Wachthaus (Norden): Unterschied zwischen den Versionen
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Ein '''Wachthaus''' befand sich seit spätestens 1726, vermutlich bereits viel früher, auf dem [[Marktplatz]], unmittelbar am [[Glockenturm]] der [[Ludgerikirche]]. Hier hatte die [[Polizei Norden|Stadtwache]] ihren Sitz.<ref>[https://www.feuerwehr-norden.de/2012/02/12/das-archiv-der-feuerwehr-norden/ Archiv der Feuerwehr Norden], abgerufen am 25. Februar 2021</ref>Diesen zentralen Standort wählte man nicht zuletzt auch, weil sich die für den Handel besonders wichtige [[Stadtwaage|Waage]] im Glockenturm befand. Vom Wachthaus aus verrichteten die von den [[Polizei Norden|Stadtdienern]] geführten Stadtwächtern bzw. Nachtwächter ihre Streifenrunden. | Ein '''Wachthaus''' befand sich seit spätestens 1726, vermutlich bereits viel früher, auf dem [[Marktplatz]], unmittelbar am [[Glockenturm]] der [[Ludgerikirche]]. Hier hatte die [[Polizei Norden|Stadtwache]] ihren Sitz.<ref>[https://www.feuerwehr-norden.de/2012/02/12/das-archiv-der-feuerwehr-norden/ Archiv der Feuerwehr Norden], abgerufen am 25. Februar 2021</ref> Diesen zentralen Standort wählte man nicht zuletzt auch, weil sich die für den Handel besonders wichtige [[Stadtwaage|Waage]] im Glockenturm befand. Vom Wachthaus aus verrichteten die von den [[Polizei Norden|Stadtdienern]] geführten Stadtwächtern bzw. Nachtwächter ihre Streifenrunden. | ||
Nach Erlass der [[Brandordnung]] im Jahr 1783 wurde im | Nach Erlass der [[Brandordnung]] im Jahr 1783 wurde im Glockenturm ein [[Spritzenhäuser|Spritzenhaus]] eingerichtet, sodass hier künftig auch eine Handlöschpumpe bzw. -spritze sowie weitere Gerätschaften für den Ernstfall vorgehalten wurden. Die SPolizei zog 1883 in die [[Drei Schwestern|Dritte Schwester]] um.<ref>Haddinga, Johann (2010): Die Polizei und ihre Geschichte(n), in: Heim und Herd vom 20. Oktober 2018, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 37-40</ref> Das Wachthaus wurde danach ebenfalls als Spritzenhaus genutzt und nach der Fertigstellung des [[Altes Feuerwehrhaus|neuen Feuerwehrhauses]] an der [[Klosterstraße]] im Jahr 1938 abgebrochen. | ||
Anlässlich der 750-Jahrfeier der Stadt wurde das Wacht- bzw. Spritzenhaus von Angehörigen der [[Feuerwehr Norden]] im Jahr 2005 auf Holzbasis rekonstruiert, jedoch 2006 bereits wieder abgebaut. | Anlässlich der 750-Jahrfeier der Stadt wurde das Wacht- bzw. Spritzenhaus von Angehörigen der [[Feuerwehr Norden]] im Jahr 2005 auf Holzbasis rekonstruiert, jedoch 2006 bereits wieder abgebaut. | ||
Version vom 20. Oktober 2021, 18:49 Uhr
Wachthaus | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | vor 1726 | |||||||
| Erbauer | Stadt Norden | |||||||
| Bauweise | Backsteinbau | |||||||
| Erhaltungszustand | um 1938 abgebrochen | |||||||
| Genaue Lage | Arp-Schnitger-Platz
26506 Norden | |||||||
Ein Wachthaus befand sich seit spätestens 1726, vermutlich bereits viel früher, auf dem Marktplatz, unmittelbar am Glockenturm der Ludgerikirche. Hier hatte die Stadtwache ihren Sitz.[1] Diesen zentralen Standort wählte man nicht zuletzt auch, weil sich die für den Handel besonders wichtige Waage im Glockenturm befand. Vom Wachthaus aus verrichteten die von den Stadtdienern geführten Stadtwächtern bzw. Nachtwächter ihre Streifenrunden.
Nach Erlass der Brandordnung im Jahr 1783 wurde im Glockenturm ein Spritzenhaus eingerichtet, sodass hier künftig auch eine Handlöschpumpe bzw. -spritze sowie weitere Gerätschaften für den Ernstfall vorgehalten wurden. Die SPolizei zog 1883 in die Dritte Schwester um.[2] Das Wachthaus wurde danach ebenfalls als Spritzenhaus genutzt und nach der Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses an der Klosterstraße im Jahr 1938 abgebrochen.
Anlässlich der 750-Jahrfeier der Stadt wurde das Wacht- bzw. Spritzenhaus von Angehörigen der Feuerwehr Norden im Jahr 2005 auf Holzbasis rekonstruiert, jedoch 2006 bereits wieder abgebaut.
Einzelnachweise
- ↑ Archiv der Feuerwehr Norden, abgerufen am 25. Februar 2021
- ↑ Haddinga, Johann (2010): Die Polizei und ihre Geschichte(n), in: Heim und Herd vom 20. Oktober 2018, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 37-40