Ziegelei (Westermarsch II): Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Die Ziegelei wurde 1908 von [[Rolf Kaufmann|Rohlf Kaufmann]] als Nachfolgebau seiner [[Ziegelei (Westermarsch I)|Ziegelei am Altendeichsweg]] errichtet. Ostfriesland war bis in die 1960er Jahre ein ''Ziegeleiland'' mit unzähligen kleinen und großen Ziegeleien. Der marschtypische Kleiboden war vermischt mit Rohsand Ausgangsmaterial für die Herstellung von Ziegelsteinen, weshalb sich das Gebiet hervorragend dafür eignete. Vor allem in der Sommersaison produzierten bis zu 30 Arbeiter rote Vor- und Hintermauersteine (Klinker). Der zum Brennen benötigte Ton wurde auf eigenen und gepachteten Grundstücken in der Umgebung gewonnen. Beheizt wurden die Öfen noch mit Torf, das anfangs vorwiegend von der [[Norder Fehngesellschaft]] bezogen wurde. In den besten Zeiten brannte die Ziegelei jährlich bis zu drei Millioenn Steine.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 289</ref> | Die Ziegelei wurde 1908 von [[Rolf Kaufmann|Rohlf Kaufmann]] als Nachfolgebau seiner [[Ziegelei (Westermarsch I)|Ziegelei am Altendeichsweg]] errichtet. Ostfriesland war bis in die 1960er Jahre ein ''Ziegeleiland'' mit unzähligen kleinen und großen Ziegeleien. Der marschtypische Kleiboden war vermischt mit Rohsand Ausgangsmaterial für die Herstellung von Ziegelsteinen, weshalb sich das Gebiet hervorragend dafür eignete. Vor allem in der Sommersaison produzierten bis zu 30 Arbeiter rote Vor- und Hintermauersteine (Klinker). Der zum Brennen benötigte Ton wurde auf eigenen und gepachteten Grundstücken in der Umgebung gewonnen. Beheizt wurden die Öfen noch mit Torf, das anfangs vorwiegend von der [[Norder Fehngesellschaft]] bezogen wurde. In den besten Zeiten brannte die Ziegelei jährlich bis zu drei Millioenn Steine.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 289</ref> Abgesetzt wurden diese vor allem innerhalb des [[Landkreis Norden|Kreisgebiets]] und in engen Grenzen darüber hinaus.<ref>Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 82</ref> | ||
Die Westermarscher Ziegelei ereilte das gleiche Schicksal wie die meisten anderen ostfriesischen Ziegeleien und wurde 1970 geschlossen, da sich der Betrieb nicht mehr lohnte und zudem das notwendige Klei knapp wurde.<ref name=":0" /> Nach einer | Die Westermarscher Ziegelei ereilte das gleiche Schicksal wie die meisten anderen ostfriesischen Ziegeleien und wurde 1970 geschlossen, da sich der Betrieb nicht mehr lohnte und zudem das notwendige Klei knapp wurde.<ref name=":0" /> Nach einer länger währenden Nutzung durch das Abbruchunternehmen ''Arnold Buhr'' wurden die Gebäude zu Anfang der 2000er Jahre abgebrochen. Das Abbruchunternehmen existierte bis 2001 und wurde im November des Jahres aus dem Handelsregister gelöscht.<ref>Handelsregisterbekanntmachung vom 16. November 2001</ref> Die alten Gebäude wurden danach restlos abgebrochen, das frühere Werksgelände liegt heute brach. An die Ziegelei erinnert heute nur noch die danach benannte [[Ziegeleistraße]]. | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||