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==Namensherkunft==
==Namensherkunft==
Der Name, welcher 1824 erstmalig amtlich erwähnt wird, umschreibt den Zusammenschluss mehrerer ''auf dem Sand'' siedelnder Bauern, die sich zu einer Bauerschaft (Gemeinwesen mehrerer Höfe) zusammengeschlossen hatten. Die ''Sandbauern'' waren also jene Bauern, die auf dem sandhaltigen Boden der [[Norder Geestinsel]] siedelten und das Land dort bestellten. Ihnen gegenüber standen die Marschbauern der tieferliegenden [[Marsch|Marschgebiete]], wie [[Westermarsch I]] (erste Bauerschaft der Westermarsch) und [[Westermarsch II]] (zweite Bauerschaft der Westermarsch). Die Norder Geestgebiete liegen höher als die Marschgebiete, was ihre Bodenbeschaffenheit erklärt. Sie waren zwar bedeutend weniger fruchtbar, lagen dafür jedoch weiter über dem Meeresspiegel und waren somit vergleichsweise sturmflutsicher.
Der Name, welcher 1824 erstmalig amtlich erwähnt wird, umschreibt den Zusammenschluss der ''auf dem Sand'' siedelnder Bauern, die sich zu einer Bauerschaft (Gemeinwesen mehrerer Höfe) zusammengeschlossen hatten. Die ''Sandbauern'' waren also jene Bauern, die auf dem sandhaltigen Boden der [[Norder Geestinsel]] siedelten und das Land dort bestellten. Ihnen gegenüber standen die Marschbauern der tieferliegenden [[Marsch|Marschgebiete]]: [[Westermarsch I]] (Erste Marschbauerschaft der Westermarsch, [[Westermarsch II]] (Zweite Marschbauerschaft der Westermarsch), [[Ostermarsch]] und [[Lintelermarsch]]. Die Norder Geestgebiete liegen höher als die Marschgebiete, was ihre Bodenbeschaffenheit erklärt. Sie waren zwar bedeutend weniger fruchtbar, lagen dafür jedoch weiter über dem Meeresspiegel und waren somit vergleichsweise sturmflutsicher.


Im Gegensatz zu den Namen aller anderen nach Norden eingegliederten Gemeinden spielt der Begriff ''Sandbauerschaft'' heute im amtlichen Sprachgebrauch keine Rolle und ist aus dem Bewusstsein der Bevölkerung weitestgehend verschwunden. Die Namen der ehemaligen Ortsteile ([[Ekel]], [[Westgaste]], ...) hingegen haben sich zumindest in der Alltagssprache erhalten und dienen als Orientierungspunkte.
Im Gegensatz zu den Namen aller anderen nach Norden eingegliederten Gemeinden spielt der Begriff ''Sandbauerschaft'' heute im amtlichen Sprachgebrauch keine Rolle und ist aus dem Bewusstsein der Bevölkerung weitestgehend verschwunden. Die Namen der ehemaligen Ortsteile ([[Ekel]], [[Westgaste]], ...) hingegen haben sich zumindest in der Alltagssprache erhalten und dienen als Orientierungspunkte.
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Die Sandbauerschaft umschloss den [[Norden (Stadtteil)|Norder Stadtkern]] ringförmig und bestand aus mehreren Streusiedlungen. Ihre auf der [[Geest]] liegenden Siedlungen zählten zu den früher besiedelten Gebiete, da sie höher lagen als das Marschland und daher besser vor den Fluten geschützt waren. Die Altstadt befindet sich gar vollständig auf der Geest, die hier daher auch als [[Norder Geestinsel]] bezeichnet wird.
Die Sandbauerschaft umschloss den [[Norden (Stadtteil)|Norder Stadtkern]] ringförmig und bestand aus mehreren Streusiedlungen. Ihre auf der [[Geest]] liegenden Siedlungen zählten zu den früher besiedelten Gebiete, da sie höher lagen als das Marschland und daher besser vor den Fluten geschützt waren. Die Altstadt befindet sich gar vollständig auf der Geest, die hier daher auch als [[Norder Geestinsel]] bezeichnet wird.


