Kiebitznest: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 16: | Zeile 16: | ||
|- | |- | ||
|Entstehungszeit | |Entstehungszeit | ||
|vor | |vor 1760 | ||
|- | |- | ||
|Erbauer | |Erbauer | ||
| Zeile 37: | Zeile 37: | ||
Wohl wegen der Lage inmitten von Wiesen nach dem Vogel Kiebitz benannt. Im ostfriesischen Niederdeutsch bezeichnet ''kîwît'' jedoch auch eine Wasserschöpfmühle ohne Gehäuse oder Umkleidung.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Suederneuland_I_und_II.pdf Beschreibung von Süderneuland I] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Eine solche [[Wassermühle (Nadörst)|Wassermühle]] hat es beispielsweise seit mindestens 1740 in [[Nadörst]] gegeben. Allerdings waren diese ''kîwîte'' eher klein, sodass bei jener in Nadörst nicht von einem ''kîwît'' die Rede sein kann. | Wohl wegen der Lage inmitten von Wiesen nach dem Vogel Kiebitz benannt. Im ostfriesischen Niederdeutsch bezeichnet ''kîwît'' jedoch auch eine Wasserschöpfmühle ohne Gehäuse oder Umkleidung.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Suederneuland_I_und_II.pdf Beschreibung von Süderneuland I] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Eine solche [[Wassermühle (Nadörst)|Wassermühle]] hat es beispielsweise seit mindestens 1740 in [[Nadörst]] gegeben. Allerdings waren diese ''kîwîte'' eher klein, sodass bei jener in Nadörst nicht von einem ''kîwît'' die Rede sein kann. | ||
Erbaut wurde der Hof in der Zeit vor 1760. Er wird erstmalig in einem Testament vom 12. April 1760 genannt. Demnach hatte [[Rudolph Ludwig Haaß|Bürgermeister Haaß]] den Hof von seiner Mutter geerbt, nach seinem Tode ging er dann - wie auch das [[Mennonitenkirche|Familienanwesen]] an seine Witwe [[Nicolai Haaß|Tomma Nicolai Haaß, geb. Damm]].<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 56</ref><ref name=":1">Schreiber, Gretje (2011) Die Höfe in Süderneuland, Nr. 7</ref> Später wurde der Hof für 27.500 Gulden versteigert und wechselte in den nächsten Jahr mehrfach den Besitzer.<ref name=":1" /> | |||
In der Nacht des 20. Aprils 2010 brannte der Hof schließlich vollständig nieder.<ref name=":0" /> Der letzte Eigentümer, Landwirt Willers, verstarb 2009.<ref>Zeitzeugenbefragung vom 25. Oktober 2021</ref> Bereits Jahre zuvor war es nach dem Tod des letzten Bewohners eine unbewohnbare Ruine geworden, dessen Umgebung mit Abfällen und Unrat übersät war. Die Feuerwehr ließ sie kontrolliert abbrennen, da es keine Sachwerte mehr zu retten gab und direkte Löscharbeiten zu einer unnötigen Gefährdung der Einsatzkräfte geführt hätten.<ref name=":0">[https://www.feuerwehr-norden.de/2010/04/20/hofruine-brannte-am-kiebitznester-weg/ Einsatzbericht der Feuerwehr Norden], abgerufen am 12. Dezember 2020</ref> | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||