Feuerwehr Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Freiwillige Feuerwehr Norden''' ist als eine dem Ordnungsamt der Stadt Norden angegliederte, teilselbstständige Verwaltungsbehörde zuständig für die Gefahrenabwehr auf dem Gebiet des Brand- und Katastrophenschutzes sowie bei (technischen) Hilfeleistungen. Sie wurde im Jahr 1886 gegründet und ist seit Mai 2009 mit drei Zügen im [[Hilfeleistungszentrum]] in der [[Osterstraße]] beheimatet. Ein [[Feuerwehrhaus (Leybuchtpolder)|vierter Zug]] der Feuerwehr ist disloziert in [[Leybuchtpolder]] stationiert. | Die '''Freiwillige Feuerwehr Norden''' ist als eine dem Ordnungsamt der [[Stadt Norden]] angegliederte, teilselbstständige Verwaltungsbehörde zuständig für die Gefahrenabwehr auf dem Gebiet des Brand- und Katastrophenschutzes sowie bei (technischen) Hilfeleistungen. Sie wurde im Jahr 1886 gegründet und ist seit Mai 2009 mit drei Zügen im [[Hilfeleistungszentrum]] in der [[Osterstraße]] beheimatet. Ein [[Feuerwehrhaus (Leybuchtpolder)|vierter Zug]] der Feuerwehr ist disloziert in [[Leybuchtpolder]] stationiert. | ||
Anders als vielfach angenommen wird das Feuerwehrwesen in Deutschland überwiegend von Freiwilligen Feuerwehren mit ehrenamtlichen Kräften aufrechterhalten. Die von Norden aus nächstgelegene Berufsfeuerwehr befindet sich in Wilhelmshaven. | Anders als vielfach angenommen wird das Feuerwehrwesen in Deutschland überwiegend von Freiwilligen Feuerwehren mit ehrenamtlichen Kräften aufrechterhalten. Die von Norden aus nächstgelegene Berufsfeuerwehr befindet sich in Wilhelmshaven. | ||
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=== Kaiserzeit und Weimarer Republik === | === Kaiserzeit und Weimarer Republik === | ||
Als Ergänzung zu den bereits bestehenden [[Spritzenhäuser]] wurden drei weitere errichtet: [[Am Hafen]], [[Am Markt]] und in der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]]. Ein Jahr nach Gründung der Feuerwehr wurde auch eine Feuerwehrkapelle gegründet. Zur Unterstützung beim Aufbau einer schlagkräftigen Feuerwehr wurde Oberfeuerwehrmann Bolts (oder Bolz) von der Berliner Feuerwehr für ein Vierteljahr nach Norden beordert. Neber der Beantwortung fachlicher Fragen hatte er maßgeblichen Anteil an der Ausbildung der in einem geordneten Feuerlöschwesen noch völlig unerfahrenen Norder Kameraden. Förderlich war hingegen der persönliche Werdegang der meisten Mitglieder, die sich, wie bereits beschrieben, größtenteils aus Veteranen und Turnern zusammensetzte, die sowohl die erforderliche Fitness als auch Disziplin und Willensstärke mitbrachten. Der Fuhrpark bestand anfangs aus mehreren von Hand oder Pferden gezogenen Kutschen, die entweder als Gerätewagen, als Löschpumpe oder zum Mannschaftstransport dienten. | Als Ergänzung zu den bereits bestehenden [[Spritzenhäuser]] wurden drei weitere errichtet: [[Am Hafen]], [[Am Markt]] und in der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]]. Ein Jahr nach Gründung der Feuerwehr wurde auch eine Feuerwehrkapelle gegründet. Zur Unterstützung beim Aufbau einer schlagkräftigen Feuerwehr wurde Oberfeuerwehrmann Bolts (oder Bolz) von der Berliner Feuerwehr für ein Vierteljahr nach Norden beordert. Neber der Beantwortung fachlicher Fragen hatte er maßgeblichen Anteil an der Ausbildung der in einem geordneten Feuerlöschwesen noch völlig unerfahrenen Norder Kameraden. Förderlich war hingegen der persönliche Werdegang der meisten Mitglieder, die sich, wie bereits beschrieben, größtenteils aus Veteranen und Turnern zusammensetzte, die sowohl die erforderliche Fitness als auch Disziplin und Willensstärke mitbrachten. Der Fuhrpark bestand anfangs aus mehreren von Hand oder Pferden gezogenen Kutschen, die entweder als Gerätewagen, als Löschpumpe oder zum Mannschaftstransport dienten. Untergebracht waren diese Pferde beim [[Spedition Peter Janssen|Fuhrunternehmen Peter Janssen]] an der [[Sielstraße]], nahe der heutigen [[Peter-Janssen-Lohne]]. Von dort mussten sie geholt und zu den einzelnen Kutschen gebracht werden. | ||
