Petersbörg: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Petersbörg''' (auch | Die '''Petersbörg''' (auch: ''Petersburg'') ist ein historisches Gehöft an der [[Landstraße]] in [[Ostermarsch]]. Bemerkenswert am Hof ist, dass es sich nicht um einen klassischen Gulfhof handelt, wie man ihn ansonsten in der [[Ostermarsch]] findet. Der Wohnteil besteht aus einem quer zur angebauten Scheune stehenden Steinhaus, das an den Typus [[Liste der Burgen und Wehrhäuser|ostfriesischer Burgen]] erinnert. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Die Petersbörg wurde um 1560 erbaut und steht heute unter Denkmalschutz.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (2000): Bewohner der Höfe in der Ostermarsch, in: Heim und Herd vom 23. Dezember 2000, S. 48</ref> Andere Quellen sprechen davon, dass das Gebäude bereits im 15. Jahrhundert erbaut wurde.<ref>Ostfriesischem Kurier vom 26. September 1979</ref> Das Steinhaus, ursprünglich freistehend, ist in späterer Zeit durch den Anbau einer Gulfscheune zu einer | Die vollständig unterkellerte Petersbörg wurde um 1560 erbaut und steht heute unter Denkmalschutz.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (2000): Bewohner der Höfe in der Ostermarsch, in: Heim und Herd vom 23. Dezember 2000, S. 48</ref><ref name=":2">[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 14. Oktober 2021</ref> Andere Quellen sprechen davon, dass das Gebäude bereits im 15. Jahrhundert erbaut wurde.<ref>Ostfriesischem Kurier vom 26. September 1979</ref> Das Steinhaus, ursprünglich freistehend, ist in späterer Zeit durch den Anbau einer Gulfscheune zu einer ''Kreuzelwerkanlage'' erweitert worden.<ref name=":1">Pühl, Eberhard (2007): Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 119</ref> Auch die meisten anderen, historischen Gulfhöfe der Ostermarsch bestanden ursprünglich aus einem derartigen Steinhaus, das jedoch zumeist im 18. Jahrhundert überbaut bzw. in ein Gulfhaus implementiert wurde. Erster bekannter Eigentümer des Gebäudes ist [[Cornelia Tammena|Cornelia Tammena, geb. Conring]].<ref name=":1" /> | ||
Ab ca. 1700 bis Anfang des 20. Jahrhunderts lebten auf diesem Hof für mehrere Generationen die Nachkommen des [[Johan Peters]], eine Pächter- und spätere Besitzerfamilie dieses Hofes | Ab ca. 1700 bis Anfang des 20. Jahrhunderts lebten auf diesem Hof für mehrere Generationen die Nachkommen des [[Johan Peters]], eine Pächter- und spätere Besitzerfamilie dieses Hofes.<ref name=":0" /> Im 18. Jahrhundert wird ein [[Heye Peters]] genannt.<ref name=":1" /> Zur gleichen Zeit wird Gulfscheunenanbau mit Zwischentrakt errichtet.<ref name=":2" /> Der heute geläufige Namen ''Petersbörg'' erscheint schließlich erstmalig im 20. Jahrhundert.<ref name=":0" /> Der Bestandteil ''Börg'' bzw. ''Burg'' ist dabei keinesfalls im Sinne der allgemeinen Vorstellung zu verstehen, sondern bezeichnet regional ein Steinhaus, was früher mangels natürlicher Vorkommen hierzulande eine Seltenheit war. | ||
1979 bis 1980 wurde | 1979 bis 1980 wurde das Anwesen mit öffentlichen Zuschüssen, erheblichen Eigenmitteln und viel Eigenarbeit vom damaligen Besitzer [[Lammert Frerichs]] restauriert.<ref name=":1" /> Am 16. März 1990 wurde ein jüngst ausgewiesenes Feuchtbiotop, das [[Feuchtbiotop Petersbörg|''Feuchtbiotop Petersbörg'']], östlich des [[Breepotts Trift]] nach der Petersbörg benannt. | ||
Seit 2008 befindet sich die Petersbörg im Eigentum der Firma [[WE Elektronik]], die sich auf Sicherheitssysteme spezialisiert und ihren Produktionsstandort hierher verlagert hat.<ref>[https://we-elektronik.de/we-elektronik/ Internetseite von WE Elektronik], abgerufen am 1. April 2021</ref> | Seit 2008 befindet sich die Petersbörg im Eigentum der Firma [[WE Elektronik]], die sich auf Sicherheitssysteme spezialisiert und ihren Produktionsstandort hierher verlagert hat.<ref>[https://we-elektronik.de/we-elektronik/ Internetseite von WE Elektronik], abgerufen am 1. April 2021</ref> | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||