Die geografischen Grenzen der Sandbauerschaft lassen sich kaum festlegen, die verstreuten Siedlungen wuchsen vor allem nach der Eingemeindung mit der Kernstadt und untereinander zusammen. Hinzu kamen im Vorfeld immer weitere Landkäufe der Stadt, um das eigene, sehr begrenzte Territorium zu erweitern. Konkrete, amtliche Begrenzungen hat es hierbei nie gegeben. Beachtenswert ist jedoch, dass weite Teile, die heute im Allgemeinen zu Norden gezählt werden, ursprünglich Teil der Sandbauerschaft waren.
Die geografischen Grenzen der Sandbauerschaft lassen sich kaum festlegen, die verstreuten Siedlungen wuchsen vor allem nach der Eingemeindung mit der Kernstadt und untereinander zusammen. Hinzu kamen im Vorfeld immer weitere Landkäufe der Stadt, um das eigene, sehr begrenzte Territorium zu erweitern. Konkrete, amtliche Begrenzungen innerhalb der Sandbauerschaft hat es hierbei nie gegeben, weshalb keine genauen Grenzen zwischen den einzelnen, miteinander und mit der [[Altstadt]] verwachsenen Ortsteile gezogen werden können. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass weite Teile, die heute im Allgemeinen zu Norden gezählt werden, ursprünglich Bestandteil der Sandbauerschaft waren und dass sich beispielsweise manch Bewohner von [[Ostlintel]] eher [[Ekel]] zugehörig fühlt und umgekehrt.


==Gliederung==
==Gliederung==
Die Sandbauerschaft umschloss die Stadt Norden von Westen nach Osten in einem Dreiviertelring. Zu ihr gehörten folgende Ortschaften (auch [[Rott]] genannt), Wohnplätze und Güter:
Die Sandbauerschaft umschloss die [[Altstadt|Norder Altstadt]] von Westen nach Osten in einem Dreiviertelring. Zu ihr gehörten folgende Ortschaften (auch [[Rott|Rotten]] genannt), Wohnplätze und Güter:


Ortschaften: [[Ekel]], [[Hollweg]], [[Laukeriege]], [[Mackeriege]], [[Martensdorf]], [[Mühlenlohne]], [[Ostlintel]], [[Westlintel]], [[Westgaste]] sowie die westlichen Bereiche der [[Westerstraße]], ungefähr ab der [[Weberslohne]]
Ortschaften: [[Ekel]], [[Hollweg]], [[Laukeriege]], [[Mackeriege]], [[Martensdorf]], [[Mühlenlohne]], [[Ostlintel]], [[Westlintel]], [[Westgaste]] sowie die westlichen Bereiche der [[Westerstraße]], ungefähr ab der [[Weberslohne]]
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==Geschichte==
==Geschichte==
[[Datei:Hollweg 01011900 01.jpg|mini|Die Ortschaft [[Hollweg]] um 1900.]]
[[Datei:Hollweg 01011900 01.jpg|mini|Die Ortschaft [[Hollweg]] um 1900.]]
Die Entstehung der Sandbauerschaft scheint in einem relativ engen Kontext mit der Entstehung der [[Theelacht]] zu stehen. Die führenden Adelsgeschlechter (auch: ''Ethelingsgeschlechter''), die ihre Sitze an den [[Geest|Geesträndern]] der Norder Altstadt hatten, hatten in der Bucht von Hilgenriedersiel, wo die legendäre [[Schlacht von Nordendi]] gegen die Normannen bzw. Wikinger im Jahre 884 stattgefunden haben soll, mehrere sogenannte ''Uthöfe'', also Außenhöfe, von denen aus sie die umliegenden, fruchtbaren Landstriche bewirtschafteten. Deshalb wurden die von den siegreichen Friesen verteidigten bzw. zurück eroberten Landstriche auch stolz entsprechend der Herkunft ihrer Herren benannt: [[Westgaste|(West-)Gaster]] Theel, [[Lintel|Linteler]] Theel, [[Ekel|Ekeler]] Theel und [[Neugroden|Neugroder]] Theel.<ref>[https://www.heiko-campen.de/theelachtii.htm Die Geschichte der Norder Theelacht], abgerufen am 7. September 2021</ref> Naheliegend ist, dass dieser gemeinsam errungene Sieg zur Gründung eines Gemeinwesens - der Sandbauerschaft - führte.
Die Entstehung der Sandbauerschaft scheint in einem relativ engen Kontext mit der Entstehung der [[Theelacht]] zu stehen. Die führenden Adelsgeschlechter (auch: ''Ethelingsgeschlechter''), die ihre Sitze an den [[Geest|Geesträndern]] der Norder Altstadt hatten, hatten in der Bucht von Hilgenriedersiel, wo die legendäre [[Schlacht von Nordendi]] gegen die Normannen bzw. Wikinger im Jahre 884 stattgefunden haben soll, mehrere sogenannte ''Uthöfe'', also Außenhöfe, von denen aus sie die umliegenden, fruchtbaren Landstriche bewirtschafteten. Deshalb wurden die von den siegreichen Friesen verteidigten bzw. zurück eroberten Landstriche auch stolz entsprechend der Herkunft ihrer Herren benannt: ''[[Westgaste|(West-)Gaster]] Theel, [[Lintel|Linteler]] Theel, [[Ekel|Ekeler]] Theel'' und ''[[Neugroden|Neugroder]] Theel.''<ref>[https://www.heiko-campen.de/theelachtii.htm Die Geschichte der Norder Theelacht], abgerufen am 7. September 2021</ref> Naheliegend ist, dass dieser gemeinsam errungene Sieg zur Gründung eines Gemeinwesens als ''Sandbauerschaft'' im Umfeld der sonst weniger landwirtschaftlich geprägten [[Altstadt|Norder Altstadt]] führte.