Ihren ersten überörtlichen Großbrand erlebte die Wehr am 28. Dezember 1893. Auf Schloss Lütetsburg stürzte ein Weihnachtsbaum mit brennenden Kerzen um und entzündete die leicht entflammbaren Leinwandtapeten. Da das [[Fernsprechnetz]] erst ab 1898 Einzug in der Region hielt, erfolgte die Alarmierung per Telegramm (Inhalt: ''Sofort Hilfe, Schloß Lütetsburg brennt'') und dauerte entsprechend sehr lange. Ein nahezu vollständiges Niederbrennen der innerhalb einer breiten Graft gelegenen Hauptburg konnte daher nicht mehr verhindert werden. | Ihren ersten überörtlichen Großbrand erlebte die Wehr am 28. Dezember 1893. Auf Schloss Lütetsburg stürzte ein Weihnachtsbaum mit brennenden Kerzen um und entzündete die leicht entflammbaren Leinwandtapeten. Da das [[Fernsprechnetz]] erst ab 1898 Einzug in der Region hielt, erfolgte die Alarmierung per Telegramm (Inhalt: ''Sofort Hilfe, Schloß Lütetsburg brennt'') und dauerte entsprechend sehr lange. Ein nahezu vollständiges Niederbrennen der innerhalb einer breiten Graft gelegenen Hauptburg konnte daher nicht mehr verhindert werden. | ||
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Im Vorfeld der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Feuerwehr von den nationalsozialistischen Machthabern informiert, sodass sie sich bereits vor dem Brandanschlag auf die [[Synagoge]] vor Ort einfand. Die Einsatzkräfte erhielten die klare Anweisung, ihre Löschmaßnahmen lediglich darauf zu beschränken, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Das Umfeld der Synagoge wurde von SA-Männern abgesperrt, die das Wirken der Feuerwehr genauestens beobachteten. | Im Vorfeld der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Feuerwehr von den nationalsozialistischen Machthabern informiert, sodass sie sich bereits vor dem Brandanschlag auf die [[Synagoge]] vor Ort einfand. Die Einsatzkräfte erhielten die klare Anweisung, ihre Löschmaßnahmen lediglich darauf zu beschränken, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Das Umfeld der Synagoge wurde von SA-Männern abgesperrt, die das Wirken der Feuerwehr genauestens beobachteten. | ||
Mit dem Fortschreiten des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden der Wehr immer mehr Mitglieder entzogen, um die Verluste der Wehrmacht auszugleichen. Glücklicherweise musste die Wehr nur selten zu kriegsbedingten Einsätzen im Stadtgebiet ausrücken, die Zahl der Luftangriffe und ihre Schäden blieben überschaubar. Da jedoch insbesondere Emden sehr viel häufiger, vor allem im September 1944, Ziel alliierter Luftangriffe wurde, rückte die Norder Wehr mehrfach dorthin aus. Dies war stets ein gefährliches Unterfangen, da auch zivile Hilfskräfte von den alliierten Luftstreitkräften beschossen wurden. Aus diesem Grund wurde schon 1933 das Blaulicht bei der Polizei und 1938 auch bei der Feuerwehr als Warnsignal eingeführt, da es wegen seiner atmosphärischen Streuung nur schwer von der Luft aus erkennbar war. Zusätzlich wurden die Blaulichter so ausgerüstet, dass sie nur nach vorne strahlten und nicht - wie heute - rundum leuchteten. | Mit dem Fortschreiten des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden der Wehr immer mehr Mitglieder entzogen, um die Verluste der Wehrmacht auszugleichen. Eine Gruppe von neun Feuerwehrleuten wurden als ständige Feuerwache zum Dienst verpflichtet. Sie trugen in Abgrenzung zu den übrigen Angehörigen graue statt blaue Uniformen. Glücklicherweise musste die Wehr nur selten zu kriegsbedingten Einsätzen im Stadtgebiet ausrücken, die Zahl der Luftangriffe und ihre