Stadtgericht Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Stadtgericht''' war das für das Gebiet der [[Stadt Norden]] zuständige Gericht, während das [[Amtsgericht Norden|Amtsgericht]] für das übliche [[Amt Norden]] zuständig war. Es hatte seinen Sitz im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]], konkret in einem Raum neben dem ''Rummel''. Zeugenvernehmungen fanden oft auch im [[Weinhaus]] statt.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 27</ref> Das Gefängnis befand sich ebenfalls dort. Als solches wurden sowohl der oberste Raum im Turm, als auch ein Nebenraum neben der [[Theelkammer]] im Erdgeschoss genutzt. | Das '''Stadtgericht''' war das für das Gebiet der [[Stadt Norden]] zuständige Gericht, während das [[Amtsgericht Norden|Amtsgericht]] für das übliche [[Amt Norden]] zuständig war. Es hatte seinen Sitz im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]], konkret in einem Raum neben dem ''Rummel''. Zeugenvernehmungen fanden oft auch im [[Weinhaus]] statt.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 27</ref> Das Gefängnis befand sich ebenfalls dort. Als solches wurden sowohl der oberste Raum im Turm, als auch ein Nebenraum neben der [[Theelkammer]] im Erdgeschoss genutzt. | ||
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==Geschichte== | |||
== Geschichte == | |||
[[Datei:Altes Rathaus Marktplatz Am Markt 1852 01.jpg|links|mini|Das [[Altes Rathaus|Alte Rathaus]], Sitz des Norder Stadtgerichts bis 1827.|279x279px]] | [[Datei:Altes Rathaus Marktplatz Am Markt 1852 01.jpg|links|mini|Das [[Altes Rathaus|Alte Rathaus]], Sitz des Norder Stadtgerichts bis 1827.|279x279px]] | ||
Eine Art Straf- und Sühnewesen hat es in Norden naturgemäß schon immer gewesen, ein ordentliches Gericht spätestens seit dem 16. Jahrhundert, wie Ereignisse am [[Norder Hafen]] belegen. Noch bis in das späte 16. Jahrhundert, insbesondere auch wegen des Krieges zwischen den Niederlanden und Spanien, nutzten Freibeuter den Norder Hafen als Umschlagplatz für ihre Waren und Liegeplatz. Trotz gräflichen Verbotes wurde dies lange Zeit durch die Norder stillschweigend geduldet, die oftmals jedoch auch selbst durch erbeutete Waren profitierten.<ref name=":0" /> | Eine Art Straf- und Sühnewesen hat es in Norden naturgemäß schon immer gewesen, ein ordentliches Gericht spätestens seit dem 16. Jahrhundert, wie Ereignisse am [[Norder Hafen]] belegen. Noch bis in das späte 16. Jahrhundert, insbesondere auch wegen des Krieges zwischen den Niederlanden und Spanien, nutzten Freibeuter den Norder Hafen als Umschlagplatz für ihre Waren und Liegeplatz. Trotz gräflichen Verbotes wurde dies lange Zeit durch die Norder stillschweigend geduldet, die oftmals jedoch auch selbst durch erbeutete Waren profitierten.<ref name=":0" /> | ||