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Die Bauerschaft Lintel gehörte zu den erst besiedelten Gebieten auf der [[Norder Geestinsel]]. Herren von Westlintel wurden schon bald die [[Aldersna]], die als einflussreiche Häuptlingsfamilie die [[Aldersnaburg]] im Winkel der heutigen [[Norddeicher Straße]] und [[Parkstraße]] erbauten.
Die Bauerschaft Lintel gehörte zu den erst besiedelten Gebieten auf der [[Norder Geestinsel]]. Herren von Westlintel wurden schon bald die [[Aldersna]], die als einflussreiche Häuptlingsfamilie die [[Aldersnaburg]] im Winkel der heutigen [[Norddeicher Straße]] und [[Parkstraße]] erbauten.


Um die Burg, die Gutshöfe und das Kloster entwickelten sich kleine Siedlungen, deren Bewohner wohl vor allem mittelbar oder unmittelbar für die besagten Güter arbeiteten. Die hier auf der [[Geest]] siedelnden Bauern schlossen sich später zur [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]] zusammen, von der Westlintel ein Ortsteil wurde. Nördlich der Sandbauerschaft besiedelte Gebiete in der [[Marsch]] wuchsen zu einer eigenständigen Gemeinde heran, die [[Lintelermarsch]] genannt wurde. Das zu Westlintel gehörende Ackerland war der [[Escher]], der Wiesenbesitz die [[Wildbahn]].
Um die Burg, die Gutshöfe und das Kloster entwickelten sich kleine Siedlungen, deren Bewohner wohl vor allem mittelbar oder unmittelbar für die besagten Güter arbeiteten. Die hier auf der [[Geest]] siedelnden Bauern schlossen sich später zur [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]] zusammen, von der Westlintel ein Ortsteil wurde. Nördlich der Sandbauerschaft besiedelte Gebiete in der [[Marsch]] wuchsen zu einer eigenständigen Gemeinde heran, die [[Lintelermarsch]] genannt wurde. Das zu Westlintel gehörende Ackerland war der [[Escher]], der Wiesenbesitz die [[Wildbahn]]. Die Trennung zwischen Ost- und Westlintel ist seit spätestens 1645 amtlich, dort werden die Orte auch als ''Ostlinteler [[Rott]]'' und ''Westlinteler [[Rott]]'' bezeichnet.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Norden.pdf Beschreibung von Norden] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>


Mit dem Wachsen der Siedlung stieg auch die Zahl anderer Betriebe. Für das Jahr 1848 sind 95 Einwohner belegt, die sich auf 16 Wohnhäuser verteilten.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Haushaltsgröße von fünf bis sechs Personen. Um die Jahrhundertwende entstanden entlang der [[Linteler Straße|Norddeicher Straße]] mehrere eindrucksvolle Stadtvillen, die größtenteils von reichen Marschbauern als stadtnaher Alterswohnsitz errichtet wurden.
Für das Jahr 1848 sind 95 Einwohner belegt, die sich auf 16 Wohnhäuser verteilten.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Haushaltsgröße von fünf bis sechs Personen. Um die Jahrhundertwende entstanden entlang der [[Linteler Straße|Norddeicher Straße]] mehrere eindrucksvolle Stadtvillen, die größtenteils von reichen Marschbauern als stadtnaher Alterswohnsitz errichtet wurden.


Der einst dichte Lindenwald wurde im Laufe der Jahre gerodet. Erhalten geblieben sind nur wenige, vereinzelte Bäume. Durch Ausweisung neuen Baulands wuchs der Ort deutlich, weist aber immer noch einige Freiflächen auf. Große Teile von Ost- und Westlintel werden seit 1950 jedoch nicht mehr zu diesen gezählt, sondern als [[Neustadt]] bezeichnet. Bedeutende Gebäude, wie das Mitte der 1970er Jahre errichtete [[Schulzentrum Wildbahn]], liegen also eigentlich gar nicht mehr in Westlintel, sondern in Neustadt, wobei keine konkreten Grenzen existieren. Im Allgemeinen wird der alte [[Linteler Weg]] hierfür herangezogen.
Der einst dichte Lindenwald wurde im Laufe der Jahre gerodet. Erhalten geblieben sind nur wenige, vereinzelte Bäume. Durch Ausweisung neuen Baulands wuchs der Ort deutlich, weist aber immer noch einige Freiflächen auf. Große Teile von Ost- und Westlintel werden seit 1950 jedoch nicht mehr zu diesen gezählt, sondern als [[Neustadt]] bezeichnet. Bedeutende Gebäude, wie das Mitte der 1970er Jahre errichtete [[Schulzentrum Wildbahn]], liegen also eigentlich gar nicht mehr in Westlintel, sondern in Neustadt, wobei keine konkreten Grenzen existieren. Im Allgemeinen wird der alte [[Linteler Weg]] hierfür herangezogen.