Die ältesten, gesicherten Belege über eine Besiedelung der Sandbauerschaft stammen indes aus dem 12. Jahrhundert. Zu dieser Zeit errichtete der Benediktinerorden das [[Kloster Marienthal]] auf dem Gelände der heutigen Seniorenwohnanlage der [[AWO Norden]], das geografisch zu [[Ostlintel]] zählt. Das dazugehörige Land reichte von der Altenwohnanlage bis zur nordöstlichen Ecke des [[Marktplatz|Norder Marktplatz]]. An das Kloster und seine Umlande erinnert heute noch unter anderem die [[Klosterstraße]] sowie eine Statue der Heiligen Maria auf dem Gelände der Wohnanlage.
Die ältesten, gesicherten Belege über eine Besiedelung der Sandbauerschaft stammen indes aus dem späten 12. Jahrhundert. Zu dieser Zeit errichtete der Benediktinerorden das [[Kloster Marienthal]] auf dem Gelände der heutigen Seniorenwohnanlage der [[AWO Norden]], das geografisch zu [[Ostlintel]] zählt. Das dazugehörige Land reichte von der Altenwohnanlage bis zur nordöstlichen Ecke des [[Marktplatz|Norder Marktplatz]]. An das Kloster und seine Umlande erinnert heute noch unter anderem die [[Klosterstraße]] sowie eine Statue der Heiligen Maria auf dem Gelände der Wohnanlage.


Die in der Stadt residierenden und herrschenden [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlings- und Edelfamilien]] erbauten etwa ab dem 13. Jahrhundert [[Liste der Burgen und Wehrhäuser|mehrere Wehrtürme und Steinhäuser]] ringförmig um die Stadt, um diese bei Angriffen besser verteidigen zu können. Eine Stadtmauer hat es in Norden nie gegeben. Erbauer dieser Wehranlagen waren (bis auf die [[Oldeborg]]), wie vorgenannt, adelige Familien, die für die Entwicklung der Stadt Norden und des umliegenden Norderlandes große Bedeutung hatten. Um diese Wehranlagen siedelten sich Menschen an, die sich im Laufe der Zeit zu einzelnen Bauernschaften letztlich zu einer "Gesamtbauernschaft" zusammenschlossen. Bereits anhand dieser Umstände ist das Gemeinwesen zwischen Sandbauerschaft und Stadt gut erkennbar. Auch die Tatsache, dass die [[Ludgerikirche]] ursprünglich die Kirche der [[Norder Umlandgemeinden]] war, während die [[Andreaskirche]] für die Stadt zuständig war, lässt dies erkennen.
Die in der Stadt residierenden und herrschenden [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlings- und Edelfamilien]] erbauten etwa ab dem 13. Jahrhundert [[Liste der Burgen und Wehrhäuser|mehrere Wehrtürme und Steinhäuser]] ringförmig um die Stadt, um diese bei Angriffen besser verteidigen zu können. Eine Stadtmauer hat es in Norden nie gegeben. Erbauer dieser Wehranlagen waren (bis auf die [[Oldeborg]]), wie vorgenannt, adelige Familien, die für die Entwicklung der Stadt Norden und des umliegenden Norderlandes große Bedeutung hatten. Um diese Wehranlagen siedelten sich Menschen an, die sich im Laufe der Zeit zu einzelnen Bauernschaften letztlich zusammenschlossen. Bereits anhand dieser Umstände ist das Gemeinwesen zwischen Sandbauerschaft und Stadt gut erkennbar. Auch die Tatsache, dass die [[Ludgerikirche]] ursprünglich die Kirche der [[Norder Umlandgemeinden]] und die benachbarte [[Andreaskirche]] für die Stadtbewohner war, lässt dies erkennen.


