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Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde in Nadörst ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet. In einer Holzbaracke waren zwischen 30 und 44 Personen inhaftiert, von denen die meisten Franzosen waren. Einige weitere Kriegsgefangene waren Niederländer. Nadörst besaß auch einen [[Bunker (Nadörst)]] mit mehreren Räumen Der Bunker wurde dann vermutlich Ende der 1960er Jahre mit einem Bagger und einer Eisenkugel abgerissen. Nördlich der [[Nadörster Straße]] wurden 2017 beim Umpflügen einer landwirtschaftlich genutzten Fläche, etwa in Höhe Hausnummer 7, einige Betonfragmente entdeckt. Zeitzeugen berichten, dass dies Überreste einer dort befindlichen [[Liste der Flakstellungen|Flakstellung]] sein könnten. Östlich der heute bestehenden Bahntrasse, ungefähr bei der Bundesstraße Nr. 22 ([[Hof Gerdes]]), befand sich ein Einmannbunker, der um 1945 von britischen Soldaten durch Sprengungen stark beschädigt wurde und in den 1980er oder 1990er letztlich gesprengt wurde.
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde in Nadörst ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet. In einer Holzbaracke waren zwischen 30 und 44 Personen inhaftiert, von denen die meisten Franzosen waren. Einige weitere Kriegsgefangene waren Niederländer. Nadörst besaß auch einen [[Bunker (Nadörst)]] mit mehreren Räumen Der Bunker wurde dann vermutlich Ende der 1960er Jahre mit einem Bagger und einer Eisenkugel abgerissen. Nördlich der [[Nadörster Straße]] wurden 2017 beim Umpflügen einer landwirtschaftlich genutzten Fläche, etwa in Höhe Hausnummer 7, einige Betonfragmente entdeckt. Zeitzeugen berichten, dass dies Überreste einer dort befindlichen [[Liste der Flakstellungen|Flakstellung]] sein könnten. Östlich der heute bestehenden Bahntrasse, ungefähr bei der Bundesstraße Nr. 22 ([[Hof Gerdes]]), befand sich ein Einmannbunker, der um 1945 von britischen Soldaten durch Sprengungen stark beschädigt wurde und in den 1980er oder 1990er letztlich gesprengt wurde.


Im Jahr 1951 wurde eine [[Nadörster Schule|neue Schule]] gebaut. Das Gebäude ist bis heute äußerlich originalgetreu erhalten und wird für Wohnzwecke genutzt. In den nächsten Jahren erhielt der Ort weitere Bedeutung durch sich im Umfeld des [[Leegemoor|Leegemoors]] ansiedelnde Industrie. Einen Anschluss an die [[Kanalisation]] bekam der Ort indes erst 2003 mit dem Bau des [[Südring|Südrings]]. Im gleichen Zuge erhielten die Straßen und Häuser des Ortes ihre heutigen [[Hausnummerierung|Hausnummern]]. Bis dahin waren die Häuser noch gemäß der alten, chronologischen Nummerierung adressiert, wonach das erst gebaute Haus in [[Süderneuland II]] die Nummer 1 bekam, das zweite die 2 und so weiter. Dieses alte System findet sich heute - auf das Stadtgebiet bezogen - nur noch am [[Verschönerungsweg]] und der [[Bundesstraße]].
Im Jahr 1951 wurde eine [[Nadörster Schule|neue Schule]] gebaut. Das Gebäude ist bis heute äußerlich originalgetreu erhalten und wird für Wohnzwecke genutzt. In den nächsten Jahren erhielt der Ort weitere Bedeutung durch sich im Umfeld des [[Leegemoor|Leegemoors]] ansiedelnde Industrie. Einen Anschluss an die [[Kanalisation]] bekam der Ort indes erst 2003 mit dem Bau des [[Südring|Südrings]]. Bis dahin nutzte jedes Haus eine eigene Kläranlage oder Sickergrube. Dieser altertümliche Umstand besteht heute nur noch in den abgelegenen Hofstellen und Siedlungen, insbesondere in [[Westermarsch]] und [[Ostermarsch]]. Im gleichen Zuge mit dem Straßenbau erhielten die Straßen und Häuser des Ortes ihre heutigen [[Hausnummerierung|Hausnummern]]. Bis dahin waren die Häuser noch gemäß der alten, chronologischen Nummerierung adressiert, wonach das erst gebaute Haus in [[Süderneuland II]] die Nummer 1 bekam, das zweite die 2 und so weiter. Dieses alte System findet sich heute - auf das Stadtgebiet bezogen - nur noch am [[Verschönerungsweg]] und der [[Bundesstraße]].<ref>Zeitzeugenbefragung vom 6. Oktober 2021</ref>


==Erwähnenswerte Gebäude==
==Erwähnenswerte Gebäude==