 1961 abgeschlossen werden konnte. Es folgte der dritte Bauabschnitt, der 1963 in Angriff genommen wurde. Mit dessen Fertigstellung umfasste das Kanalnetz bereits über 50 Kilometer. Ein besonders positiver Effekt der Kanalisationsarbeiten bestand darin, dass im gleichen Zuge ein Großteil der bis dahin nur schlecht oder gar nicht befestigten [[Liste der Straßen in Norden|Straßen in Norden]] ausgebaut wurden.<ref>Stadt Norden (1963): Kanalisation und Kläranlage der Stadt Norden, Norden, S. 17</ref> Die Fertigstellung des [[Klärwerk|Klärwerks]] folgte bis 1963.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 66</ref> | ||
Die Bauarbeiten im Stadtgebiet endeten Ende der 1960er Jahre. Während ein Großteil der abgelegenen Höfe und Siedlungen in den ländlichen Stadtteilen [[Westermarsch I]], [[Westermarsch II]] und [[Ostermarsch]], die erst seit 1972 zur [[Stadt Norden]] gehören, bis heute nicht an die Schmutzwasserkanalisation angeschlossen sind und über eigene, kleine Kläranlagen bzw. Sickergruben verfügen, erhielt [[Nadörst]] 2003 einen Anschluss an das Kanalnetz.<ref>Zeitzeugenbefragung am 6. Oktober 2021</ref> Die Oberflächentwässerung hingegen wird hingegen auch in den ländlichen Gebieten über ein geschlossenes Kanalnetz abgeleitet, wenngleich | Die Bauarbeiten im Stadtgebiet endeten Ende der 1960er Jahre. Während ein Großteil der abgelegenen Höfe und Siedlungen in den ländlichen Stadtteilen [[Westermarsch I]], [[Westermarsch II]] und [[Ostermarsch]], die erst seit 1972 zur [[Stadt Norden]] gehören, bis heute nicht an die Schmutzwasserkanalisation angeschlossen sind und über eigene, kleine Kläranlagen bzw. Sickergruben verfügen, erhielt [[Nadörst]] 2003 einen Anschluss an das Kanalnetz.<ref>Zeitzeugenbefragung am 6. Oktober 2021</ref> Die Oberflächentwässerung hingegen wird hingegen auch in den ländlichen Gebieten in Teilen über ein geschlossenes Kanalnetz abgeleitet, wenngleich der größte Teil dieser Entwässerung weiterhin durch Versickerung oder die zahlreichen Entwässerungsgräben gewährleistet wird. | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||