Seit alters her setzte sich die Gemeinde aus den oben genannten Ortschaften zusammen.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 96</ref> Alle Ortschaften haben gemein, dass sie auf der [[Geest]] liegen. Sie standen damit im Gegensatz zu den Bauern der [[Marsch]]. Da Marschboden wesentlich fruchtbarer ist, waren die Bewohner der Sandbauerschaft grundsätzlich bedeutend ärmer als die reichen Marschbauern. Viele Bewohner verdingten sich daher auf den Höfen der umliegenden Marschgebiete. Funde einer mittelalterlichen Siedlung in [[Ekel]] deuten zudem auf eine arbeitsteilige Beziehung des Geestortes mit der Bevölkerung der umliegenden Marsch hin.
Seit alters her setzte sich die Gemeinde aus den oben genannten Ortschaften zusammen.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 96</ref> Alle Ortschaften haben gemein, dass sie auf der [[Geest]] liegen. Sie standen damit im Gegensatz zu den Bauern der [[Marsch]]. Da Marschboden wesentlich fruchtbarer ist, waren die Bewohner der Sandbauerschaft grundsätzlich ärmer als die äußerst reichen Marschbauern. Viele Bewohner verdingten sich daher auf den Höfen der umliegenden Marschgebiete. Funde einer mittelalterlichen Siedlung in [[Ekel]] deuten zudem auf eine arbeitsteilige Beziehung des Geestortes mit der Bevölkerung der umliegenden Marsch hin. Der wesentliche Vorteil der Sandbauern hingegen bestand darin, dass sie ihre Höfe und Ländereien kaum oder gar nicht gegen Sturmfluten zu sichern hatten. Die Marschbauern hingegen mussten ihre Höfe auf [[Warft|Warften]] errichten, die jedoch nicht die Ländereien vor den Fluten schützten. Auch die später entstehenden [[Deich|Deiche]] boten aufgrund ihrer unzureichenden Befestigung manchmal keinen Schutz vor dem Fluten, wie zahlreiche Katastrophen - so etwa die [[Erste Dionysiusflut]] - eindrucksvoll belegen.


Der wesentliche Vorteil der Sandbauern bestand darin, dass sie ihre Höfe und Ländereien kaum oder gar nicht gegen Sturmfluten zu sichern hatten. Die Marschbauern hingegen mussten ihre Höfe auf [[Warft|Warften]] errichten, die jedoch nicht die Ländereien vor den Fluten schützten. Auch die später entstehenden [[Deich|Deiche]] boten aufgrund ihrer unzureichenden Befestigung manchmal keinen Schutz vor dem Fluten, wie zahlreiche Katastrophen - so etwa die [[Erste Dionysiusflut]] - eindrucksvoll belegen.
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kam es in Preußen zu einer Kommunalreform, in deren Folge die Sandbauerschaft zum 1. April 1919 ihre Eigenständigkeit verlor und nach Norden eingemeindet wurde. Auch in anderen Teilen Preußens wurde die Reform umgesetzt. Beispielsweise wurde die Stadt Wilhelmshaven am gleichen Tag vom Landkreis Wittmund getrennt. Der Eingemeindung gingen konfliktreiche Verhandlungen voraus. Besonders strittig war die Frage, ob es den Einwohnern der Sandbauerschaft auch nach dem Zusammenschluss erlaubt bleiben sollte, Hausschlachtungen durchzuführen, die für sie existenziell waren, für die Stadt aber schon allein aus hygienischen Gründen als kritisch galten. Letztlich einigte man sich auf einen Kompromiss, dass nur gewerbliche Schlachtungen im [[Schlachthof]] durchzuführen seien, während private weiterhin im eigenen Haushalt erlaubt seien.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 20</ref>
 
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kam es in Preußen zu einer Kommunalreform, in deren Folge die Sandbauerschaft zum 1. April 1919 ihre Eigenständigkeit verlor und nach Norden eingemeindet wurde. Auch in anderen Teilen Preußens wurde die Reform umgesetzt. Beispielsweise wurde die Stadt Wilhelmshaven am gleichen Tag vom Landkreis Wittmund getrennt.
 
