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Die hier befindlichen Häuser bilden einen sogenannten ''Deichstrich''. Die Einführung der Strohdeiche und die mit den Betriebsvergrößerungen verbundene Verlängerung der unterhaltspflichtigen Deichstrecke ließen die neue Schicht der Deicharbeiter entstehen. Sie wurde vorrangig aus den ehemaligen Besitzern zerschlagener [[Herd|Marschherde]] und den zweitgeborenen Söhnen der Marsch- und Geesthofbesitzern gebildet. Diese Spezialarbeiter trugen nach ihrer Hauptbeschäftigung den Namen ''Dieksticker'', also ''Deichstecher''. Sie übernahmen die ständigen Deicharbeiten der einzelnen [[Herd|Herde]], weil deren Kräfte nicht ausreichten, die ganze Deicharbeit auszuführen, die zudem oft in die Zeiten der Hauptfeldarbeiten fiel. ''Deichstecher'' wurden sie deshalb genannt, weil sie mit einer Deichgabel den Stroh unter hohem Kraftaufwand in die Deichnarbe drückten, um seine Widerstandskraft zu erhöhen. | Die hier befindlichen Häuser bilden einen sogenannten ''Deichstrich''. Die Einführung der Strohdeiche und die mit den Betriebsvergrößerungen verbundene Verlängerung der unterhaltspflichtigen Deichstrecke ließen die neue Schicht der Deicharbeiter entstehen. Sie wurde vorrangig aus den ehemaligen Besitzern zerschlagener [[Herd|Marschherde]] und den zweitgeborenen Söhnen der Marsch- und Geesthofbesitzern gebildet. Diese Spezialarbeiter trugen nach ihrer Hauptbeschäftigung den Namen ''Dieksticker'', also ''Deichstecher''.<ref>Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 60</ref> Sie übernahmen die ständigen Deicharbeiten der einzelnen [[Herd|Herde]], weil deren Kräfte nicht ausreichten, die ganze Deicharbeit auszuführen, die zudem oft in die Zeiten der Hauptfeldarbeiten fiel. ''Deichstecher'' wurden sie deshalb genannt, weil sie mit einer Deichgabel den Stroh unter hohem Kraftaufwand in die Deichnarbe drückten, um seine Widerstandskraft zu erhöhen. | ||
Ihr Hofgrundstück und ihr geringes Ackerland waren Eigentum der Marschbauern. Sie besaßen zwei oder drei Schafe, manchmal auch eine Kuh. Oft hatten sie dabei das Recht, den Deich mit ihren Tieren zu beweiden. Mit dem Übergang von der Stroh- zur Steinbedeichung verloren die Deicharbeiter größtenteils ihre Arbeit. Sie wurden wieder landwirtschaftliche Arbeiter oder siedelten in den Fehnen und Moorkolonien.<ref>Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 61</ref> | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||