Hooker: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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'''Hooker''' ist eine Sammelbezeichnung für mehrere Ländereien - Wiesen und Weiden - die früher zur [[Allmende]], also dem Allgemeinbesitz der Bewohner der [[Ekeler Gaste]], gehörten.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamensammlung?state=item:1435 Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 1435</ref> Sie umfassen zusammen etwa 140 Hektar.<ref name=":0">Stadt Norden (1963): Kanalisation und Kläranlage der Stadt Norden, Norden, S. 12</ref> Der Begriff entstammt dem Altfriesischen Wort ''hôk'' für ''Ecke bzw.'' ''Gegend'' sowie dem Mittelhochdeutschen ''hôk'' oder ''huk,'' was soviel wie Winkel bzw. Ecke bedeutet. Auch in der ostfriesischen Sprache findet sich die Bezeichnung ''hôk'' für ''Spitze'', ''Ecke'' oder ''Winkel''.<ref>Doornkaat Koolman, Jan ten (1884), Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden, S. 660f.</ref> An den Hooker erinnern mehrere Straßennamen in seinem Umfeld, so etwa der [[Großer Hookerweg|Große Hookerweg]] und der [[Süder Hooker]].
'''Hooker''' ist eine Sammelbezeichnung für mehrere Ländereien - Wiesen und Weiden - die früher zur [[Allmende]], also dem Allgemeinbesitz der Bewohner der [[Ekeler Gaste]], gehörten.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamensammlung?state=item:1435 Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 1435</ref> Sie umfassen zusammen etwa 140 Hektar.<ref name=":0">Stadt Norden (1963): Kanalisation und Kläranlage der Stadt Norden, Norden, S. 12</ref> Der Begriff entstammt dem Altfriesischen Wort ''hôk'' für ''Ecke bzw.'' ''Gegend'' sowie dem Mittelhochdeutschen ''hôk'' oder ''huk,'' was soviel wie Winkel bzw. Ecke bedeutet. Auch in der ostfriesischen Sprache findet sich die Bezeichnung ''hôk'' für ''Spitze'', ''Ecke'' oder ''Winkel''.<ref>Doornkaat Koolman, Jan ten (1884), Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden, S. 660f.</ref> An den Hooker erinnern mehrere Straßennamen in seinem Umfeld, so etwa der [[Großer Hookerweg|Große Hookerweg]] und der [[Süder Hooker]].


1939 war geplant, auf dem Hooker ein [[Klärwerk]] zu errichten. Das Abwasser der Stadt sollte hier gesammelt und entweder direkt in die Nordsee oder auf die umliegenden Ländereien verteilt werden. Die den Hooker bewirtschaftenden Bauern sollten hierfür in einer Abwassergenossenschaft zusammengefasst werden.<ref name=":0" />
1939 war geplant, auf dem Hooker ein [[Klärwerk]] zu errichten. Das Abwasser der [[Kanalisation|städtischen Kanalisation]] sollte hier gesammelt und entweder direkt in die Nordsee oder auf die umliegenden Ländereien verteilt werden. Die den Hooker bewirtschaftenden Bauern sollten hierfür in einer Abwassergenossenschaft zusammengefasst werden.<ref name=":0" />


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 22. Oktober 2021, 07:10 Uhr

Hooker

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Ekel
Genaue Lage im Umfeld der

Umgehungsstraße

Hooker ist eine Sammelbezeichnung für mehrere Ländereien - Wiesen und Weiden - die früher zur Allmende, also dem Allgemeinbesitz der Bewohner der Ekeler Gaste, gehörten.[1] Sie umfassen zusammen etwa 140 Hektar.[2] Der Begriff entstammt dem Altfriesischen Wort hôk für Ecke bzw. Gegend sowie dem Mittelhochdeutschen hôk oder huk, was soviel wie Winkel bzw. Ecke bedeutet. Auch in der ostfriesischen Sprache findet sich die Bezeichnung hôk für Spitze, Ecke oder Winkel.[3] An den Hooker erinnern mehrere Straßennamen in seinem Umfeld, so etwa der Große Hookerweg und der Süder Hooker.

1939 war geplant, auf dem Hooker ein Klärwerk zu errichten. Das Abwasser der städtischen Kanalisation sollte hier gesammelt und entweder direkt in die Nordsee oder auf die umliegenden Ländereien verteilt werden. Die den Hooker bewirtschaftenden Bauern sollten hierfür in einer Abwassergenossenschaft zusammengefasst werden.[2]

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 1435
  2. 2,0 2,1 Stadt Norden (1963): Kanalisation und Kläranlage der Stadt Norden, Norden, S. 12
  3. Doornkaat Koolman, Jan ten (1884), Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden, S. 660f.

Siehe auch