Schäden blieben überschaubar. Da jedoch insbesondere Emden sehr viel häufiger, vor allem im September 1944, Ziel alliierter Luftangriffe wurde, rückte die Norder Wehr mehrfach dorthin aus. Dies war stets ein gefährliches Unterfangen, da auch zivile Hilfskräfte von den alliierten Luftstreitkräften beschossen wurden. Aus diesem Grund wurde schon 1933 das Blaulicht bei der Polizei und 1938 auch bei der Feuerwehr als Warnsignal eingeführt, da es wegen seiner atmosphärischen Streuung nur schwer von der Luft aus erkennbar war. Zusätzlich wurden die Blaulichter so ausgerüstet, dass sie nur nach vorne strahlten und nicht - wie heute - rundum leuchteten. Auch kam es, je mehr Männer zum Kriegsdienst oder Volkssturm verpflichtet wurden, 1944 zur Gründung einer Feuerwehrfrauengruppe. Diese löste sich jedoch nach einem Einsatz im ausgebombten Emden wegen Traumatisierung der Damen wieder auf. | ||
In den Wirren der letzten Kriegstage und der frühen Nachkriegszeit gingen Angehörige der Feuerwehr schließlich gemeinsam mit [[Polizei Norden|Polizeibeamten]] sowie ehemaligen Wehrmachtssoldaten auf Streife, um die öffentliche Sicherheit aufrechterhalten zu können und insbesondere Plünderungen vorzubeugen.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 44</ref> Nach Kriegsende konnte die Feuerwehr zudem einige Gerätschaften der Wehrmacht übernehmen, sodass ein durch die Zeit bis zur Währungsreform herrschender Materialmangel weitestgehend kompensiert werden konnte. | In den Wirren der letzten Kriegstage und der frühen Nachkriegszeit gingen Angehörige der Feuerwehr schließlich gemeinsam mit [[Polizei Norden|Polizeibeamten]] sowie ehemaligen Wehrmachtssoldaten auf Streife, um die öffentliche Sicherheit aufrechterhalten zu können und insbesondere Plünderungen vorzubeugen.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 44</ref> Nach Kriegsende konnte die Feuerwehr zudem einige Gerätschaften der Wehrmacht übernehmen, sodass ein durch die Zeit bis zur Währungsreform herrschender Materialmangel weitestgehend kompensiert werden konnte. | ||
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Am Abend des 22. März 1956 kam es erneut zu einem Großbrand auf Schloss Lütetsburg. Aus unbekannten Gründen brach ein Feuer in der Bibliothek des Schlosses aus und konnte sich rasch durch die uralten Gemäuer fressen. Auch die Norder Feuerwehr wurde wieder zur Unterstützung gerufen. Mündlichen Überlieferungen zufolge seien bei dem Brand mehrere sich im Innenangriff befindliche Feuerwehrkameraden vom Feuer umzingelt worden, konnten dann jedoch von einem Ortskundigen über alte Geheimgänge gerettet werden und dadurch dem sicheren Flammentod entkommen. | Am Abend des 22. März 1956 kam es erneut zu einem Großbrand auf Schloss Lütetsburg. Aus unbekannten Gründen brach ein Feuer in der Bibliothek des Schlosses aus und konnte sich rasch durch die uralten Gemäuer fressen. Auch die Norder Feuerwehr wurde wieder zur Unterstützung gerufen. Mündlichen Überlieferungen zufolge seien bei dem Brand mehrere sich im Innenangriff befindliche Feuerwehrkameraden vom Feuer umzingelt worden, konnten dann jedoch von einem Ortskundigen über alte Geheimgänge gerettet werden und dadurch dem sicheren Flammentod entkommen. | ||