Der Eingemeindung gingen konfliktreiche Verhandlungen voraus. Besonders strittig war die Frage, ob es den Einwohnern der Sandbauerschaft auch nach dem Zusammenschluss erlaubt bleiben sollte, Hausschlachtungen durchzuführen, die für sie existenziell waren, für die Stadt aber schon allein aus hygienischen Gründen als kritisch galten. Letztlich einigte man sich auf einen Kompromiss, dass nur gewerbliche Schlachtungen im [[Schlachthof]] durchzuführen seien, während private weiterhin im eigenen Haushalt erlaubt seien.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 20</ref>


==Verwaltung==
==Verwaltung==
* siehe auch: [[Liste der Bürgermeister der Gemeinde Sandbauerschaft]]
* siehe auch: [[Liste der Bürgermeister der Gemeinde Sandbauerschaft]]


Die Verwaltung der Gemeinde hatte ihren Sitz in den Vorderräumen der [[Alleestraße 33]].<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 102</ref> Der Verwaltung stand ein Bürgermeister vor. Als letzter Bürgermeister vor der Eingemeindung fungierte [[Popke Fegter]].<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874–1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden</ref>
Die Verwaltung der Gemeinde hatte ihren Sitz in den Vorderräumen der [[Alleestraße 33]].<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 102</ref> Der Verwaltung stand ein [[Gemeindevorsteher]] vor. Letzter Amtsträger vor der Eingemeindung war [[Popke Fegter]].<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874–1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden</ref>


==Bildung==
==Bildung==
* siehe auch: [[Liste der Schulen im Stadtgebiet]]
Lange Zeit hat es in der Sandbauerschaft keine Schule gegeben. Die Bevölkerung bestand weitestgehend aus Bauern, für die man weder die Notwendigkeit sah, ihnen Schulbildung zukommen zu lassen. Zudem verfügten diese in der Regel ohnehin nicht über die notwendigen Geldmittel, um ihren Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen. Die wenigen wohlhabenderen Familien besuchten städtische Schulen.
Lange Zeit hat es in der Sandbauerschaft keine Schule gegeben. Die Bevölkerung bestand weitestgehend aus Bauern, für die man weder die Notwendigkeit sah, ihnen Schulbildung zukommen zu lassen. Zudem verfügten diese in der Regel ohnehin nicht über die notwendigen Geldmittel, um ihren Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen. Die wenigen wohlhabenderen Familien besuchten städtische Schulen.


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==Religion==
==Religion==
Innerhalb der Gemeinde hat es keine Kirchen gegeben, da diese nicht sturmflutsicher gebaut werden konnten. Vielmehr war die [[Ludgerikirche]] die Kirche der [[Norder Umlandgemeinden]]. Auch wurden die Toten der Sandbauerschaft auf dem [[Alter Friedhof|Alten Friedhof]], später dem [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhof]] bestattet. Archäologische Funde lassen allerdings auf einen [[Alter Friedhof (Westgaste)|Alten Friedhof]] in [[Westgaste]] schließen.<ref>Imhoff, Mathilde (1985): Die Flurnamen der Deutschen Grundkarte (DGK5) 2409/1 Norden West, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, 25. Mai 1985, Nr. 56</ref>
Innerhalb der Gemeinde hat es keine Kirchen gegeben. Vielmehr war die [[Ludgerikirche]] die Kirche der [[Norder Umlandgemeinden]]. Auch wurden die Toten der Sandbauerschaft auf dem [[Alter Friedhof|Alten Friedhof]], später dem [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhof]] bestattet. Archäologische Funde lassen allerdings auf einen [[Alter Friedhof (Westgaste)|Alten Friedhof]] in [[Westgaste]] schließen.<ref>Imhoff, Mathilde (1985): Die Flurnamen der Deutschen Grundkarte (DGK5) 2409/1 Norden West, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, 25. Mai 1985, Nr. 56</ref>


==Gesundheit und Soziales==
==Gesundheit und Soziales==