Ekeler Mühle: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Die '''Ekeler Mühle''' war eine hölzerne Bockwindmühle in [[Ekel]], nahe der Stadtgrenze zu [[Norden (Stadtteil)|Norden]]. An sie erinnern heute noch die Straßennamen [[Kleine Mühlenstraße|Kleine]] und [[Große Mühlenstraße]].
Die '''Ekeler Mühle''' war eine hölzerne Bockwindmühle in [[Ekel]], nahe der Stadtgrenze zu [[Norden (Stadtteil)|Norden]]. An sie erinnern heute noch die Straßennamen [[Kleine Mühlenstraße|Kleine]] und [[Große Mühlenstraße]]. Sie ist noch vor der [[Linteler Mühle]] die älteste bekannte Mühle auf dem heutigen Stadtgebiet.
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==Geschichte==
==Geschichte==
Erstmalig erwähnt wird die Ekeler Mühle am 1.7.1555.<ref>StAA, Rep. 234, Bd. 156, S. 120</ref> Die Ekeler Ständermühle, eine Roggenmühle, war bis ins 16. Jahrhundert eine Privatmühle und wurde anschließend, wie beispielsweise auch die [[Westgaster Mühle]], eine landesherrschaftliche (= dem ostfriesischen Landesherren gehörende) Mühle, die alle sechs Jahre vom ostfriesischen Grafen- bzw. Fürstenhaus in Zeitpacht vergeben wurde.<ref name=":0">StAA, Rep. 4, B IV i, Nr. 269 c</ref> Sie gilt als älteste bekannte Windmühle im heutigen Stadtgebiet.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 29</ref>
Bereits 1555 scheint es eine Mühle am Standort der später als Ekeler Mühle bekannten Mühle gegeben zu haben. So wird eine solche am 1. Juli 1555 erwähnt und scheint zunächst eine Privatmühle gewesen zu sein.<ref>StAA, Rep. 234, Bd. 156, S. 120</ref> Dies ist ungewöhnlich, denn für gewöhnlich gehörten alle Mühlen dem ostfriesischen Landesherren, der sie an einen Müller gegen Gebühr verpachtete. So oder so gilt sie als älteste bekannte Windmühle im heutigen Stadtgebiet.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 29</ref>


1562 kam die eine Hälfte der Mühle in den Besitz von [[Anna von Oldenburg|Gräfin Anna]], während ein [[Martin Muller]] die andere Hälfte erwarb. Verkäufer waren vier Bürger in Norden, die jedoch nicht namentlich genannt werden.<ref name=":0" /> 1737 wird die Mühle in Erbpacht ausgegeben.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3405</ref> Wie die anderen Norder Roggenmühlen war die Ekeler Mühle auch eine "Geldmühle". Als Mahlgeld erhielt sie von Getreide ohne Unterschied per Tonne 6 Stüber, für braunen Malz per Tonne 5 Stüber.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3178</ref> Am 28. Januar 1905 wird die Mühle abgebrochen.<ref>StAA, Dep. 71, Nr. 9, S. 62</ref>
Die bekannte Bockwindmühle wurde schließlich 1562 von [[Edzard II. Cirksena|Graf Edzard II.]] errichtet.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 146</ref> Sie wurde fortan alle sechs Jahre in Zeitpacht vergeben.<ref name=":0">StAA, Rep. 4, B IV i, Nr. 269 c</ref> Im Laufe der Jahrhunderte hatte sie unzählige Pächter und wird naturgemäß mehrfach restauriert oder gar neugebaut worden sein.
 
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Am 28. Januar 1905 wird die Mühle abgebrochen.<ref>StAA, Dep. 71, Nr. 9, S. 62</ref> Andere Quellen berichten davon, dass sie 1912 abgebrannt ist.<ref name=":1" />


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 30. September 2021, 19:23 Uhr

Ekeler Mühle

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Basisdaten
Entstehungszeit 1562
Erbauer Graf Edzard II.
Bauweise Bockwindmühle
Erhaltungszustand 1905 oder 1912 abgebrochen
Genaue Lage Große Mühlenstraße 42 A

26506 Norden

Die Ekeler Mühle war eine hölzerne Bockwindmühle in Ekel, nahe der Stadtgrenze zu Norden. An sie erinnern heute noch die Straßennamen Kleine und Große Mühlenstraße. Sie ist noch vor der Linteler Mühle die älteste bekannte Mühle auf dem heutigen Stadtgebiet.

Geschichte

Bereits 1555 scheint es eine Mühle am Standort der später als Ekeler Mühle bekannten Mühle gegeben zu haben. So wird eine solche am 1. Juli 1555 erwähnt und scheint zunächst eine Privatmühle gewesen zu sein.[1] Dies ist ungewöhnlich, denn für gewöhnlich gehörten alle Mühlen dem ostfriesischen Landesherren, der sie an einen Müller gegen Gebühr verpachtete. So oder so gilt sie als älteste bekannte Windmühle im heutigen Stadtgebiet.[2]

Die bekannte Bockwindmühle wurde schließlich 1562 von Graf Edzard II. errichtet.[3] Sie wurde fortan alle sechs Jahre in Zeitpacht vergeben.[4] Im Laufe der Jahrhunderte hatte sie unzählige Pächter und wird naturgemäß mehrfach restauriert oder gar neugebaut worden sein.

Seit 1737 wurde die Mühle nicht mehr in Zeit-, sondern in Erbpacht vergeben.[5] Wie die anderen Norder Roggenmühlen war die Ekeler Mühle auch eine Geldmühle. Als Mahlgeld erhielt sie von Getreide ohne Unterschied per Tonne 6 Stüber, für braunen Malz per Tonne 5 Stüber.[6] Das Gegenstück dazu waren die Mattenmühle, bei denen der Müller als Entgelt für das Mahlen ein Teil des Mahlguts erhielt.

Am 28. Januar 1905 wird die Mühle abgebrochen.[7] Andere Quellen berichten davon, dass sie 1912 abgebrannt ist.[3]

Einzelnachweise

  1. StAA, Rep. 234, Bd. 156, S. 120
  2. Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 29
  3. 3,0 3,1 Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 146
  4. StAA, Rep. 4, B IV i, Nr. 269 c
  5. StAA, Rep. 6, Nr. 3405
  6. StAA, Rep. 6, Nr. 3178
  7. StAA, Dep. 71, Nr. 9, S. 62

Siehe auch