Einhergehend mit der Einführung von Funktechnik bei den Feuerwehren seit 1960 kamen allmählich die ersten Funkmeldeempfänger nach Norden. Sie lösten nach und nach die Alarmierung mittels [[Liste der Motorsirenen|Motorsirenen]] ab, wobei diese überwiegend erst nach dem Kalten Krieg abgebaut wurden. Die ersten Funkmeldeempfänger waren keine tragbaren Geräte, sondern stationäre Apparate, die an das Stromnetz angeschlossen werden mussten. Auch deshalb war eine Abschaffung der Sirenen zunächst nicht möglich. Schon im Oktober 1960 wurde im Feuerwehrhaus daher eine kleine Leitzentrale mit Funkgeräten (Rufname: ''Florian'') eingerichtet. 1968 wurde ein Funkkommandowagen angeschafft, um den Funkverkehr an größeren Einsatzstellen zu koordinieren. Am 6. Dezember des Jahres wurde erstmalig für die Alterskameraden ein ''Nikolausabend'' organisiert, der seitdem jährlich von aktiven Kameraden zu Ehren der ehemaligen Mitglieder ausgerichtet wird. | Einhergehend mit der Einführung von Funktechnik bei den Feuerwehren seit 1960 kamen allmählich die ersten Funkmeldeempfänger nach Norden. Sie lösten nach und nach die Alarmierung mittels [[Liste der Motorsirenen|Motorsirenen]] ab, wobei diese überwiegend erst nach dem Kalten Krieg abgebaut wurden. Die ersten Funkmeldeempfänger waren keine tragbaren Geräte, sondern stationäre Apparate, die an das Stromnetz angeschlossen werden mussten. Auch deshalb war eine Abschaffung der Sirenen zunächst nicht möglich. Schon im Oktober 1960 wurde im Feuerwehrhaus daher eine kleine Leitzentrale mit Funkgeräten (Rufname: ''Florian'') eingerichtet. Zuständig für die Alarmierung war der in der Dienstwohnung des Feuerwehrhaus wohnende ''Kreisschirrmeister'', der darüber hinaus vor allem für die Wartung und Pflege von Fahrzeugen und Gerätschaften zuständig war. 1968 wurde ein Funkkommandowagen angeschafft, um den Funkverkehr an größeren Einsatzstellen zu koordinieren. Am 6. Dezember des Jahres wurde erstmalig für die Alterskameraden ein ''Nikolausabend'' organisiert, der seitdem jährlich von aktiven Kameraden zu Ehren der ehemaligen Mitglieder ausgerichtet wird. | ||
Vom 9. bis zum 12. Juni 1970 waren zwei Norder Feuerwehrmänner mit einem vom Katastrophenschutz des Bundes beschafften Fahrzeug mit Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung in Peru, um die dortige Bevölkerung nach einem Erdbeben mit Trinkwasser zu versorgen. Gut zwei Jahre später wurde die seit Februar 1955 existierende [[Feuerwehr Leybuchtpolder|Freiwillige Feuerwehr]] in [[Leybuchtpolder]], bedingt durch die Eingemeindung der bis dahin eigenständigen Gemeinde nach Norden, als 4. Zug in die Struktur der Norder Wehr integriert. | Vom 9. bis zum 12. Juni 1970 waren zwei Norder Feuerwehrmänner mit einem vom Katastrophenschutz des Bundes beschafften Fahrzeug mit Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung in Peru, um die dortige Bevölkerung nach einem Erdbeben mit Trinkwasser zu versorgen. Gut zwei Jahre später wurde die seit Februar 1955 existierende [[Feuerwehr Leybuchtpolder|Freiwillige Feuerwehr]] in [[Leybuchtpolder]], bedingt durch die Eingemeindung der bis dahin eigenständigen Gemeinde nach Norden, als 4. Zug in die Struktur der Norder Wehr integriert. | ||
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1976 begang die Wehr ihr 90-jähriges Jubiläum am letzten Wochenende im September. Am Freitag, den 24. September wurde das Bestehen zunächst mit einem Kommersabend im [[Deutsches Haus|Deutschen Haus]] gefeiert. Am Samstag folgte ein Tag der offenen Tür beim [[Altes Feuerwehrhaus|Feuerwehrhaus]], bei der auch die seit 1974 errichtete [[Feuerwehrtechnische Zentrale]] der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Am Abend wurde erneut im Deutschen Haus gefeiert. Der Sonntag bestand aus einer Delegiertentagung von Abgeordneten anderer Feuerwehren des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]], gefolgt von einem Umzug durch die Innenstadt. Bei der Abschiedsansprache beim [[Rathaus]], der eine große Übung auf dem [[Marktplatz]] folgte, war auch der damalige Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Albert Bürger, zugegen und richtete das Wort an die Anwesenden. | 1976 begang die Wehr ihr 90-jähriges Jubiläum am letzten Wochenende im September. Am Freitag, den 24. September wurde das Bestehen zunächst mit einem Kommersabend im [[Deutsches Haus|Deutschen Haus]] gefeiert. Am Samstag folgte ein Tag der offenen Tür beim [[Altes Feuerwehrhaus|Feuerwehrhaus]], bei der auch die seit 1974 errichtete [[Feuerwehrtechnische Zentrale]] der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Am Abend wurde erneut im Deutschen Haus gefeiert. Der Sonntag bestand aus einer Delegiertentagung von Abgeordneten anderer Feuerwehren des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]], gefolgt von einem Umzug durch die Innenstadt. Bei der Abschiedsansprache beim [[Rathaus]], der eine große Übung auf dem [[Marktplatz]] folgte, war auch der damalige Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Albert Bürger, zugegen und richtete das Wort an die Anwesenden. | ||
Bedingt durch die Eingliederung des Kreises Norden in den Landkreis Aurich wurde 1978 eine Anpassung der Funkmeldeempfänger notwendig, um eine Alarmierung auch außerhalb des Altkreises zu ermöglichen. Insgesamt müssten hierfür gut 30.000 Mark aufgewendet werden, um die seinerzeit 50 vorhandenen Meldeempfänger neu zu codieren. Im Oktober 1979 konnte eines der LF 8 aus dem Jahr 1961 durch eine Neuanschaffung ersetzt werden. Im Oktober 1982 folgte ein weiteres LF 8. Die bisherigen | Bedingt durch die Eingliederung des Kreises Norden in den Landkreis Aurich wurde 1978 eine Anpassung der Funkmeldeempfänger notwendig, um eine Alarmierung auch außerhalb des Altkreises zu ermöglichen. Insgesamt müssten hierfür gut 30.000 Mark aufgewendet werden, um die seinerzeit 50 vorhandenen Meldeempfänger neu zu codieren. Im Oktober 1979 konnte eines der LF 8 aus dem Jahr 1961 durch eine Neuanschaffung ersetzt werden. Im Oktober 1982 folgte ein weiteres LF 8. Die bisherigen blauen Einsatzuniformen, die in ihrem Schnitt denen der Wehrmacht angelehnt waren, wurden ab 1983 durch neue, orangefarbene Schutzkleidung ersetzt. Auch diese bestand jedoch zu einem überwiegenden Teil aus Baumwolle und diente mehr der besseren Erkennbarkeit als einem besseren Schutz vor Hitze. | ||
Im Januar 1985 erhielt die Wehr ein neues LF 16, welches das bereits 22 Jahre alte Fahrzeug ersetzte. Ein Jahr später konnte die Wehr auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Der Ablauf ähnelte dem des 90-jährigen Jubiläums, wobei nicht am Sonntag, sondern bereits am Samstag eine große Einsatzübung abgehalten wurde. Diese fand diesmal auf dem Gelände des [[Weiterbildungszentrum|Weiterbildungszentrums]] statt und umfasste eine Zurschaustellung historischer Geräte und Uniformen. 1988 wurde ein neues LF 8 angeschafft, das über einen zusätzlichen Hilfeleistungssatz für die Ölschadenbekämpfung verfügte. 1995 folgte eine neue Drehleiter (DLK 23/12). Im selben Jahr wurde die Jugendfeuerwehr Norden gegründet, der Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren angehören können, ehe zum 16. Lebensjahr eine Übernahme in die Einsatzabteilung beabsichtigt wird. | Im Januar 1985 erhielt die Wehr ein neues LF 16, welches das bereits 22 Jahre alte Fahrzeug ersetzte. Ein Jahr später konnte die Wehr auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Der Ablauf ähnelte dem des 90-jährigen Jubiläums, wobei nicht am Sonntag, sondern bereits am Samstag eine große Einsatzübung abgehalten wurde. Diese fand diesmal auf dem Gelände des [[Weiterbildungszentrum|Weiterbildungszentrums]] statt und umfasste eine Zurschaustellung historischer Geräte und Uniformen. 1988 wurde ein neues LF 8 angeschafft, das über einen zusätzlichen Hilfeleistungssatz für die Ölschadenbekämpfung verfügte. 1995 folgte eine neue Drehleiter (DLK 23/12). Im selben Jahr wurde die Jugendfeuerwehr Norden gegründet, der Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren angehören können, ehe zum 16. Lebensjahr eine Übernahme in die Einsatzabteilung beabsichtigt wird. | ||